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Nikolaus III. (Mecklenburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Nikolaus III. zu Mecklenburg (* nach 1230; † 8. Juni 1289 oder 1290) war von 1246 an Domherr zu Schwerin und von 1264 bis 1289 Herr zu Mecklenburg.

Leben

Er war der Sohn von Johann I. von Mecklenburg und Luitgard von Henneberg (1210–1267), Tochter des Grafen Poppo VII. von Henneberg und Bruder des Schweriner Domherren Hermann.

Vom 9. Juli 1246 an war Nikolaus Domherr zu Schwerin,<ref>Mecklenburgisches Urkundenbuch MUB I. (1863) Nr. 583.</ref> wobei er vom 15. Mai 1248 bis zum 21. Oktober 1261 das Amt des Scholasten ausübte<ref> MUB I. (1863) Nr. 609, 631, 645, 775. MUB X. (1877) Nr. 7171.</ref> und seit dem 5. Januar 1266 Inhaber der Propstei war.<ref> MUB II. (1864) Nr. 1059, 1060, 1215, 1353, 1373, 1546.</ref> Nikolaus III. wurde am 9. Januar 1266 als Domherr ins Domkapitel zu Lübeck aufgenommen,<ref>MUB II. (1864) Nr. 1060., Urkundenbuch des Bisthums Lübeck 1 Nr. 178.</ref> seit 28. Juni 1271 war er dort auch Propst.<ref>Urkundenbuch des Bisthums Lübeck 1 Nr. 219.</ref> Am 6. Mai 1285 war er noch Inhaber einer Minorpräbende des Lübecker Domkapitels.<ref>Urkundenbuch des Bisthums Lübeck 1 Nr. 295.</ref>

Am 22. Februar 1269 wurde er auch als Pfarrer in der St.-Marien-Kirche in Wismar genannt.<ref> MUB II. (1864) Nr. 1158.</ref><ref>Dietrich Schröder: Papistisches Mecklenburg. Band 1. 1741 S. 797 (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.) bezeichnet ihn als Pfarrer in der Nikolaikirche zu Wismar und als Besitzer eines Hauses ebenda, das er für die Zusicherung einer Memorienfeier der Kirche als Pfarrhaus vermachte.</ref> Am 17. Juli 1282 war Nikolaus III. auch Pfarrer in Bergedorf<ref>MUB III. (1865) Nr. 1635.</ref> und am 20. Dezember 1285 Stifter einer Vikarie in Schwerin. Nachdem sein Bruder Heinrich I. von Mecklenburg bei seiner Pilgerreise in Gefangenschaft geriet, übte er zusammen mit seinem Bruder Johann II. die Vormundschaft für dessen Frau und Kinder aus.<ref>MUB II. (1864) Nr. 1382.</ref><ref>Margit Kaluza-Baumruker: Das Schweriner Domkapitel (1171–1400) 1987 S. 252.</ref>

Letztmals lebend urkundlich erwähnt wurde Nikolaus III. am 2. April 1289. Sein Todestag ist der 8./9. Juni 1289 oder 1290,<ref>MUB III. (1865) Nr. 2025, vgl. Auszüge aus dem Lübecker Memorialbuch und dem Doberaner Nekrolog.</ref> bestattet wurde er im Doberaner Münster. Am 5. April 1296 wurden Bestimmungen über seinen Nachlass getroffen.<ref>Urkundenbuch des Bisthums Lübeck Nr. 345.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Dietrich Schröder: Papistisches Mecklenburg. Band 1. Wismar 1741, S. 796 f. (Digitalisat in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
  • Ernst Deecke: Nachrichten zur Geschichte des Bisthums Schwerin, in: Jahrbücher des Vereins für Mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde, Bd. 21 (1856), S. 179–180 (Digitalisat).
  • Alfred Rische: Verzeichnis der Bischöfe und Domherren von Schwerin mit biographischen Bemerkungen. Ludwigslust 1900 S. 7, 28 (urn:nbn:de:hbz:061:1-306566).
  • Margit Kaluza-Baumruker: Das Schweriner Domkapitel (1171–1400). Böhlau, Köln, Wien 1987, ISBN 3-412-05787-8, S. 252.

Weblinks

Anmerkungen

<references />

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