Nikolai Kobelkoff
Nikolai Kobelkoff ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), transkribiert Nikolai Wassiljewitsch Kobelkow; * 22. Juli 1851 in Troizk, damaliges Gouvernement Orenburg, Russisches Kaiserreich; † 19. Januar 1933 in Wien) war ein russischer Schausteller.
Kobelkoff kam als vierzehntes Kind einer Bauernfamilie zur Welt. Bei der Geburt wies er schwere Missbildungen auf, bis auf kurze Stümpfe fehlten sämtliche Gliedmaßen. Er erlernte trotz seiner Behinderung Tätigkeiten wie Schreiben und Zeichnen, indem er Schreibgeräte zwischen Kinn und Armstumpf klemmte. Ab den 1870er Jahren war Kobelkoff durch seine Fertigkeiten und Behinderung auf Kuriositätenschauen und Jahrmärkten als Attraktion unterwegs und gelangte so zu Bekanntheit auf vielen Bühnen Europas und Amerikas.
1876 heiratete er in Budapest Anna Wilfert, mit der er sechs Kinder zeugte.<ref>https://praterdynastien.at/portfolio/anna-kobelkoff/</ref>
Im Jahr 1898 begann er sich für die Möglichkeiten des Films zu interessieren, im Jahr 1900 entstand der Stummfilm „Kobelkoff“, der einen kurzen Ausschnitt aus seinem Bühnenprogramm zeigte.<ref>Kobellkoff bei YouTube</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stummfilmarchiv ( vom 1. Januar 2009 im Internet Archive)</ref> Dies blieb seine einzige Filmaufnahme; sie wird im Filmarchiv Austria aufbewahrt.
Durch seine Vorführungen wohlhabend geworden, errichtete Kobelkoff 1913 im Wiener Prater ein eigenes Fahrgeschäft, den Toboggan,<ref>Die Rutsche des Teufels, in: Die Zeit, 14. Dezember 2006.</ref> und wurde zu einer Berühmtheit des Praters und der Wiener Gesellschaft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bericht von Wien international ( vom 22. Mai 2010 im Internet Archive)</ref> Das Fahrgeschäft befand sich bis in die 1970er Jahre im Besitz von Kobelkoffs Familie.
Kobelkoff starb im Januar 1933 in seinem Haus in Wien, ein Teil seiner Show-Utensilien ist heute im Wiener Museum für Unterhaltungskunst (MUK) ausgestellt.<ref>Wiener Zeitung zum Museum für Unterhaltungskunst (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )</ref> Kobelkoffs ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich auf dem evangelischen Friedhof Simmering.<ref>http://www.viennatouristguide.at/Friedhoefe/Zentralfriedhof/Tor4_ev/html_ehrengraeber/gr02_469_kobelkoff.htm</ref>
Literatur
- Kobelkoff, Nikolaus. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1969, S. 5 f. (Direktlinks auf S. 5, S. 6).
Weblinks
- Nikolai Kobelkoff auf www.praterdynastien.at, abgerufen am 16. Juni 2018
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kobelkoff, Nikolai |
| ALTERNATIVNAMEN | Kobelkoff, Nicolai; Kobelkow, Nikolai Wassiljewitsch; Кобельков, Николай Васильевич (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Schausteller |
| GEBURTSDATUM | 22. Juli 1851 |
| GEBURTSORT | Troizk, damaliges Gouvernement Orenburg, Russisches Kaiserreich |
| STERBEDATUM | 19. Januar 1933 |
| STERBEORT | Wien |