Nikolai Alexandrowitsch Alexejew (Aktivist)
Nikolai Alexandrowitsch Alexejew ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 23. Dezember 1977 in Moskau) ist ein russischer Jurist, LGBT-Aktivist und Publizist. In den vergangenen Jahren hat er sich hauptsächlich für das Recht auf Versammlungsfreiheit von Lesben und Schwulen in Russland eingesetzt, und zwar in seiner Rolle als Organisator des Moscow Pride, der seit Beginn 2006 regelmäßig vom Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow verboten wurde.
Leben
Geboren und aufgewachsen in Moskau, schloss Alexejew sein Studium an der Lomonossow-Universität mit einem Diplom mit Auszeichnung ab. Nach seinem Abschluss nahm er am Doktoranden-Programm seiner Fakultät teil, aber er musste die Universität verlassen, nachdem bekannt wurde, dass er eine Arbeit über die Rechte von sexuellen Minderheiten in Russland und der Welt schrieb. Sein Streit gegen die Universität an russischen Gerichten schlug fehl, worauf er sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, Frankreich wandte. Noch schwebt dieses Verfahren.
Im Jahr 2005 gründete er das Projekt Gayrussia.ru, es wurde sehr schnell die Hauptinformationsquelle für die Situation von LGBT in Russland und eine treibende Kraft für gleiche Rechte für LGBT in Russland. Im Juli 2005 sprach Nikolai Alexejew erstmals die Idee eines Moscow Pride bei einer Pressekonferenz aus. Der Moscow Pride wurde bisher regelmäßig durch den Moskauer Oberbürgermeister Juri Luschkow verboten, der diese als „Satanshow“ bezeichnete.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Moskau: OB Luschkow bezeichnet Schwulen-Parade als „Satanshow“.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. August 2009.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Nikolai Alekseev Profile.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 1. August 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Nikolai Alexejew ist der Produzent des Dokumentarfilms Moskva Pride ’06, der die Ereignisse um den ersten Moscow Pride am 27. Mai 2006 zeigt.<ref>Moskva. Pride ’06. Internet Movie Database, abgerufen am 22. Mai 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Der Dokumentarfilm East/West – Sex & Politics von Jochen Hick folgt den Versuchen von Nikolai Alexejew, den Moscow Pride in 2007 zu organisieren.<ref>East/West - Sex & Politics. Internet Movie Database, abgerufen am 22. Mai 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Derzeitige Posten
- Kopf des Projektes Gayrussia.ru<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Russian gays to hold parade on Eurovision final.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. August 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- Hauptorganisator des Moscow Pride seit 2006<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig What is the Moscow Pride?] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- Vizepräsident des International Day Against Homophobia<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig IDAHO Group Officially Created in Paris as a Gay NGO.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- InterPride-Director für Osteuropa
Kampf für die Rechte von Schwulen und Lesben in Russland und Belarus
Der Juli 2005 kann als Startpunkt von Nikolai Alexejews Kampagnen gesehen werden. Der Plan, einen Gay Pride in Moskau abzuhalten, wurde von ihm während einer Pressekonferenz am 28. Juli 2005 ausgesprochen. Er beantwortete die Frage einer Journalistin: „Und was plant die schwule Community in Russland?“ Nachdem Alexejew geantwortet hatte, kontaktierte Interfax den Oberbürgermeister von Moskau, Herrn Juri Luschkow, und fragte ihn, ob er eine solche Veranstaltung genehmigen würde. Juri Luschkow bedachte bei seiner Antwort nicht, welche Folgen diese haben würde: „Ich bestehe auf dem Schutz der Interessen der Bürger in Moskau, die ein solches Vorhaben auf keinen Fall unterstützen werden.“<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Moscow Mayor Says ‘Nyet’ to Gay Pride in Russian Capital.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. August 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Ursprünglich abgehalten wurde die Pressekonferenz, um auf die Situation von Schwulen im Iran aufmerksam zu machen, die mit der Todesstrafe bedroht werden.
Die Aufmerksamkeit der Massenmedien zu erzeugen wurde eine der zentralen Strategien von Nikolai Alexejew.<ref>Belarusian, Russian Activists Agree a Slavic Gay Pride for Moscow in May Next Year. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. August 2009. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Er gab an, dass vor dem Moscow Pride Schwule und Lesben in Russland stets in negativer Art und Weise porträtiert worden sind. Der Moscow Pride „zeigt, dass Schwule und Lesben nicht bereit sind, vor Homophobie zu kapitulieren.“<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig history Moscow Pride.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. August 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Zum ersten Mal „haben die Massenmedien Interesse gezeigt, über Homosexualität in Russland zu berichten.“
Im November reisten Nikolai Alexejew und drei weitere Aktivisten aus Russland nach Belarus und hielten dort ein Seminar mit einer Gruppe von schwulen und lesbischen Aktivisten in Minsk ab. Die Aktivisten kamen darin überein, in Zukunft zusammenzuarbeiten, und gründeten die Slavic-Pride-Bewegung. Alexejew arbeitet mit der Gruppe „Gaybelarus“ und deren Anführer Sergey Androschenko zusammen.<ref>Belarusian, Russian Activists Agree a Slavic Gay Pride for Moscow in May Next Year. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. August 2009. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Im Februar 2009 hat Nikolai Alexejew Sergey Androschenko eingeladen, an einer Reise zu verschiedenen europäischen Institutionen teilzunehmen, zum Beispiel dem Europaparlament, der Europäischen Kommission, dem Europarat sowie den Vereinten Nationen in Genf.<ref>Luxembourg Greens Back Gay Rights in Russia, Belarus. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. August 2009. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Am 26. September 2009 haben die Gruppen Gayrussia und Gaybelarus eine LGBT-Konferenz in Minsk, Belarus, im 5-Sterne-Hotel Crown Plaza organisiert. Die Konferenz selber wurde unter der Schirmherrschaft des International Day Against Homophobia veranstaltet. Die Delegation der Europäischen Kommission in Belarus hat ihre politische Unterstützung für die Veranstaltung zugesichert. Jean-Eric Holzapfel, Leiter der Europäischen Kommission in Belarus, betonte in seiner Eröffnungsrede die Notwendigkeit der Bekämpfung von Homophobie in Europa und in Belarus im Besonderen. Auch Vertreter der schwedischen, französischen und ungarischen Botschaft sowie ein Vertreter der Organisation Civil Rights Defenders (ehemals schwedisches Helsinki-Komitee) waren als Beobachter anwesend. Die Konferenzteilnehmer diskutierten und verabschiedeten eine gemeinsame Resolution zu den Rechten der Homosexuellen, Bisexuellen und Transgender in Belarus. Der Text, der Präsident Aljaksandr Lukaschenka, der belarussischen Regierung und dem Parlament übermittelt wurde, beinhaltet die Forderung nach dem Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität, die Verfolgung von Hassreden, die Anerkennung der Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren und die Anerkennung des 17. Mai als Tag gegen Homophobie. Des Weiteren wurden die Behörden zur Unterstützung des Slavic Pride in Minsk am 15. Mai 2010 aufgefordert.<ref>Hundred Participants at Minsk Gay Rights Conference - Resolution on LGBT Rights in Belarus Adopted - and No Incidents. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 30. September 2009. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Am 15. September 2010 wurde Alexejew vom russischen Geheimdienst FSB auf dem Moskauer Flughafen verhaftet. Es wird laut dem Bundestagsabgeordneten Volker Beck angenommen, dass Alexejew gezwungen werden soll, seine für den 21. September angekündigte Demonstration gegen den Moskauer Bürgermeister Luschkow abzusagen. Alexejew wird vorgeworfen, Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) gegen die Moskauer Stadtregierung eingereicht zu haben. Diese hatte eine von Alexejew angemeldete Demonstration polizeilich verboten. Alexejew solle gezwungen werden, seine Klagen zurückzunehmen sowie weitere zu unterlassen.<ref>Nikolai Alekseev unverzüglich frei lassen. Abgerufen am 20. September 2010.</ref> Er kam wieder frei und meldete sich telefonisch bei Volker Beck, gegenüber dem er die Darstellung der Behörden bestritt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Russian Gay Activist: "I Never Was in Minsk – I Never Sent Any SMS Messages": "Abducted" Alekseev surfaces in Russia, not Belarus ( vom 19. September 2010 im Internet Archive). UK Gay News. 17 September 2010Vorlage:Abrufdatum</ref>
Zitate
„Konformismus und Passivität liegen nun hinter uns. Wir haben es geschafft, Leidenschaft und Hoffnung zu wecken, dieses wird den Weg in die Herzen vieler LGBT-Menschen in Russland finden und den Geist des Aktivismus wiedererwecken.“<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Moscow Gay Pride Documentary Premiers at National Film Center.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
„Ich dachte, daß das Hauptproblem der schwulen Community ein Mangel an finanziellen Mitteln ist, ich lag falsch. Das Entscheidende, was diese Bewegung braucht, ist Mut und ein Ideal, ohne ein Ideal ist nichts möglich.“
„Man kann nicht an Menschenrechten arbeiten, man kann nur an der Angelegenheit von Menschenrechten arbeiten. Der Kampf um Menschenrechte kann kein Job sein. Der Kampf um Menschenrechte ist stets ein Ideal.“<ref>Nikolai Alekseev: Ansprache am 25. Mai 2009 (Ogg-Format) in Helsinki auf dem Finrosforum.</ref>
Siehe auch
Weblinks
- Vorlage:IMDb/1
- Vorlage:IMDb/1
- Projekt “gayrussia” gestartet von Sergey Androschenko (englisch, russisch)
- Projekt “gaybelarus” gestartet von Sergey Androschenko (englisch, belarussisch, russisch)
- Blog “gayswithoutborders” gestartet von Nikolai Alexejew und anderen (englisch)
- Nikolai Alexejew im Gespräch mit Philippe Schockweiler, Sprecher der Grünen Jugend Luxemburg (englisch)
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Alexejew, Nikolai Alexandrowitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | Алексеев, Николай Александрович (kyrillisch); Alekseev, Nikolaj Aleksandrovič (wissenschaftliche Transliteration) |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Publizist und LGBT-Aktivist |
| GEBURTSDATUM | 23. Dezember 1977 |
| GEBURTSORT | Moskau |
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