Niestener Mühle
| Niestener Mühle
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lage und Geschichte | ||||||
|
| ||||||
| Koordinaten | 50° 4′ 25″ N, 11° 15′ 30″ O
{{#coordinates:50,073611|11,258289|primary
|
dim=1000 | globe= | name=Niestener Mühle | region=DE-BY | type=building
}}
|
| Standort | [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: Deutschland | |||||
| Gewässer | Niestener Mühlbach (Nebenfluss der Krassach) | |||||
| Erbaut | 16. Jahrhundert | |||||
| Stillgelegt | 1920 | |||||
| Zustand | Mühlentechnik entfernt; Mühlengebäude zum Wohnhaus ausgebaut | |||||
| Technik | ||||||
| Nutzung | Getreidemühle
| |||||
| Mahlwerk | Bis 1920 einen Mahlgang mit Mühlstein | |||||
| Antrieb | Wassermühle | |||||
| Wasserrad | Bis 1920 ein oberschlächtiges Wasserrad | |||||
Die Niestener Mühle<ref name="böhm2000-37">Böhm (2000), S. 37</ref> ist eine ehemalige Getreidemühle am nördlichen Ortsrand des Weismainer Ortsteils Niesten. Angetrieben wurde die Mühle durch den Niestener Mühlbach, einen linken Nebenfluss der Krassach. Als geschütztes Baudenkmal wird die Mühle vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege unter der Denkmalnummer D-4-78-176-131 geführt.<ref>Bayerischer Denkmal-Atlas - Niestener Mühle, geoportal.bayern.de, abgerufen am 14. Mai 2019</ref>
Geschichte
Die Niestener Mühle wurde im 16. Jahrhundert, evtl. im Jahr 1526, im Auftrag des Bamberger Fürstbischofs auf landesherrlichem Boden erbaut.<ref name="böhm2000-37" /> Zur Mühle gehörten ein Weiher, 1,5 Tagwerk Wiese sowie eine Hutweide.<ref name="böhm2000-37" /> 1593 wurde die Mühle für 600 Gulden verkauft.<ref name="böhm2000-37" /> Der Kaufpreis wurde in drei Raten zu je 200 Gulden in den Jahren 1594–1596 gezahlt.<ref name="böhm2000-37" /> Hinzu kamen jährlich ein halber Gulden an Michaeli sowie eine Fastnachtshenne für den bischöflichen Kasten.<ref name="böhm2000-37" />
Im Jahr 1801 wurde die Mühle als „geringe Mahlmühle mit Haus, Stadel, und einem oberschlächtigen Gang, welcher vom Dorschbrünnlein und dem Heilbronnen getrieben wird“ beschrieben.<ref name="böhm2000-37" /> Der Mühlbetrieb wurde 1920 eingestellt. Ab 1925 diente sie mehrere Jahrzehnte als Wandererpension. In den 1930er Jahren wurde sie von Victor Staeffler betrieben. Heute ist sie ein privates Wohnhaus mit rund 194 m² Wohnfläche.<ref name="böhm2000-37" />
Architektur
Das Mühlengebäude besteht aus einem massiven Erdgeschoss aus Sandsteinquadern und darüberliegendem Fachwerkgeschoss, das auf das 17./18. Jahrhundert datiert wird.<ref name="böhm2000-37" /> Die verwendeten Steine in den Grundmauern des Gebäudes stammen aus der 1747 abgerissenen Burg Niesten.<ref name="Dechant">Dechant (2010), S. 64</ref> Abgeschlossen wird die Mühle durch ein Walmdach.<ref name="böhm2000-37" />
Siehe auch
Literatur
- Jutta Böhm: Mühlen-Radwanderung. Routen: Kleinziegenfelder Tal und Bärental, Umweltstation Weismain des Landkreises Lichtenfels, Weismain/Lichtenfels (Landkreis Lichtenfels), 2000, 52 S. (zahlr. Ill., Kt.)
- Alois Dechant, Gerhard W. Peetz: Wanderführer Weismain. Marie Link Verlag, Kronach 2010
Weblinks
- Mühlen im Weismainer Stadtgebiet, stadt-weismain.de
Einzelnachweise
<references />