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Niederwöhr

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Niederwöhr
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Höhe: 353 m ü. NN
Einwohner: 75 (25. Mai 1987)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Postleitzahl: 85126
Vorwahl: 08402

Niederwöhr ist ein Ortsteil der Gemeinde Münchsmünster im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen.

Lage

Datei:Niederwöhr(Münchsmünster) StMartin.JPG
Kirche St. Martin

Der Ort liegt westlich der Gemeinde Münchsmünster und ist mit dieser räumlich beinahe verwachsen. Zwischen dem Dorf und der Gemeinde Münchsmünster windet sich in Nord-Süd-Richtung der Fluss Ilm. Die weiten Ebenen des Donautales und deren Auen prägen die Landschaft. Regensburg ist in östlicher Richtung etwa 55 Kilometer und Ingolstadt in westlicher 25 Kilometer entfernt. München liegt ungefähr 90 Kilometer südlich des Ortes.

Geschichte

Bei Bildung der politischen Gemeinden in den Jahren 1808/1818 wurden die Einöde Griesham sowie die Ortschaften Nieder-, Mitter- und Oberwöhr zu einer selbständigen Gemeinde Wöhr zusammengefasst. Im Rahmen der Gebietsreform erfolgte am 1. Januar 1978 die Eingliederung dieser Gemeinde in die Gemeinde Münchsmünster.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Der Name Wöhr geht auf das mittelhochdeutsche „wert“ zurück, welches so viel wie Insel oder erhöhtes, wasserfreies Land bedeutet.<ref>Georg Köglmeier, Neustadt an der Donau. Eine bayerische Landstadt und ihre Bewohner im Wandel der Jahrhunderte. Band I: Von den Anfängen bis um 1800, Neustadt an der Donau 1994, S. 37.</ref><ref name="Osterauer">Rudolf Osterauer: Münchsmünster mit Wöhr und Schwaig im Wandel der Zeiten, S. 122–125, Hrsg. Gemeinde Münchsmünster, 1981.</ref>

Von den drei Ortschaften mit Namen Wöhr ist das Dorf Niederwöhr das älteste. Seine Entstehung reicht in das 7. Jahrhundert zurück<ref name="Osterauer" />. Erst ab 1100 tritt Oberwöhr und ab dem 13. Jahrhundert Mitterwöhr in Urkunden in Erscheinung<ref name="Osterauer" />. In Niederwöhr befand sich nahe der Kirche eine mit doppelten Wall geschützte Wohnanlage, weshalb der Ort in ersten Urkunden auch Burgstall genannt wurde.<ref name="Osterauer" /> Hier verfasste im frühen 13. Jahrhundert der Dichter „Reinbot von Turn“ den mittelhochdeutschen „Georgsroman“, in welchem er in Vers 5296 auch das nahe gelegene Frauenkloster „Gisifelt“ (=Kloster Geisenfeld) erwähnt.<ref name="Osterauer" /> Auch das bei Regensburg gelegene Wörth nimmt für sich in Anspruch, Wirkensort des Dichters gewesen zu sein. Es kann als weitgehend gesichert angesehen werden, dass Niederwöhr Stammsitz des „Geschlechts der Münsterer“ war.<ref name="Osterauer2">Rudolf Osterauer S. 90</ref>

Kirche

Die Kirche St. Martin wurde im 16. Jahrhundert errichtet.

Struktur

Die landwirtschaftlichen Betriebe sind aus dem Ort nahezu verschwunden. Es herrscht Wohnbebauung vor.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile von Münchsmünster