Niedersteinbach (Mömbris)
Niedersteinbach Markt Mömbris
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(934)&title=Niedersteinbach 50° 5′ N, 9° 9′ O
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| Höhe: | 159 (150–342) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,18 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 934 (1. Jan. 2022)<ref name="Einwo">Ortsteile. Abgerufen am 4. August 2022.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 428 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 63776 | |||||
| Vorwahl: | 06029 | |||||
Gemeindeteil und Gemarkung Niedersteinbach Datei:View-zoom-in.svg
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Niedersteinbach ist ein Gemeindeteil des Marktes Mömbris im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref>
Geographie
Lage
Das Pfarrdorf Niedersteinbach liegt im Vorspessart an der Kahl, im mittleren Kahlgrund zwischen Mömbris und Michelbach. Auf der gegenüberliegenden Talseite befinden sich Strötzbach und Brücken. Unmittelbar nördlich von Niedersteinbach verläuft die Landesgrenze zu Hessen. Dort liegt am unteren Ende des Teufelsgrundes die zu Freigericht gehörende Siedlung Hüttelngesäß. Nordöstlich von Niedersteinbach befindet sich das Dorf Dörnsteinbach. Durch Niedersteinbach führen die Staatsstraße 2305 und die Kreisstraße AB 18.
Der topographisch höchste Punkt der Dorfgemarkung, die zugleich etwa dem Gebiet der Altgemeinde Niedersteinbach entspricht, befindet sich am Herrenberg, südlich von Dörnsteinbach mit 342 m ü. NHN (Lage)
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}}, der niedrigste liegt an der Mündung des Geiselbaches in die Kahl auf 150 m ü. NHN (Lage)
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}}.<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref> Der nördlichste Punkt der Dorfgemarkung befindet sich zwischen dem Hesselborn und dem nicht mehr bestehenden Rothenberger Hof, der südlichste liegt am Kellersberg oberhalb vom Buchborn. Im Osten reicht die Gemarkung bis zum Gipfel des Herrenberges. Der westlichste Punkt befindet sich an der Geiselbachmündung.<ref name="DE-BY_BV">BayernAtlas der Bayerischen Staatsregierung (Hinweise)</ref>
Durch den Ort verlaufen die Bahnstrecke der Kahlgrundbahn, der Kahltal-Spessart-Radweg, und der Fränkische Marienweg.
Gemarkung
Die Gemarkung Niedersteinbach hat eine Fläche von 2,183 km². Sie ist in 1964 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1111,66 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Niedersteinbach (090324). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 31. März 2026.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 31. März 2026.</ref>
Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Niedersteinbach:<ref name="Gemarkung"/>
| Michelbach | Omersbach und Neuses (mit Hüttelngesäß) |
Dörnsteinbach |
| Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt | ||
| Mömbris (mit Brücken und Strötzbach) |
Mensengesäß |
Name
Der zweite Namensteil von Niedersteinbach leitet sich von dem Bach Steinbach ab,<ref name="CDMM">Chronik des Marktes Mömbris</ref> der auch durch Dörnsteinbach fließt und beiden Dörfern ihre Namen gab. Er verläuft durch den Alten Grund und mündet in Niedersteinbach in die Kahl. Der Zusatz „Nieder“ entstammt einer Zeit, in der der Ort „Steinbach“ aus den drei einzelnen Dörfern „Obersteinbach“, „Mittelsteinbach“ und „Niedersteinbach“ bestand. Der Name ging von Niedersteinbach auf den gesamten und mittlerweile geschlossenen Ort über.
Im Kahlgründer Dialekt wird der Ort „Stoamich“ [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] genannt,<ref name="KW"></ref> was manchmal zu Verwechslungen mit dem naheliegenden Steinbach führt. Deshalb spricht man oft von „Niederstoamich“ (Niedersteinbach) und „Stoamich hinner de Sunn“ (Steinbach hinter der Sonne).
Geschichte
Wann das Dorf entstanden ist, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Nach den vorhandenen Urkunden ist anzunehmen, dass es sich um eine späte Gründung handelt und Ausgang des 13. Jahrhunderts entstanden ist. Vermutlich bestand der Ort aber bereits 1184.
Urkundlich ist Niedersteinbach erstmals 1325 genannt, als es noch zum Landgericht Krombach gehörte und dann mit diesem als Lehen des Erzbistums Mainz an die Grafen von Rieneck kam.
Die Rienecker wiederum gaben es als Unterlehen an die Herren von Büdingen weiter. Nach deren Aussterben fiel Niedersteinbach an die Groschlag von Dieburg.
1666 wurde Niedersteinbach mit den übrigen Orten des Landgerichtes von Philipp Erwein von Schönborn erworben und blieb bis 1803 im Besitz seiner Nachkommen. Durch den österreichischen Staatsvertrag kam der Ort schließlich 1816 zum Königreich Bayern.
Die Gemeinde Niedersteinbach gehörte zum Bezirksamt Alzenau, das am 1. Juli 1862 gebildet wurde. Dieses wurde am 1. Januar 1939 zum Landkreis Alzenau in Unterfranken. Am 1. Juli 1972 wurde Niedersteinbach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Mömbris eingemeindet.<ref></ref>
Niedersteinbach, das bis um 1900 aus den drei Dörfern Obersteinbach, Mittelsteinbach und Niedersteinbach bestand,<ref>Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein Blatt: 10</ref> hat durch regen Hausbau die Ortslücken geschlossen und erscheint jetzt als zusammenhängendes Straßendorf.<ref name="CDMM" /> Heute erinnern die Namen Oberdorf, Mitteldorf und Unterdorf an die drei einzelnen Dörfer.
Baudenkmäler
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Literatur
- Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung (Hrsg.): Heimatjahrbuch Unser Kahlgrund, 1956–2024
- Arbeitsgemeinschaft für Heimatforschung (Hrsg.): Bildstöcke und Flurdenkmäler des Landkreises Alzenau, 1971
- Eichelsbacher, Josef August: Heimatbuch des Kahlgrundes, I.Teil, Geschichte und Sagen, 1928
- Eichelsbacher, Josef August: Heimatbuch des Kahlgrundes, II.Teil, Land und Leute, 1930
- Griebel, Emil: Chronik des Marktes Mömbris, 1982
- Heimat- und Geschichtsverein Mömbris e. V.: Beiträge zur Geschichte der Marktgemeinde Mömbris, Band 1 (1991) bis Band 9 (2023).
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Unser Kahlgrund Heimatjahrbuch für den ehemaligen Landkreis Alzenau
Einzelnachweise
<references />
Angelsberg | Brücken | Daxberg | Dörnsteinbach | Flederichsmühle | Fronhofen | Großhemsbach | Gunzenbach | Hauhof | Heimbach | Hohl | Kaltenberg | Kleinhemsbach | Königshofen a.d.Kahl | Mensengesäß | Molkenberg | Mömbris | Niedersteinbach | Rappach | Reichenbach | Rothengrund | Schimborn | Strötzbach
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ort im Landkreis Aschaffenburg
- Ortsteil von Mömbris
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Aschaffenburg)
- Ersterwähnung 1325
- Gemeindeauflösung 1972
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Aschaffenburg