Zum Inhalt springen

Niebelschütz (Adelsgeschlecht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wappen derer von Niebelschütz
Wappen derer von Niebelschütz

Niebelschütz ist ein Geschlecht des schlesischen Uradels, das in Niederschlesien und der Oberlausitz weit verbreitet war und das bis heute fortbesteht.

Geschichte

Das Geschlecht leitet seinen Namen vom Stammsitz Nebelschütz bei Kamenz in der Oberlausitz ab und erschien erstmals urkundlich am 3. Februar 1289 mit Peter de Nebelsicz,<ref>Ratsarchiv der Stadt Sprottau. vgl. Peter de Nebelsicz, in: Regesten zur Schlesischen Geschichte, (1281 bis 1290), Hrsg. Verein für Geschichte und Alterthum Schlesien, C. Grünhagen, Josef Max & Comp., Breslau 1879, S. 124. f.</ref> mit dem auch die Stammreihe beginnt. Er war im Gefolge des Herzogs Konrad von Schlesien und Sagan.<ref>... im Gefolge Herzog Konrads von Sagan, in: Ad. M. Hildebrandt: Vierteljahresschrift für Heraldik, Sphragistik, und Genealogie 1886, XIV. Jahrgang, 37. Die von Niebelschütz, Hrsg. Herold (Verein), Carl Heymanns Verlag, Berlin 1886, S. 476.</ref> Die Niebelschitz verfügten bis 1945 über weitreichenden Grundbesitz in Niederschlesien. So waren z. B. Gleinitz mit Taubemühle seit 1446 und Stummberg Herzogtum Glogau seit 1460 in Familienbesitz. Metschlau im späteren Landkreis Sprottau war seit 1794 im Besitz der Familie,<ref>Walter von Hueck, Klaus von Andrian-Werburg: Genealogisches Handbuch des Adels, A, Band XXIII, Band 106 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1994, S. 370, 371 u. 376. ISBN 3-7980-0700-4.</ref> Dahme bei Wohlau seit 1859.<ref>Glogow. Dolny Ślask-dziedtictwo przeslłości utrawalone w zabytkach. Niederschlesien-die Erbschaft der Vergangenheit in Denkmälern verewigt.</ref> Der Stammsitz des Adelsgeschlechts mit Schloss Gleinitz war lange Familienfideikommiss, dann wandelte es der Landesälteste Ernst von Niebelschütz vor 1882 in ein Allodialgut um. Letzte Eigentümer waren Alessa von Niebelschütz und dann seit 1922 ihr Cousin, der Fregattenkapitän Ernst von Niebelschütz und Gleinitz.

Wappen

In Blau zwei einander zugekehrte silberne Schwanenköpfe mit langen gebogenen Hälsen und roten Schnäbeln. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken eine mit drei (blau-silber-blau) Straußenfedern besteckte und von den Schwanenhälsen beseitete rote Säule.<ref>Christoph Franke: GHdA-Adelslexikon, Band IX, Band 116 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1998, S. 413–414. ISBN 3-7980-0816-7.</ref>

Angehörige

Literatur

Einzelnachweise

<references />