Nicolaaskerk (IJsselstein)
Die Nicolaaskerk oder Hervormde Kerk (Reformierte Kirche) ist das Kirchengebäude einer reformierten Gemeinde innerhalb der Protestantischen Kirche in den Niederlanden in der Stadt IJsselstein. Die Kirche ist seit dem Jahr 1970 als Rijksmonument eingestuft.<ref>Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed</ref>
Geschichte
IJsselstein gehörte pfarrlich ursprünglich zu Eiteren. 1310 wurde die Nikolauskirche geweiht und zur Pfarrkirche erhoben. 1398 wurde hier ein Kollegiatstift mit acht Kanonikern eingerichtet. Von 1532 bis 1535 errichtete Alessandro Pasqualini den Kirchturm in Formen der Renaissance, eine Einzigartigkeit in den nördlichen Niederlanden. 1568 brannte die Turmspitze nach einem Blitzeinschlag ab. 1577 übernahmen die Protestanten die Kirche, die die überkommene Ausstattung entfernten. 1911 wurden Kirche und Turm durch Brand schwer beschädigt. Der Turm erhielt in den Jahren 1921 bis 1923 nach einem Entwurf des Amsterdamer Architekten Michel de Klerk einen modernen Abschluss.
Architektur
Die Nikolauskirche wurde zunächst als backsteingotische Hallenkirche und nachfolgend um ein Querhaus mit anschließendem spätgotischen Umgangschor erweitert. Die Organisation des Raumes geschieht durch Arkaden über Rundpfeilern, auf denen im Mittelschiff ein mit dem Dachstuhl verzimmertes hölzernes Tonnengewölbe ruht, während die Seitenschiffe mit Viertelkreistonnen, im Chorumgang mit Stichkappen über den übergiebelten Fenstern, gedeckt sind.
Der in Renaissanceformen ausgeführte Kirchturm wird in seinem Unterbau durch die Supraposition der drei klassischen Säulenordnungen bestimmt, darüber erhebt sich ein dreiteilig gestufter Oktogonaufsatz mit Kronenabschluss.
Ausstattung
Entsprechend ihrer Funktion als Herrschaftskirche der Baronie IJsselstein befinden sich im Chor die Grabmonumente des Stifters der Kirche, Gijsbrecht van IJsselstein († 1342/43) und Bertha van Heukelom († 1322) und ihres Sohnes Arnold († 1363) mit Bertha van Heukelom († um 1347) sowie der Aleid van Culemborg († 1471), der Gattin des Frederik van Egmond van IJsselstein.
Orgel
Die heutige Orgel wurde 1971 von der Orgelbaufirma Gebr. Van Vulpen in Utrecht nach dem Vorbild ihrer 1966 im Bremer Dom geschaffenen Bach-Orgel erbaut und ihre ursprüngliche Disposition nachfolgend in mehreren Ausbauschritten, namentlich durch das Brustwerk (2002), erweitert. Das Schleifladen-Instrument hat 33 Register auf drei Manualwerken und Pedal. Die Trakturen sind mechanisch.<ref>Informationen zur Orgel (niederländisch)</ref>
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- Koppeln: II/I, III/I, I/P, II/P, III/P
Einzelnachweise
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Weblinks
Koordinaten: 52° 1′ 15,8″ N, 5° 2′ 43,2″ O
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