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Nick Carter (Sänger)

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Datei:Nick Carter Photo Op GalaxyCon Raleigh 2023.jpg
Nick Carter (2023)

Nickolas Gene „Nick“ Carter (* 28. Januar 1980 in Jamestown, New York) ist ein US-amerikanischer Sänger. Als Mitglied der Boygroup Backstreet Boys ist er seit den 1990er Jahren erfolgreich. 2002 veröffentlichte er seine erste Soloplatte.

Familie

Nick Carter wurde 1980 als ältester Sohn von Robert Gene Carter und Jane Elizabeth Spaulding in Jamestown im Bundesstaat New York geboren. Er hatte vier Geschwister. Aus einer früheren Ehe seines Vaters stammt eine ältere Halbschwester. Nachdem sich seine Eltern 2003 hatten scheiden lassen, heiratete Robert Carter erneut und bekam 2005 mit seiner jetzigen Frau einen weiteren Sohn.

Nick Carters im November 2022 verstorbener Bruder Aaron war ebenfalls im Musikgeschäft tätig. Auch seine Schwester Leslie war Musikerin, sie starb am 31. Januar 2012 im Alter von 25 Jahren.<ref> Überraschender Todesfall: Nick Carters Schwester ist gestorben vom 1. Februar 2012</ref> Carter, der gerade mit seinem Solo-Album auf Tour war, setzte die Tournee fort und widmete seiner Schwester den Rest dieser Tour.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nach dem Tod der Schwester: Nick Carter setzt seine Tour fort (Memento vom 3. September 2013 im Internet Archive) vom 2. Februar 2012</ref> Am 23. Dezember 2023 starb seine Schwester Bobbie Jean Carter im Alter von 41 Jahren aus noch ungeklärter Ursache.<ref>Schwester von Aaron und Nick Carter stirbt mit 41 Jahren. In: gala.de, 24. Dezember 2023, abgerufen am 24. Dezember 2023.</ref>

Seit 2014 ist er mit der Schauspielerin und Filmproduzentin Lauren Kitt Carter verheiratet. 2016 wurde er Vater eines Sohnes; 2019 und 2021 folgten Töchter.<ref>Nick Carter and Lauren Kitt Debut 3rd Child, a Baby Girl: Family Photo. In: usmagazin.com. 21. April 2021, abgerufen am 27. April 2021.</ref>

Leben und Karriere

Datei:Backstreet Boys Concert - Nick Carter Singing Incomplete.jpg
Nick Carter (2008)

Mitte der 1980er Jahre zogen die Carters von New York nach Florida, dort nahm er an verschiedenen Castings für Werbespots, Filme und Fernsehen teil, die ihm bereits im frühen Alter kleinere Rollen wie in Edward mit den Scherenhänden einbrachten. Zur gleichen Zeit machte er erste Erfahrungen auf der Bühne und im Tonstudio. 1993 wurde der damals 13-jährige zum jüngsten Mitglied der Boygroup Backstreet Boys, die 1995 ihren Durchbruch hatte. Carter wurde zum populärsten Mitglied der Gruppe und zum Teenager-Idol.

2002 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum Now or Never. Von 2003 bis 2004 führte er eine Beziehung mit der Hotelerbin Paris Hilton, das in dieser Zeit entstandene „Paris“-Tattoo ließ er später mit einem Totenkopf und dem Schriftzug „Old habits die hard“ (Alte Gewohnheiten lassen sich schwer ablegen) überdecken.

Mitte des Jahres 2006 bezog Carter mit seinen vier Geschwistern ein Haus in Los Angeles, um im Rahmen der Reality-Serie House of Carters bestehende familiäre Probleme in den Griff zu bekommen. Es wurden Wiederannäherungsversuche zwischen ihm und seinen Geschwistern sowie zu seiner Mutter gezeigt, zu der er wegen Streitigkeiten seit mehreren Jahren keinen Kontakt mehr gepflegt hatte.

Im September 2006 sorgte Carter für Aufsehen, als er in der US-Radiosendung von Howard Stern offenbarte, dass er während seiner Schulzeit mit seiner damaligen Schulkameradin Debra Lafave anderthalb Jahre lang liiert gewesen sei und während dieser Zeit auch seine Jungfräulichkeit verloren habe. Lafave, die später als Lehrerin arbeitete, wurde wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener angeklagt, da sie eine intime Beziehung zu einem 14-jährigen Schüler gepflegt hatte.

2008 erklärte Carter, dass er jahrelang drogen- und alkoholsüchtig gewesen sei, aber seine Sucht nun überwunden habe. Nachdem ihm sein Arzt eine Erkrankung des Herzmuskels bescheinigt hatte, habe er sein Leben radikal geändert. Er gehe ins Fitnessstudio, ernähre sich gesund und trinke keinen Alkohol mehr.<ref>Nick Carter: Drogen hätten ihn fast umgebracht. In: DiePresse.com. 6. Februar 2009, abgerufen am 19. Januar 2018.</ref> Im November 2015 belegte er in der US-Tanzshow Dancing with the Stars den 2. Platz. Im selben Monat veröffentlichte er sein drittes Soloalbum mit dem Titel All American. Im Januar 2016 wurde er in Florida wegen einer Prügelei verhaftet. Dies war nach 2002 (wegen Verweigerung von polizeilichen Anweisungen) und 2005 (wegen Trunkenheit am Steuer) seine dritte Verhaftung.

Melissa Amber Schuman, die ehemalige Sängerin von Dream, warf ihm 2017 vor, sie 15 Jahre zuvor vergewaltigt zu haben. Carter sagte, dass sämtliche Handlungen einvernehmlich gewesen seien.<ref>dpa: Popsängerin beschuldigt Nick Carter der Vergewaltigung. In: FAZ.net. 22. November 2017, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref> Die Anschuldigungen sind verjährt.<ref>Isabella Caldart: Backstreet Boys in Deutschland: Die nicht so heile Welt der Boys. In: taz.de. 21. Oktober 2022, abgerufen am 7. März 2024.</ref> Carter erreichte im Dezember 2020 als Krokodil in der vierten Staffel der US-amerikanischen Version von The Masked Singer den dritten Platz.<ref>Zach Seemayer: 'The Masked Singer': The Mushroom Gets Unmasked! - Live Updates. In: Entertainment Tonight. 16. Dezember 2020, abgerufen am 17. Dezember 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Dezember 2022 wurden erneut Vorwürfe des sexuellen Übergriffs gegen ihn laut.<ref>Eva Thöne: (S+) Nick Carter und die Übergriffsvorwürfe: Das Ende der Neunziger. In: Der Spiegel. 10. Dezember 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 11. Dezember 2022]).</ref>

Diskografie

Studioalben

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Kompilationen

  • 2002: Before the Backstreet Boys 1989–1993

Singles

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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Goldene Schallplatte

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Filmografie

  • 1990: Edward mit den Scherenhänden (Edward Scissorhands) (Nachbarschaft; nicht genannt)
  • 1990: Judgement (nicht genannt)
  • 1998/1999: Saturday Night Live
  • 2002: American Dreams
  • 2003: American Juniors
  • 2003: Meine wilden Töchter
  • 2004: The Hollow
  • 2005: Brew (wurde nie fertiggestellt)
  • 2006: House of Carters (Reality-TV-Serie, 8 Folgen, wurde bisher nur in USA ausgestrahlt)
  • 2008: Fast Glass (ein Pilotenactionfilm, bisher noch nicht ausgestrahlt)
  • 2010: The Pendant
  • 2010: Kill Speed – Lebe schnell ... stirb jung!
  • 2012: 90210 (1 Folge)
  • 2013: Das ist das Ende (Cameo mit den Backstreet boys)
  • 2015: Backstreet Boys: Show 'Em What You’re Made Of (Dokumentarfilm über die Backstreet Boys)
  • 2016: Dead 7 – Sie sind schneller als der Tod (Dead 7)

Weblinks

Commons: Nick Carter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

<references />

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