Nichtverfügbarkeit
Die Nichtverfügbarkeit ist eine Zuverlässigkeitskenngröße und kommt im Zuverlässigkeitsmodell – beispielsweise dem Fehlerbaum – für sogenannte stand-by-Komponenten zur Anwendung.<ref name="PSA Methoden">vgl. [1] (PDF-Datei; 2,72 MB), BfS: Methoden zur probabilistischen Sicherheitsanalyse für Kernkraftwerke, Dez. 1996, BfS-KT-16-97, Kap. 3.2.5.2. und Anhang C1.1.</ref><ref name="PSA Daten"> Daten zur Quantifizierung von Ereignisablaufdiagrammen und Fehlerbäumen, März 1997, BfS-KT-18/97, Kap. 2.1.4 und 6.3. (Nichtverfügbarkeiten für Brandschutzeinrichtungen).</ref> Dabei zählen zu den stand-by-Komponenten z. B. der Notstromdiesel bei Stromausfall, der Brandmelder und die Feuerlöschpumpe im Brandfall.<ref name="PSA Daten" /> Im Anforderungsfall soll die Komponente in Funktion treten, die dann entweder verfügbar oder nicht verfügbar ist.
Beispiele der Nichtverfügbarkeitsgrößen technischer Komponenten nach:<ref name="PSA Daten" />
- Automatischer Brandmelder: <math>3{,}5 \cdot {10}^{-5}</math> bis <math>1{,}3 \cdot {10}^{-3}</math>
- Stationäre Feuerlöschpumpe: <math>8{,}5 \cdot {10}^{-4}</math> bis <math>3{,}5 \cdot {10}^{-2}</math>
Die Nichtverfügbarkeit ist das Komplement zur Verfügbarkeit.<ref>VDI 4001, Blatt 2 und VDI 4010, Blatt 1.</ref> Beide Größen werden als qualitative wie auch quantitative Eigenschaften einer Komponente definiert:
Nichtverfügbarkeit: „Fähigkeit bzw. Wahrscheinlichkeit, eine Einheit zu einem vorgegebenen Zeitpunkt in einem nicht-funktionsfähigen Zustand anzutreffen.“<ref>VDI 4001, Blatt 2 und VDI 4010, Blatt 1 und IEV 191.</ref>
Die Verknüpfung der Wahrscheinlichkeitsgrößen von Verfügbarkeit (v) und Nichtverfügbarkeit (n) ergibt sich aus folgender Gleichung:
- <math>v=1-n</math>
Literatur
- VDI 4001, Blatt 2, Terminologie der Zuverlässigkeit, Juli 2006
- VDI 4010, Blatt 1, Überblick über Zuverlässigkeitsdatensysteme (ZDS), März 1997
- IEV 191-02-05, Deutsche Online-Ausgabe des IEV [2]
Einzelnachweise
<references />