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Nicht dran denken

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Nach der Präsentation auf verschiedenen internationalen Filmfestivals im Herbst und Winter 2007 gelangte der Film ab Frühjahr 2008 in mehreren europäischen Ländern sowie in Australien in den Verleih. In Deutschland wurde er ab 21. August, in Österreich ab 22. August in Kinos gezeigt.

Handlung

Stefano Nardini, alternder Punkmusiker in Rom, nimmt eine unangekündigte Auszeit bei seiner lange nicht mehr besuchten Familie in Rimini. Dort wird er herzlich empfangen, stellt jedoch Veränderungen fest: Stefanos Schwester Michela hat ihr Studium zugunsten eines Jobs in einem Delfinarium abgebrochen. Ihr Vater Walter hat die Führung der familieneigenen Konservenfabrik komplett auf Stefanos Bruder Alberto übertragen, der diese jedoch von seiner Familie unbemerkt im Gefolge seiner Scheidung an den Rand des Ruins geführt hat. Stefano wird unfreiwillig zur Problemlösung involviert.

Die drei Geschwister versuchen, (frühere) Bekannte – den Direktor der örtlichen Bank, den regionalen Gewerkschaftsführer und den aufstrebenden Jungpolitiker Paolo Guidi – zur Hilfe zu bewegen, scheitern jedoch an deren Unwille oder, im Fall Guidis, an dessen offenbarter Machtlosigkeit. Parallel dazu sucht Alberto Trost bei der ihm als Cousine seines Freundes Carlo vorgestellten Nadine, einem Callgirl. Er verliebt sich in sie und plant, selbst nachdem er von ihrem Beruf und den Umständen ihres Kennenlernens erfahren hat, gar, sie zu heiraten. Michela und Paolo Guidi nehmen während der Versuche, das Nardini-Familienunternehmen zu retten, ihre frühere, geheim gehaltene Beziehung wieder auf.

Walter Nardini, der sich unbemerkt von seinen Kindern über die Lage des Unternehmens informiert, arrangiert währenddessen beiläufig auf dem Golfplatz mögliche finanzielle Unterstützung. Er legt Stefano nahe, seine eigenen Pläne fortzuführen und nach Rom zurückzukehren. Stefano verlässt Rimini, die weitere Entwicklung seiner Musikkarriere und des Familienunternehmens bleiben im Film jedoch offen.

Kritik und Rezeption

Nicht dran denken erhielt in deutschsprachigen Medien überwiegend positive Kritiken. So nennt Die Presse den Film „einen kleinen Lichtblick im zuletzt eher dunklen Reich der italienischen Filmkomödie“<ref>„Nicht dran denken“: Köpferl aus dem Sand, Die-Presse-Printausgabe vom 23. August 2008</ref>, während Der Standard von einer „angenehme[n] Überraschung, ein[em] freundliche[n] Film“ spricht.<ref>Ja, darf das wahr sein, Der-Standard-Printausgabe vom 23. August 2008</ref> In der Kritik des Deutschlandradios ist Nicht dran denken „kein großer, aber ein durchaus sympathischer Film“<ref>Radiofeuilleton: Filme der Woche, Deutschlandradio vom 20. August 2008</ref>, für die Frankfurter Rundschau der Beweis, „dass Familienkomödien der Gipfel der Kunst sein können, wenn sie nicht vom deutschen Fernsehen produziert werden“.<ref>Italienische Momente, Frankfurter Rundschau vom 20. August 2008</ref> Die Berliner Morgenpost konstatiert dem Film eine „feine Mischung aus Slapstick, Melancholie und einem wunderbar selbstironischen Hauptdarsteller“.<ref>Familienrettung, Berliner Morgenpost vom 21. August 2008</ref>

Auszeichnungen

  • Internationale Filmfestspiele von Venedig 2007: FEDIC-Auszeichnung, Pasinetti-Auszeichnung „Bester Film“, Young Talent Award
  • Preis der italienischen Filmkritik (F.I.C.C.) 2007
  • Festival du Cinéma Italien d’Annecy 2007: Sergio Leone-Auszeichnung
  • Bozner Filmtage 2008: Bester Spielfilm

Weblinks

Einzelnachweise

<references />