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New Yorker (Unternehmen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
New Yorker SE

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | New Yorker.svg
Rechtsform SE
Gründung 1971
Sitz Braunschweig, Deutschland[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Deutschland
Leitung
  • Michael Kellerbach (AR-Vors.)<ref name="BZ2024" />
  • Sophie Olga Knapp (stellvertretende AR-Vors.)<ref name="BZ2024" />
Mitarbeiterzahl 25.029 (Ø 2024)<ref name="unternehmensregister-2024">Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2024 im Bundesanzeiger</ref>
Umsatz 3,1 Mrd. Euro (2024)<ref name="unternehmensregister-2024"/>
Branche Textilhandel
Website newyorker.de
Stand: 31. Dezember 2024
Datei:Zentrale bs.jpg
New-Yorker-Zentrale in Braunschweig
Datei:Store bs.jpg
New-Yorker-Filiale in Braunschweig

Die New Yorker SE (Eigenschreibweise: NEW YORKER) ist die Konzernobergesellschaft eines Textileinzelhändlers mit Hauptsitz in Braunschweig.

Der Konzern befand sich bis zu dessen Tod vollständig im Besitz von Friedrich Knapp.

Geschichte

Im Jahr 1971 eröffneten Tilmar Hansen und Michael Simson die erste New-Yorker-Filiale als Jeansgeschäft in der Flensburger Innenstadt. Später kam Friedrich Knapp dazu, der in Braunschweig ein Jeansgeschäft („Jeans Fritz“) hatte. Von da an hieß die Firma SHK-Jeans GmbH. Im Jahr 1990 verließ Simson das Unternehmen wieder und war nur noch als Eigentümer einiger Immobilien, in denen sich New-Yorker-Filialen befanden, mit dem Unternehmen in Kontakt. 1992 wurde die Marke „Fishbone“ eingeführt, die aus einer Damen- und einer Herrenlinie besteht. Zwei Jahre später, 1994, wurde in Linz in Österreich die erste ausländische Filiale eröffnet.<ref>Martina Michalsky: New Yorker: Modegigant mit Geheimnissen. In: fashionunited.de. Abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Am 1. September 2001 ließ sich der Gründer Tilmar Hansen auszahlen und verließ das Unternehmen.

Für die große Filiale in Braunschweigs Innenstadt im Gebäude des ehemaligen Kaufhauses Adolf Frank wurde im Jahr 2007 eine LED-Wand mit einer Fläche von 85 Quadratmetern an die Fassade montiert, auf der neben Eigenwerbung des Unternehmens auch Kulturereignisse, Sport- und Musikveranstaltungen, Nachrichten u. ä. gezeigt werden. Das Projekt umfasste außerdem eine Sanierung des Gebäudes selbst, welches nach dem Umbau ein „Geschäftshaus für junge Mode“ sein soll.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Braunschweig bekommt eine der größten Videowände Europas. (Memento vom 15. Oktober 2007 im Internet Archive) In: newsclick.de, 12. September 2007.</ref>

New Yorker ist seit November 2011 Eigentümer der FFC Sportmanagement GmbH & Co. KG, die die American-Football-Mannschaft New Yorker Lions betreibt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />New Yorker ab sofort Alleingesellschafter. (Memento vom 7. Februar 2017 im Internet Archive) In: newyorker-lions.de, 26. November 2011.</ref>

Diese wurde schrittweise nach seinem Tod und dem Rückzug aufgelöst, die New Yorker Lions wurden wieder in Braunschweig Lions umbenannt und in den 1. FFC Braunschweig e.V. zurückgeführt.<ref>Die Braunschweig Lions sind zurück. In: facebook.com. 31. Oktober 2025, abgerufen am 13. April 2026.</ref>

2014 wurden nahezu ⅔ des Umsatzes im Ausland erzielt.<ref>Robert von Lucius: New Yorker kommt aus der deutschen Provinz. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 18. April 2014, abgerufen am 29. Juli 2017.</ref> Stand 2025 besaß das Unternehmen über 1300 Filialen in über 45 Ländern.<ref>About us. In: newyorker.de. NEW YORKER Marketing & Media International GmbH, abgerufen am 2. Dezember 2025.</ref>

Das Sortiment besteht aus den Eigenmarken fishbone (oder auch FSBN), smog, ICONO und Black Squad (Männerbekleidung) sowie fishbone sister und amisu (Damenbekleidung) und censored (Unterwäsche und Schwimmbekleidung).

Kritik

Im Februar 2015 wurde das Unternehmen mit dem Vorwurf konfrontiert, gezielt gegen die Gründung von Betriebsräten vorzugehen. Die Frankfurter Rundschau berichtete diesbezüglich in Verbindung mit der Schließung der Filiale in Offenbach am Main. So soll die dortige Filiale kurz nach Gründung eines Betriebsrates in eine externe Gesellschaft (New Yorker Outlet GmbH) ausgegliedert und schließlich liquidiert worden sein.<ref>Silvia Bielert: New-Yorker: Betriebsrat unerwünscht? In: fr-online.de, 25. Februar 2015, abgerufen am 7. August 2016.</ref> Auch die Filiale in Hannover ist 2019 im Zusammenhang mit der Gründung eines Betriebsrats geschlossen worden, um kurz darauf wieder zu eröffnen.<ref>Martin Mehringer: New Yorker-Inhaber Friedrich Knapp ist verstorben. In: Manager Magazin. 15. November 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. November 2024;.</ref>

Im November 2017 wurden Offshore-Aktivitäten des Unternehmens im Rahmen der „Paradise Papers“-Recherchen bekannt. Demnach wurde versucht, die Flugzeuge des Unternehmens über Mittelsmänner steuerlich auf den Kaiman-Inseln zu betreiben.<ref>Die deutschen Fälle in den Paradise Papers. In: sueddeutsche.de. 7. November 2017, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 19. November 2017]).</ref><ref>Mayday. In: Sueddeutsche.de. Abgerufen am 19. November 2017.</ref>

Weblinks

Commons: New Yorker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege

<references />