Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Levomepromazin – Wikipedia Zum Inhalt springen

Levomepromazin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Neurocil)
Strukturformel
Datei:Levomepromazin-Strukturformel m. Stereochemie.png
Allgemeines
Freiname Levomepromazin
Andere Namen

(R)-[3-(2-Methoxyphenothiazin-10-yl)-2-methylpropyl]-N,N-dimethylamin

Summenformel C19H24N2OS
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 200-495-5
ECHA-InfoCard 100.000.450
PubChem 72287
ChemSpider 65239
DrugBank DB01403
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N05AA02

Wirkstoffklasse

Antipsychotikum, Phenothiazine

Eigenschaften
Molare Masse 328,47 g·mol−1
pKS-Wert

9,19<ref name="ChemIDplus" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (20 mg·l−1 bei 25 °C)<ref name="ChemIDplus" />

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="LGC Standards"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Levomepromazine Hydrochloride. (Memento vom 31. Oktober 2016 im Internet Archive; PDF) LGC Standards.</ref>

Hydrochloride

Datei:GHS-pictogram-exclam.svg

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​317
P: 261​‐​280​‐​321​‐​301+312​‐​363​‐​501<ref name="LGC Standards" />
Toxikologische Daten

1100 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="ChemIDplus">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Levomepromazin ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Phenothiazine, der in der Psychopharmakotherapie eingesetzt wird. Es handelt sich um ein niederpotentes (schwaches) Antipsychotikum, das als starkes Sedativum dient.

Wirkprofil

Als niederpotentes Neuroleptikum mit einer neuroleptischen Potenz von 0,5<ref>Neuro-Psychopharmaka Ein Therapie-Handbuch. Springer Vienna, Vienna 1998, ISBN 3-7091-7327-2, doi:10.1007/978-3-7091-6458-7 (springer.com [abgerufen am 16. März 2024]).</ref> steht bei Levomepromazin die sedierende Komponente im Vordergrund des Wirkspektrums; die antipsychotischen Eigenschaften sind eher gering. Angezeigt ist Levomepromazin u. a. bei psychomotorischen Erregungszuständen. Weiterhin wird es in der Kombinationstherapie bei starken und/oder chronischen Schmerzen verwandt.

Pharmakodynamik

Levomepromazin hemmt Dopamin (D2 und D4) -Rezeptoren, Serotoninrezeptoren (5HT2A) und Histamin1-Rezeptoren (H1) sowie muskarinerge Acetylcholinrezeptoren (AChM).

Indikationen

Levomepromazin ist zur Anwendung zugelassen bei Erregungszuständen, die im Rahmen psychotischer Störungen oder bei Manie auftreten.

Als Besonderheit unter den Phenothiazinen besteht daneben noch die Indikation für die Kombinationstherapie schwerer bzw. chronischer Schmerzen.

Obwohl keine randomisierten und kontrollierten Studien existieren, wird Levomepromazin in der Palliativmedizin häufig zur Sedierung bei terminaler Agitation/Unruhe und als Reservemedikament zur Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt.<ref>Cochrane Database Syst Rev. 2015 Nov 2;(11):CD009420. doi:10.1002/14651858.CD009420.pub3.</ref>

Darreichungsformen, Dosierung

Levomepromazin liegt in Handelspräparaten in Form von Tabletten und Tropfen/Lösung zum Einnehmen sowie als Injektionslösung vor.

Die mittlere Tagesdosis beträgt 30–75 mg (stationär maximal 300 mg pro Tag). Die Tagesdosis soll dabei auf mehrere Gaben verteilt werden, wobei die Hälfte oder ein größerer Teil am Abend verabreicht werden soll.

Nebenwirkungen

Chemie

Die Synthese von Levomepromazin ist in der Literatur beschrieben.<ref name="Kleemann">Axel Kleemann, Jürgen Engel, Bernd Kutscher, Dieter Reichert: Pharmaceutical Substances. 4. Auflage. 2 Bände. Thieme-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-13-558404-6, S. 1168–1169; seit 2003 online mit halbjährlichen Ergänzungen und Aktualisierungen.</ref> Levomepromazin wird ausschließlich enantiomerenrein in der (R)-Form arzneilich verwendet.

Handelsnamen

Monopräparate
Levium (D), Neurocil (D), Nozinan (A, CH), diverse Generika (D)

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein