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Neuendorf bei Potsdam

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Neuendorf (früher Neuendorf bei Potsdam) ist eine Ortslage in Babelsberg, Stadtteil von Potsdam. Das erstmals 1375 erwähnte Dorf wurde 1907 nach Nowawes eingemeindet und vollzog dessen weitere Entwicklung mit. Der Dorfkern blieb im Stadtbild ersichtlich.

Datei:Neuendorf bei Potsdam 6.jpg
Der Neuendorfer Anger mit der achtecki­gen, um die Jahr­tau­send­wen­de wie­der auf­ge­bau­ten Al­ten Neu­en­dor­fer Kir­che; Fo­to­gra­fie vom Fe­bru­ar 2013

Geografie

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Geografische Lage

Landschaftlich liegt Neuendorf im Teltow.<ref>Gerd W. Lutze (Autor), Lars Albrecht, Joachim Kiesel, Martin Trippmacher (Landschaftsvisualisierung): Naturräume und Landschaften in Brandenburg und Berlin. Gliederung, Genese und Nutzung. Be.Bra Wissenschaft Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-95410-030-9, Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen. Untergliederung, S. 62–68.</ref> Es ist völlig in Babelsberg aufgegangen. Jedoch lässt sich der ursprüngliche Dorfkern in der Straßenanlage des Neuendorfer Angers gut erkennen.

Oberflächenform

Naturräumlich nutzt der einstige Dorfkern den nordwestlichsten Ausläufer der Teltow-Platte. Er greift bereits in die Nuthe-Niederung aus. Entsprechend umgaben Neuendorf früher auf drei Seiten Fließgewässer.<ref name="WdH15_127–129">Arbeitsstelle Dresden: Potsdam und seine Umgebung. Akademie-Verlag, Berlin 1969, E 2 Babelsberg, Stadtteil von Potsdam. b) Neuendorf, S. 127–129.</ref>

Geschichte

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Mittelalter

Neuendorf entstand zu einem unbekannten Zeitpunkt im Rahmen der Deutschen Ostsiedlung, während des Landesausbaus der Mark Brandenburg. Die aufgesammelten Funde bestanden, außer einer einzigen spätslawischen, aus blaugrauen Scherben der frühdeutschen Zeit.<ref name="WdH15_127–129" /> Die gewählte Siedlungsform des Rundlings, Zugang von Nordosten her, interpretierte die Siedlungsforschung als Plansiedlung. Dazu kam der selbsterklärende Ortsname, der auf ein völlig neu gegründetes Dorf verwies. Dass in ihm kleine, elbslawische Siedlungen zusammengefasst wurden, ließ sich dennoch nicht ausschließen.

Das später als Dorfherr überlieferte Adelsgeschlecht erschien zunächst in der südlichen Nachbargemeinde.<ref name="Bohm1978_62–73">Eberhard Bohm: Teltow und Barnim. Untersuchungen zur Verfassungsgeschichte und Landesgliederung brandenburgischer Landschaften im Mittelalter. Böhlau Verlag, Köln 1978, ISBN 3-412-03878-4 V. Burgen und Vogteien. 2. Beuthen, S. 62–73, hier S. 65–66.</ref> 1284 stellte Heinrich von der Groeben eine Urkunde aus. Sie hielt seine Afterbelehnung vom Kloster Lehnin mit der Drewitzer Heide fest.<ref>Stephan Warnatsch: Geschichte des Klosters Lehnin. 1180–1542. 1. Auflage, Lukas Verlag, Berlin 2000. ISBN 978-3-931836-45-0, D Beziehungen zu weltlichen und geistlichen Gewalten. V Lehnin und der Adel. 2 Gegner. Fußnote 111, S. 105.</ref> Nutheabwärts, kurz vor der Havelmündung mahlte auf der Gemarkung Neuendorfs die Hakenmühle.<ref name="WdH15_170–173">Arbeitsstelle Dresden: Potsdam und seine Umgebung. Akademie-Verlag, Berlin 1969, J 2 Nutheniederung, S. 170–173, hier S. 170.</ref> Für sie staute ein Mühlendamm den Fluss an.<ref name="WdH15_93–95">Arbeitsstelle Dresden: Potsdam und seine Umgebung. Akademie-Verlag, Berlin 1969, A 1 Potsdam. 8. Potsdamer Vorstädte, Schlösser und Gärten. c) Vorstädte südlich vom Park von Sanssouci. Teltower Vorstadt mit Stadtrandsiedlungen im Nuthetal, S. 93–95.</ref> Der Hakendamm querte mehrere, teilweise erst durch ihn entstandene Flussarme,<ref name="WdH15_170–173" /> während die Nuthe sich weiter westlich eine neue Mündung suchte.<ref name="WdH15_93–95" />

Die Verbindung zum anderen Havelufer, zum Flecken Potsdam stellte die 1317 erwähnte, hölzerne [Lange] Brücke her.<ref name="Hahn2003_9–17">Peter-Michael Hahn: Geschichte Potsdams von den Anfängen bis zur Gegenwart. Verlag C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50351-9, Die Anfänge: Kiez und Burgsiedlung, Land- und Amtsstadt, S. 9–17, Lange Brücke: S. 10; Fähre: S. 11; Städtlein: S. 12.</ref> Die Hakenmühle ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) hinterließ 1349 die erste schriftliche Nachricht. Damals verkaufte sie der Falsche Waldemar an die Brüder von Torgau.<ref>Adolph Friedrich Riedel: Riedel’s Codex diplomaticus Brandenburgensis. 1. Haupttheil. 11. Band. In: Codex diplomaticus Brandenburgensis. Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellenschriften für die Geschichte der Mark Brandenburg und ihrer Regenten. 41 Bände, G. Reimer, Berlin 1856, V. Der Markgraf Waldemar, die Herzöge Rudolph und Otto von Sachsen und die Fürsten Albrecht und Woldemar von Anhalt verleihen Boto und Friedrich von Torgow einen von der Gröbenschen Hof zu Grubow, den Kietz bei Potsdam und Geldhebungen aus der Stadt, so wie Stahnsdorf und die Hakenmühle, am 12. Mai 1349, S. 155–156.</ref> Jene und Deren von der Groeben zählten zum märkischen Hochadel – den Schlossgesessenen.<ref name="LB1940_Land1373">Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, Beschreibung der Mark Brandenburg 1373, S. 1–5, hier S. 3.</ref><ref>Joachim Stephan: Der märkische Adel im späten Mittelalter. In: Clemens Bergstedt, Heinz-Dieter Heimann, Knut Kiesant, Peter Knüvener, Mario Müller, Kurt Winkler (Hrsg.): Im Dialog mit Raubrittern und Schönen Madonnen. Die Mark Brandenburg im späten Mittelalter. 1. Auflage, Lukas Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86732-118-1, Die neue adlige Oberschicht: die Schlossgesessenen, S. 298–299.</ref> Letztere gelangten vor 1373 an die havelländische Insel Potsdam ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}).<ref name="LB1940_Land1373" /> Die gleichnamige Burg lag laut Landbuchs Kaiser Karls IV. von 1375 in der Hand des Markgrafen von Brandenburg.<ref>Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, [Die Burgen]. De castris super Obula. Postamp, S. 41–42.</ref> Ihr Zubehör umfasste bis weit ins 14. Jahrhundert hinein als kurfürstliches Jagdrevier und Nutzholzlieferant den Nuthewald.<ref name="Bohm1978_62–73" />

Unfern des Flusses ruhte das Dorf. Das o. g. Urbar von 1375 bezeugte es das erste Mal urkundlich. Im Dorfregister vom Teltow hieß es:<ref>Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Havelland. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1972, Neuendorf bei Potsdam. 4. Erste schriftliche Erwähnung, S. 200.</ref><ref name="LB1940_Neuendorf">Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, Teltow. Nyendorff, S. 89–90.</ref>

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In Neuendorf sind 9 Hufen. Jede gibt {{#if:|12{{{3}}}|{{#if:2|12|{{#if:1|11|⁄}}}}}} Wispel Roggen und {{#if:|12{{{3}}}|{{#if:2|12|{{#if:1|11|⁄}}}}}} Wispel Hafer und 2 Hühner Henning von der Groeben wohnhaft in Burg Beuthen, hat zudem Obergericht von seinem Vater. Es sind 5 Kossätenhöfe, jeder gibt 2 Schilling und 2 Hühner demselben Henning von der Groeben. Hat keinen Krug. Derweil nicht zurückerinnern, dass Herr Markgraf dort irgendetwas hatte.

Im zeitlichen Vergleich fehlte ein Teil des Hufenlands. Spätere Jahre (1450, 1480) berichteten von 11 Hufen, davon 2 wüst. Diese Situation bestand wahrscheinlich bereits anno 1375.<ref>Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Havelland. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1972, Neuendorf bei Potsdam. 7. Wirtschafts- und Sozialstruktur, S. 200–201.</ref> Der besagte Grundherr von Neuendorf hob in 5 weiteren Dörfern.<ref>Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, [Dorfregister], S. 76–411, Henning von der Groeben: Neuendorf bei Potsdam S. 89–90; Wegendorf S. 111; Biesdorf bei Berlin S. 120–121; Blankenfelde bei Berlin S. 123; Tempelfelde S. 138; Niebede S. 178.</ref> Die von der Burg nutheaufwärts aus verwaltete Burgvogtei Beuthen gehörte jedoch seinem Bruder Heinrich von der Groeben. Das schloss die Wälder rechts des Flusses von Thyrow bis zur Hakenmühle mit ein.<ref name="Bohm1978_62–73" /> Die nahe der Wassermühle gelegene Lange Brücke ersetzte inzwischen eine Fähre.<ref name="Hahn2003_9–17" /> Die entsprechende Gerechtsame war für 5 Pfund Brandenburgische Pfennig verpachtet.<ref>Johannes Schultze (Hrsg.): Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375. Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, Czucha. Postamp, S. 200–201, Ibidem transfretum habent consules, ibidem locatum pro 4 talentis denariorum.: S. 201, Z. 2–1 von Postamp von unten.</ref>

Friedrich I. stellte zunächst ab 1411 als Verwalter, dann ab 1415 als Kurfürst die öffentliche Ordnung in der Markgrafschaft wieder her. 1414 belagerte sein Gefolgsmann Hans von Torgau die Burg Beuthen, die von einem Gefolgsmann des Johann von Quitzow, Götz von Predöhl, verteidigt wurde. Nach dem Fall der anderen Quitzow-Burgen Friesack und Plaue übergab Götz von Predöhl die Burg Beuthen kampflos. Im Landfrieden von Tangermünde vom 20. März 1414 verloren die Quitzows alle ihre Besitzungen und Pfänder, darunter sicher die Burg Beuthen (und damit auch Potsdam und Neuendorf?). 1416 verlieh Friedrich I. Burg Beuthen an Peter von Bredow, dem Vormund der von Schlabrendorf, Kinder seiner Tochter, für 1500 Böhmische Groschen, behielt sich jedoch die Wiedereinlösung vor.

Im Jahr 1422 war Neuendorf (und Potsdam) im Besitz des Markgrafen, denn in diesem Jahr verkaufte Friedrich I. Neuendorf und die Hakenmühle für 105 Schock Böhmische Groschen auf Wiederkauf an den köllnischen Bürger Heinrich Gleinik (Glienicke) und seine Ehefrau Katharina Danewitz. Der Verkauf beinhaltete die Gerechtsamen, Renten und Zubehörungen, d. h. das Obergericht, die Frondienste der Bauern und die Abgaben in Höhe von 5 Schock und 24 Böhmischen Groschen, 40 Hühner, 3 Viertel Mohn und 140 Eier, die jährlich am Martinstag (11. November) an den Dorfherrn zu liefern waren. Die Bauern hatten aber das Recht in der Nuthe bis zur Neuen Burg (bei Drewitz) zu fischen, wie sie es schon von alters her getan hatten. Sie durften im Wald am rechten Nutheufer Holz entnehmen, Röhricht schneiden und Zeidlerei betreiben.

Friedrich I. verkaufte 1426 Schloss, Städtchen und Amt Potsdam ebenfalls auf Wiederkauf an die von Lattorf. Dabei gestattete er den Käufern, dass sie auch Neuendorf und die Hakemühle von Heinrich Glienicke wieder einlösen durften. Dies scheint auch geschehen zu sein, denn bei weiteren Verpfändungen Potsdams und des Amts Potsdam war Neuendorf mit eingeschlossen. 1450 gehörte Neuendorf wieder zur Vogtei Potsdam. 2 Hufen lagen wüst, die anderen 9 Hufen gaben jeweils 1{{#if:|12{{{3}}}|{{#if:2|12|{{#if:1|11|⁄}}}}}} Schock [Groschen]. Ein Kossäte musste einen {{#if:|12{{{3}}}|{{#if:2|12|{{#if:1|11|⁄}}}}}} Scheffel Mohn und 6 Hühner abliefern, die anderen vier Kossäten gaben zusammen 12 Groschen. 1449 verlieh Friedrich II. 6 Schock Groschen von den Neuendorfer Abgaben als Leibgedinge für die Frau seines Kammermeisters Georg von Waldenfels.

Neuzeit

Datei:Neuendorf und Nowawes Urmesstischblatt 3644 Potsdam 1835.jpg
Neuendorf bei Potsdam und No­wa­wes auf dem Ur­mess­tisch­blatt von 1835

Im Jahr 1589 lebten sechs Hufner und elf Kossäten im Dorf. Neben diesen beiden bäuerlichen Schichten wurden 1624 noch ein Hirte und ein Paar Hausleute als Einwohner genannt. Der Dreißigjährige Krieg ging auch an Neuendorf nicht spurlos vorbei, wenn auch weniger schlimm als anderswo in der näheren Umgebung. 1654 hatte Neuendorf bereits wieder einen Schulzen, vier Bauern (zwei Höfe lagen wüst) und sechs Kossäten. 1678 wurde am Hakendamm bei der Hakenmühle eine Glashütte errichtet. 1700 wurde sie modernisiert und mangels eines Pächters vom Amt verwaltet. 1736 wurde sie nach Zechlinerhütte verlegt. 1711 waren sechs Bauern, zehn Kossäten, ein Hirte und vier Paar Hausleute in Neuendorf ansässig. 1745 ist erstmals ein Krug, außerhalb des Dorfs gelegen, nachgewiesen.

Auf einem Teil der Gemarkung Neuendorfs begann 1750 die Anlage des Spinnerdorfs Nowawes, das bereits wenige Jahre später Neuendorf in der Einwohnerzahl überflügelte. 1801 wurden in Neuendorf 23 Feuerstellen gezählt. 1840 gab es 31 Wohnhäuser, unter den Wirtschaftsgebäuden auch eine Pappfabrik. Danach wuchs der Ort rasch an. 1860 bestanden bereits 16 Abbauten, d. h. Siedlungen außerhalb des Dorfkerns. Gezählt wurden 3 öffentliche Gebäude, 59 Wohngebäude und 76 Wirtschaftsgebäude, darunter 4 Windmühlen, 1 Dampfmaschinenspinnerei und Tuchfabrik mit Walke und Appretur. 1900 umfasste der Ort 340 Häuser mit über 4000 Einwohnern, Nowawes hatte schon vor 1900 die 10.000-Einwohnermarke hinter sich gelassen. Beide schlossen sich 1907 zu einer Gemeinde zusammen. Damit endet die eigenständige Geschichte Neuendorfs, auch der Name verschwand als eigenständige Verwaltungseinheit.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1624 1734 1772 1801 1817 1840 1858 1895
Einwohner ca. 80–90 131 133 146 121 230 640 4139

Beleg:<ref>Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Havelland. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1972, Neuendorf bei Potsdam. 10. Bevölkerungsziffern, S. 201 (von 1734 bis 1895, 1840 mit Babelsberg, 1858 ohne Babelsberg).</ref>

Bauwerke

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Die Lehmfachwerkhäuser mit Rohrdach wurden erst um 1850 durch massive Steinhäuser ersetzt.<ref name="WdH15_127–129" />

  • Die Bethlehemskirche wurde 1898–1899 nach Plänen von Ludwig von Tiedemann als neugotischer Backsteinbau auf dem Standort der Dorfkirche von 1585 errichtet. In ihrem Turm war ein dreistimmiges Geläut aus Gussstahl-Glocken, die im Bochumer Verein gegossen worden waren, installiert. Eine Inventarliste der Gießerei enthält folgende Angaben: das Ensemble aus Glocken mit Klöppel, Lager, Achsen und Läutehebel kostete in der Herstellung 2269 Mark.<ref name="Plan">Zusammenstellung der nach Berlin und Umgegend gelieferten Geläute; Bochumer Verein, um 1900. Im Archiv der Köpenicker Kirche St. Josef, eingesehen am 6. August 2019.</ref> Im Zweiten Weltkrieg durch Bomberangriffe stark in Mitleidenschaft gezogen, wurden die Reste 1952 gesprengt und beseitigt. Den Grundriss des verschwundenen Gotteshauses markieren Ziegelsteine im Rasen des Neuendorfer Angers.
Glockenplan<ref name="Plan" />
Größe Schlagton Gewicht (kg) unterer
Durchmesser (mm)
Höhe (mm) Inschrift
größte ges 859,5 1260 1120 unbekannt
mittlere b 409,5 0960 0865 unbekannt
kleinste c 297 0890 0800 unbekannt

Religion

Die Neuendorfer waren nach Potsdam eingekircht. Dafür gaben sie dem dortigen Pfarrer das Scheffelkorn, insgesamt 11 Scheffel Roggen, also pro Hufe 1 Scheffel. Das 1585 errichtete Gotteshaus betreute Sankt Nikolai zu Potsdam als Tochterkirche, so 1700 und 1860 ausdrücklich vermerkt. Das Amt Potsdam, später der Fiskus hielten das Patronat. 1871 wurde die Neuendorfer selbst Mutterkirche innerhalb der Superintendentur Potsdam I. 1932 schloss sich die Kirchengemeinde mit der von Nowawes zusammen.

Persönlichkeiten

  • Friedrich Lützow (1881–1964), Vizeadmiral im Zweiten Weltkrieg, Schiffskommandant und Militärschriftsteller
  • Egon Eiermann (1904–1970), geboren in Neuendorf, deutscher Architekt, Möbeldesigner und Hochschullehrer, gilt als einer der bedeutendsten Architekten der Nachkriegsmoderne in der Bundesrepublik

Literatur

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  • Lieselott Enders (Bearbeitung), Margot Beck (Mitarbeit): Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teltow. Mit einer Übersichtskarte im Anhang (= Friedrich Beck [Hrsg.]: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil IV; Veröffentlichungen des Staatsarchivs Potsdam. Band 13). Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1976, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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  • Ernst Fidicin: Geschichte des Kreises Teltow und der in demselben belegenen Städte, Rittergüter, Dörfer etc. (= Die Territorien der Mark Brandenburg oder Geschichte der einzelnen Kreise, Städte, Rittergüter und Dörfer in derselben als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl’s IV. Band I enthält: I. den Kreis Teltow, II. den Kreis Nieder-Barnim). 4 Bände, Verlag von I. Guttentag, Berlin 1857, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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  • Joachim Hermann: Die vor- und frühgeschichtlichen Burgwälle Gross-Berlins und des Bezirkes Potsdam (= Schriften der Sektion für Vor- und Frühgeschichte. Band 9). Akademie-Verlag, Berlin 1960, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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}}{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|451977416}} | | (???)}} }}, S. 1–229.

  • Gerhard Schlimpert: Brandenburgisches Namenbuch. Die Ortsnamen des Teltow (= H. H. Bielfeld, Gerhard Schlimpert, T. Witkowski im Bereich Sprachgeschichte des Zentralinstituts für Sprachwissenschaft der Akademie der Wissenschaften der DDR [Hrsg.]: Brandenburgisches Namenbuch. Teil 3; Berliner Beiträge zur Namenforschung. Band 3). Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1972, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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|{{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}|{{#if:||{{#if:|{{{LT}}}|Digitalisat}}}}}}}}}}Vorlage:WartungsURL in Universitätsbibliothek Potsdam).

  • Wilhelm Spatz: Der Teltow. Teil 3: Geschichte der Ortschaften des Kreises Teltow (= Der Teltow). 3 Bände, Rohde, Berlin 1912, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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  • Förderkreis Böhmisches Dorf Nowawes und Neuendorf (Hrsg.), Almuth Püschel (Redaktion): Neuendorf-Nowawes-Babelsberg, Stationen eines Stadtteils. 3. Auflage, Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2008, ISBN 978-3-89570-653-0.

Weblinks

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Einzelnachweise

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