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Neuböhmen

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Neuböhmen ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=cs|SCRIPTING=Latn|SERVICE=tschechisch}}, etwa „Böhmische Pfalz“) bezeichnet die oberpfälzischen, mittel- und oberfränkischen Gebiete, die Kaiser Karl IV. ab 1349 für seine Hausmacht erwarb. Der Luxemburger unterstellte das Territorium seiner Herrschaft. Er verschmolz es mit den Ländern der Krone Böhmen, was die Goldene Bulle von 1356 kodifizierte. Das Land wahrte bezüglich Nutzung und Verwaltung seine Eigenständigkeit.

Das Böhmische Salbüchlein von 1366/68 und andere Urkunden dokumentierten wie Karl IV. soziale Verhältnisse, Verwaltung und Wirtschaft planmäßig förderte. Die geschaffenen Grundlagen wirkten sich positiv auf die weitere Entwicklung aus, entfalteten ihre Kraft lange über die letztlich kurze böhmische Periode hinaus.<ref name="Schnellbögl1973_38–46" /><ref name="Schnellbögl1973_28–35" />

Datei:Lauf an der Pegnitz, die Burg.jpg
Die zu Beginn des 14. Jahrhunderts abgebrannte Wenzelsburg ließ Karl IV. in stattlicher Form neu errichten.<ref name="Seibt1978_210" />

Landesname

Karl IV. schuf in der Oberpfalz<ref group="Anm." name="Oberpfalz" /> und in Franken ein neues Territorium.<ref name="Seibt1978_431" /> Vermutlich wegen dessen Kurzlebigkeit entstand kein prägnanter zeitgenössischer Landesname. Die erworbenen Besitzungen hießen aus Blickrichtung Böhmen das {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} (Bayern jenseits des Böhmischen Waldes) oder aus einer Betrachtung vom Reich her des Kaisers Herrschaft zu Baiern. Städte wie Hersbruck, Lauf und Auerbach waren „in dem lande zu Sulczbach gelegen“.<ref name="Seibt1978_209" />

Der Begriff Neuböhmen erschien erstmals 1783 bei Franz Martin Pelzel: Geschichte Karls IV., König in Böhmen. Er wurde nachfolgend zunächst nicht aufgegriffen. Erst 1906 sprach Michael Doeberl wieder vom sog. Neuböhmen (Entwicklungsgeschichte Bayerns. Band 1. 1. Auflage).<ref name="Döberl" /><ref name="Schnellbögl1973_20–28" /> 1973 verwendete Fritz Schnelbögl den Eigennamen mit und ohne Anführungszeichen.<ref name="Schnellbögl1973_9–54" /> Fünf Jahre später charakterisierte ihn Heribert Sturm als {{

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}}.<ref name="Seibt1978_209" /> Im restlichen Artikel vermied er das Wort Neuböhmen.<ref name="Seibt1978_208–212" /> Jörg K. Hoensch blieb im Jahr 2000 dabei die Bezeichnung in Gänsefüßchen zu setzen.<ref name="Hoensch2000_118–132" />

Geographie

Datei:Karte Böhmen unter Karl IV.png
Das westlich Böhmens liegende Neuböhmen unter den Besitzungen Karls IV.

Zur Zeit Karls IV. erstreckte sich Neuböhmen über den Großteil der heutigen Landkreise Neustadt an der Waldnaab und Nürnberger Land, die Stadt Erlangen, den Norden des Landkreises Amberg-Sulzbach und den Süden des Landkreises Bayreuth.<ref name="HBG_Neuböhmen" />

Neuböhmen umfasste, mit Ausnahme Bärnaus, nie den jetzigen Landkreis Tirschenreuth. Er ist aber auf fast allen Landkarten falsch eingezeichnet. Das Stiftland blieb unabhängig, ebenso die Landgrafschaft Leuchtenberg. Das Amt Waldeck-Kemnath gehörte zum Kurpräzipium und das Amt Vilseck zum Hochstift Bamberg.

Auf die Funktion des (Oberpfälzer und) Böhmerwalds als Grenzgebirge verwiesen Formulierungen wie uff yenseit des Behemischen waldes.<ref name="HVOR1978_176–177" />

Bevölkerung

Demographie und Sprachen

Städte und Marktgemeinden erlebten einen konjunkturellen Aufschwung. Wohl deshalb zogen Bewohner vom platten Lande dorthin. Auf eine solche Bevölkerungsbewegung verwies vor allem das Böhmische Salbüchlein.<ref name="HVOR1978_182–183" />

Die Tschechische Sprache wanderte mit den böhmischen Adeligen, ihren Familien und Personal ein. So wurde 1365 den Pfarrern auf Burg Rothenberg, in Neustadt und Sulzbach erlaubt, in der slawischen Muttersprache die Beichte abzunehmen und die Sakramente zu spenden.<ref name="Schnellbögl1973_28–35" /> Die wohl einzigen regionalen Belege des Lehnworts Kretscham für Wirtshaus<ref name="HVOR1978_185–186" /> bzw. Schänke<ref name="Schnellbögl1973_175–181" /> in Bärnau, Neidstein,<ref name="Schnellbögl1973_Kretscham" /> Förbau und Hofstetten<ref name="HVOR1978_Fuß66" /> fielen in die neuböhmische Zeit.<ref name="HVOR1978_185–186" />

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Religion

Die Verehrung des böhmischen Landesheiligen Wenzel führte Karl IV. überall dort ein, wo er über Macht und Einfluss verfügte. Die Wenzelburg in Lauf erhielt seinen Namen nach der dem hl. Wenzel gewidmeten Burgkapelle, nicht nach dem Sohn Karls.<ref name="EH-184" /> Noch im 16. Jahrhundert feierten die Laufer am Wenzeltag (28. September) die Wenzelkirchweih. Daraus ging die Hämmernkirchweih hervor, ursprünglich für die Bewohner der direkt unterhalb der Burg gelegenen Eisenhämmer gedacht. Auf der Burg Rothenberg ließ der König von Böhmen in der Nähe des späteren Schneckenbrunnens eine Sankt-Wenzel-Kirche erbauen.<ref name="Schnellbögl1973_38–46" /> Ihren Pfarrer stattete er mit Pfründen aus, u. a. in Groß- oder Kleinviehberg.<ref name="Schnellbögl1973_PfarrerRothenberg" /> Dergleichen sowie Reliquien stiftete er dem Sankt-Wenzel-Hospital zu Sulzbach. Die dortige Pfarrkirche schmückt am Ostchor eine Statue des Heiligen, die die Züge Karls IV. trägt.<ref name="Geschichte-Sulzbach" /> Karl IV. bedachte demnach Lauf, Rothenberg und Sulzbach. Neben dem religiösen Aspekt zeigte dies, dass er in den 1360er Jahren insbesondere jene drei Ortschaften repräsentativ ausstatten wollte.<ref name="Schnellbögl1973_38–46" />

Auf die Anwesenheit von Juden im Amt Parkstein verwies der dort eingenommene Judenzins.<ref name="Schnellbögl1973_46–51" />

Geschichte

Datei:Anna von der Pfalz.jpg
In der Hochzeit mit Anna von der Pfalz sah Karl IV. auch ein Mittel zur Aussöhnung mit dem Haus Wittelsbach; Büste der böhmischen Königin<ref name="Seibt1978_73–87" />

Johann aus dem Haus Luxemburg trat 1310/11 die Nachfolge der Přemysliden im Königreich Böhmen und der Markgrafschaft Mähren an.<ref name="Hoensch2000_51–62" /> Nunmehr einer der großen europäischen Spieler, zielte seine Hausmachtpolitik auch auf an Böhmen angrenzende Gebiete. Er unterstützte Ludwig den Bayern bei dessen Griff nach dem deutschen Königsthron. Zum Dank erhielt Johann<ref name="KRW2016_22" /> 1322 das Egerland (einst größer) als Reichspfandschaft<ref name="Köbler2019_Egerland" /> und Eger (vormals eine Reichsstadt) als Pfand. Die prosperierende Stadt übernahm die Funktion des Verwaltungszentrums und Sitzes des königlichen Landeshauptmanns. Der Erwerb verschob die böhmische Grenze Richtung Reichsinneres,<ref name="KRW2016_22" /> legte eine strategisch-territoriale Ausgangsbasis.<ref name="Seibt1978_208" />

Karl IV. beerbte 1346 seinen Vater<ref name="Hoensch2000_93–104" /> und setzte den Ausbau der Hausmacht fort. Zur rechtlichen Absicherung gab er dem Begriff Länder der Böhmischen Krone eine tatsächliche staatsrechtliche Substanz.<ref name="KRW2016_23–25" /> Die aus dem Kirchenrecht übernommene Inkorporation<ref name="Seibt1978_209–210" /> bewirkte keine Änderung des rechtlichen Status eines Landes. Es gab direkt dem König von Böhmen unterstellte und als Lehen Vergebende (Lehensherren).<ref name="KRW2016_23–25" /> Als erstes eigenes Projekt erkor er ein weiteres Vordringen gen Westen,<ref name="KRW2016_25" /> damit {{

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}}. Es ging demnach um die Schaffung einer Landbrücke über Nürnberg (als Ort der kaiserlichen Hoftage) bis nach Frankfurt am Main (als Wahlort der deutschen Könige).<ref name="Seibt1978_208" />

Die Vermählung mit Anna von der Pfalz am 4. März 1349 diente der Umsetzung dieses Vorhabens,<ref name="Seibt1978_208–209" /> zeigte erstmals das Interesse am Aufbau Neuböhmens.<ref name="Schnellbögl1973_20–28" /> Dem Brautvater Rudolf II. gehörte der vormalige bayrische Nordgau – die nunmehrige Oberpfalz.<ref group="Anm." name="Oberpfalz" /> Der Pfalzgraf bei Rhein versprach eine Morgengabe,<ref name="Seibt1978_208–209" /> sicherte sie<ref name="Hoensch2000_118–132" /> mit Teilen<ref group="Anm." name="Orte1" /> seines Nebenlandes ab.<ref name="Seibt1978_208–209" /> Der Schwiegersohn erwarb im Jahr darauf vom Kloster Waldsassen die Ortschaft Bärnau.<ref name="Schnellbögl1973_20–28" /> Den Verpfändungen des pfälzischen Wittelsbachers stimmten die bayrischen Vettern in Urkunden von 1351 und 1353 zu. Der Plan des Luxemburgers, die Gebiete mittels Erbrecht an sich zu bringen, zerschlug sich. Seine Gattin starb im Februar 1353, sechs Monate vor ihrem Vater.<ref name="Seibt1978_208–209" />

Jedoch erbten die neuen Pfalzgrafen Ruprecht I. und Ruprecht II. einen erheblichen Schuldenstand bei Karl IV. Jener streckte zudem 1353 das hohe Lösegeld zum Freikauf von Ruprecht dem Jüngeren vor. Ein oberpfälzischer Gebietsstreifen beglich die angehäuften Forderungen des Luxemburgers.<ref name="Seibt1978_208–209" /> Dessen Hausmachtzuwächse regelte ein Vertrag mit Ruprecht dem Älteren vom 17. Juli<ref group="Anm." name="Orte2" /><ref group="Anm." name="Regesta" /> und modifizierte einer vom 29. Oktober 1353,<ref group="Anm." name="Orte3" /> bestätigte der Neffe am 5. November und 23. Dezember 1353. Der Onkel Ruprecht I. verzichtete darüber hinaus am 29. Oktober auf den Veldener Forst.

Daraufhin belehnte der Bischof von Bamberg damit den König von Böhmen. Letzterer hatte 1347 dem Burggrafen von Nürnberg die Burgen Floß und Parkstein samt Zubehör verpfändet. Mit deren Einlösungen während des Jahres 1353 war ein großer Teil Neuböhmens zusammengetragen.<ref name="Schnellbögl1973_20–28" />

Datei:Rosenberger Straße 27, Rosenberger Tor, Sulzbach-Rosenberg (MGK05651).jpg
Das Rosenberger Stadttor in Sulzbach mit dem Böhmischen Wappen (oben rechts)

In der Folgezeit tätigte der Luxemburger rechtliche Absicherungen sowie Abrundungen durch weitere Erwerbungen und Anrechte.<ref name="Schnellbögl1973_20–28" /> So bestätigten Willebriefe der Kurfürsten die Reichspfandschaft der Böhmischen Krone an den zwei o. g. Burgen, dergleichen den Verkauf der Reichslehen Auerbach und Hersbruck. Der Öffnungsvertrag vom 13. Dezember 1353 über die Burg Rothenberg leitete die Übernahme der wichtigen Feste ein. Die Feste Rothenberg war Lehen der Burggrafen von Nürnberg gewesen, das die Herren von Wildenstein als Lehensmannen besaßen. 1360 erwarb Karl IV. die lehensherrlichen Rechte von den Burggrafen und die Lehensnutzung von den Wildensteinern.<ref name="W.Volkert" /> Der einheimische Adel diente sich zunehmend dem böhmischen König an. Von ihm nahmen beispielsweise Ritter Heinrich von dem Perge und seine zwei Söhne die Burg Spies am 10. Januar 1354 als Mannlehen auf.<ref name="Schnellbögl1973_20–28" /> Karl IV. brach am 28. September 1354 von Sulzbach aus zum 1. Romzug auf. In der Ewigen Stadt stellte er am 5. April 1355 – dem Tag der Kaiserkrönung – die Urkunde zur Inkorporation für den bisher übernommenen, den (hauptsächlich) oberpfälzischen Teil Neuböhmens aus (siehe auch im Kapitel Luxemburgische Politik).<ref name="KRW2016_25" /><ref name="Seibt1978_209" /> Erst danach organisierte der Landesherr die Verwaltung um.<ref name="Schnellbögl1973_28–35" /> Deren Neuerungen wiesen Ansätze zu einem modernen Staat auf.<ref name="Seibt1978_210" />

Die ebenfalls Franken erfassende Hausmachtpolitik setzte sich bis Ende der 1360er Jahre systematisch<ref name="Schnellbögl1973_20–28" /> und Anfang der 1370er in abgeschwächter Weise fort.<ref name="Schnellbögl1973_Fn18" /> Die Übernahme von Ortschaften entlang des Mains, wie Markt Bibart, Iphofen, Mainbernheim, Heidingsfeld, Wertheim und Babenhausen ermöglichte auf einer Reise nach Frankfurt am Main die Übernachtung auf Eigenbesitz. Einige wurden nicht mit Böhmen, sondern in die Grafschaft Luxemburg inkorporiert. Der Kaiser fasste eine Erweiterung Neuböhmens Richtung Westen und Norden, um die dort angrenzende Burggrafschaft Nürnberg ins Auge. Er arbeitete eng mit deren Herrschern – den Hohenzollern zusammen und es kam zu zahlreichen Verlobungen der jeweiligen Kinder.<ref name="Hoensch2000_118–132" />

Wie bereits sein Vater strebte Karl IV. eine Erwerbung der Mark Brandenburg und eine Ausdehnung seiner Hausmacht bis an die Ostsee an. Ersteres Ziel erreichte er mit dem Vertrag von Fürstenwalde vom 18. August 1373.<ref name="LMR1997_213–244" /> Eine Urkunde vom selben Tag regelte die Folgen für die Änderung der Politik bezüglich Neuböhmen.<ref name="Schnellbögl1973_35–38" /> Der Kaiser verpfändete den südlichen, den sulzbachischen Teil an die pfälzischen Wittelsbacher,<ref name="Schnellbögl1973_35–38" /> um Otto V., Kurfürst von Brandenburg die Mark abkaufen zu können.<ref name="LMR1997_213–244" /> Er behielt wegen der strategischen Gewichtung aber die Burg Rothenberg und den Regnitzübergang<ref>bei Schnellbögl: irrtümlich Rednitz</ref> Erlangen.<ref name="Schnellbögl1973_35–38" /> Gemäß Lenka Bobková ging der Luxemburger davon aus, dass seine Nachfolger das Pfand wieder auslösen würden.<ref name="KRW2016_26" />

Eine undatierte, aber bald nach o. g. Datum verfasste Urkunde legte die neue Grenze fest. Anstelle Sulzbachs avancierte Auerbach zur Hauptstadt des verbliebenen neuböhmischen Gebiets.<ref name="Schnellbögl1973_35–38" /> Darüber herrschte Karl IV. bis zu seinem Tod 1378, dann sein Sohn und Nachfolger Wenzel.<ref name="Seibt1978_211" /> Als Römisch-deutschen König setzte ihn die Mehrheit der Kurfürsten im Jahr 1400 ab. Das böhmische Territorium wurde unter der schwachen Regierung Wenzels IV. erschüttert und ist während der Hussitenkriege gänzlich untergegagen.<ref name="K.Beranek" /> Der neue Amtsträger, der pfälzische Wittelsbacher Ruprecht brachte in einem blutigen Krieg bis 1401 den überwiegenden Teil an sich,<ref name="HVOR1978_183–184" /> zerstörte dabei im Herbst 1400 Auerbach nahezu völlig. Das Königreich Böhmen behielt unter dem Begriff {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} („Lehen außerhalb der Pfalz“) eine Reihe von Kronlehen, die erst 1805 mit dem Frieden von Pressburg an das Königreich Bayern gelangten.<ref name="Seibt1978_212" />

König Wenzel verkaufte 1373 die neuböhmischen Lande an die Wittelsbacher. Im 15. Jahrhundert setzte der böhmische König Georg von Podiebrad die Lehensabhängigkeit der Lande von Böhmen wieder durch.

Die Rechtslage blieb zwischen dem Reich, Bayern und Böhmen umstritten.<ref name="K.Bosl" />

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Politik

Datei:Velhartic.jpg
Der Wappensaal der Wenzelburg zeigt u. a. die Wappen des Adels im Königreich Böhmen. Das symbolisiert deren Ansprüche – die Partizipation an der Macht, die Höherstellung über die Adligen der Länder der Böhmischen Krone; das Wappen der Herren von Welhartitz.<ref name="KRW2016_25" />

Luxemburgische Politik

Zeitlebens bevorzugte Karl IV. eine monetäre, nicht kriegerische Vorgehensweise.<ref name="Seibt1978_63" /> Demgemäß vollzog sich der Aufbau Neuböhmens mittels (Heiratspolitik), Kauf, Tausch, Pfandschaft, Lehnswesen, Öffnungsrecht und anderen Vereinbarungen. Die für seine Hausmachtpolitik wichtige Territorialeinheit barg von Beginn an das Wesen einer Herrschaft, eines Landes.<ref name="Seibt1978_209" /> Die am 5. April 1355 in Rom ausgestellte Urkunde zur {{

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}}<ref name="LMR1997_213–244" /> wurde unter ganz außerordentlichen Umständen herausgegeben – am Tage von Karls Krönung zum Kaiser.<ref name="LB-2004-48" /> Sie bezog sich deutlich auf die vorangegangene Maiestas Carolina und antizipierte die spätere Goldenen Bulle, wurde beim gleichen Vorgang für die Markgrafschaft Lausitz 1370 über weite Passagen wortwörtlich wiederholt.<ref name="LMR1997_213–244" /> Die Einzelteile Neuböhmens fügten sich nie zu einem geographisch geschlossenem Gebilde zusammen.<ref name="Schnellbögl1973_9–10" /> Kurpfalz-Bayern konnte im Großen und Ganzen die Ausübung der vollen Landeshoheit in den zahlreichen Lehensorten der Oberpfalz durch böhmische Behörden verhindern. So gelang es den Böhmen nicht, bei den Thronlehen das Gerichtswesen, die militärische Aushebung, den Steuereinzug und wie die anderen von der Landeshoheit abhängigen Rechte vollständig zu kontrollieren.<ref name="W.Volkert" />

Die Auflösung setzte bereits nach einem knappen Vierteljahrhundert ein.<ref name="Schnellbögl1973_20–28" /><ref name="Schnellbögl1973_38–46" /> Die Abtrennung des sulzbachischen Teils minderte den wirtschaftlichen Wert. Dies schlug sich in einem geringen Interesse des Königs Wenzels IV., König von Böhmen (1378–1419) nieder.<ref name="Seibt1978_212" />

Währung

An Münzen war vor allem der Heller verbreitet. Die rasch nach 1353 eingerichtete, erstmals 1356 nachgewiesene Prägestätte in Lauf verbreitete ihn,<ref name="Schnellbögl1973_53–54" /> später die 1373/74 in Erlangen eröffnete.<ref name="HVOR1978_182–183" /> Die Nennungen eines nicht näher spezifizierten Pfennigs im Böhmischen Salbüchlein gingen nach Fritz Schnelbögl auf Übernahmen älterer Vorlagen zurück. Das unersichtliche Verhältnis Heller zu Pfennig betrug wohl 2:1, beim Regensburgischen Pfennig hingegen ablesbar 3:1. Das Urbar erwähnte außerdem „Böhmische“, „Bambergische“ und „Ambergische“ Pfennige.<ref name="Schnellbögl1973_53–54" />

Der Böhmische Groschen trat in den Ämtern Tachau und Bärnau durch die besondere Nähe zum östlichen Nachbarland auf, entlang der Goldenen Straße wegen des Handels an den Zoll- und Geleitstationen. An einer Stelle des Amtsbuchs von 1366/68 gingen 12 Heller auf einen Böhmischen Groschen, im Jahr 1362/63 in Sulzbach hingegen 19 Heller.<ref name="Schnellbögl1973_53–54" />

Als Rechnungswährungen wurden der Schilling (= 12 Pfennig), der lange Schilling (= 30 Pfennig) und das Pfund (= 240 Pfennig) sowie der Schock (= 60 Böhmische Groschen) verwendet.<ref name="Schnellbögl1973_53–54" />

Die Eigenständigkeit des neu formierten territorialen Verwaltungsgebietes wurde überdies durch das Recht der Münzprägung zum Ausdruck gebracht, das bereits durch die Inkorporierung gegeben war. Die erste Münzstätte errichtete Karl IV. in Lauf, von wo sie nach 1373 nach Erlangen umzog. Dort wurden nur kleine Münzen Münzprägung geprägt, von denen die meisten die Abbildung des doppelschweifigen Löwen oder der Krone trugen.<ref name="LB-2004-50" /> Unter der Regierung Wenzels arbeitete in den Jahren 1396–1400 auch die Münzstätte in Auerbach.<ref name="LB-2004-52" />

Wappen und Siegel

Datei:Hostomice BE CZ CoA.svg

Die Zugehörigkeit zu (Neu-)Böhmen drückten Ämter, Städte und Marktgemeinden durch ihre Wappen und Siegel aus. Sie nahmen den Kaiser und den Böhmischen Löwen oder nur letzteren auf. Die Umschriften der Siegel betonten in nicht immer regelgerechtem Lateinisch die Treue und Verbindung zur neuen Landesherrschaft. Entsprechende Siegel überlieferten Ortschaften von Neustadt im Osten bis Heidingsfeld im Westen.<ref name="Schnellbögl1973_38–46" />

Das Siegel des Landgerichts präsentierte als obersten Rechtssprecher den böhmischen König.<ref name="Schnellbögl1973_38–46" /> {{

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}}<ref name="Schnellbögl1973_43" /> Die Umschrift lautet: [Griechisches Kreuz] S[IGILLUM] · IVDICII · PROVINCIALIS · TRANS · SILVAM · REGNI · BOHEMIE.<ref name="Schnellbögl1973_38–46" /><ref name="Seibt1978_210–211" /> Es wurde bis 1400 verwendet und dann im pfälzischen Sinn verändert. Eine gleiche Neugestaltung betraf die meisten der heraldischen und sphragistischen Zeichen. Die Wappen von Erlangen, Gräfenberg und Plech behielten den doppelschwänzigen Löwen zumindest als Nebenfigur.<ref name="Schnellbögl1973_38–46" />

Wappen von Plech
Wappen von Plech

An die Verbindung der Oberpfalz mit Böhmen erinnerte auch die wiederholte Verwendung des Böhmischen Löwen auf den Stadtsiegeln, wie man sie bei Hersbruck, Lauf, Neustadt an der Waldnaab, Erlangen, Eschenbach, Gräfenberg, Pegnitz, Plech und Weiden findet sowie in den Stadtwappen, die u. a. in Hirschau oder am Rathaus von Schönsee erhalten sind.<ref name="LB-2004-50" />

So lautete die Siegelumschrift der Neustadt an der Waldnaab: Nova civitas regno Boemie fidelis unita s oder für Hersbruck: Hersbrvck obediens fidem Boemie tenens. Die unterschiedliche Formulierung des gleichen Verhältnisses zu Böhmen lässt vermuten, dass Karl IV. wohl die Siegelerneuerung befohlen, die Formulierungen jedoch den betreffenden Städten überlassen hat.<ref name="Hlaváček-157" /> <ref name="hdgb" />

Wappen von Sulzbach-Rosenberg
Wappen von Sulzbach-Rosenberg

Für seinen Sohn Wenzel rief Karl IV. 1364 den Titel des Grafen von Sulzbach erneut ins Leben<ref name="Geschichte-Sulzbach" />, dessen Wappen mit silbernen Lilien im roten Feld auf dem ältesten Wappensiegel vorkommt und das auch den Altstädter Brückenturm der Karlsbrücke in Prag schmückt.<ref name="LB-2004-50" />

Verwaltung

Neuböhmen setzte sich aus Lehen der Krone Böhmen, dort herrschte der Lehnsempfänger oder -mann, und direkt dem böhmischen König unterstellten Ländereien, dort setzte er einen Landeshauptmann ein, zusammen.<ref name="Seibt1978_209–210" /><ref name="KRW2016_23–25" /> Die Verwaltungsspitze wirkte im inkorporierten, im (überwiegend) oberpfälzischen Teil.<ref name="Seibt1978_210" /><ref name="Seibt1978_209–210" /> Allgemein trieb er die Steuern ein, beeinflusste die Innenpolitik, hielt gerichtliche Befugnisse, vergab Lehen, sorgte für die Sicherheit usw.<ref name="KRW2016_23–25" /> Das höchste Amt im Lande war das neu geschaffene Amt des Landeshauptmanns („capitaneus“, „Hauptmann in Baiern“, „Hauptmann über Wald“), der den böhmischen König vertrat und auch direkt von ihm ernannt wurde. Der Bedeutung des Amtes entsprachen auch die Persönlichkeiten, die bestellt worden sind.<ref name="LB-2004-49" /> Die vier überlieferten Hauptmänner des „Lands zu Baiern“ entstammten dem böhmischen, Karl V. bzw. Wenzel nahestehenden Adel (in Klammern die jeweilige nachgewiesene Amtszeit):<ref name="Schnellbögl1973_28–35" /><ref name="Seibt1978_211" />

  • Pusk (Bušek) von Welhartitz (1357–1362),
  • Hanyk von Knoblauchstorf (1362–1366),
  • Borso von Riesenburg (1367–1378) sowie<ref name="Schnellbögl1973_28–35" />
  • Bořivoj von Svinar<ref>evtl. dieses Svinary</ref> (1378–?).<ref name="Seibt1978_211" />

Der Vorletzte vollzog nach der Verpfändung des Südteils 1373 den Umzug von Sulzbach nach Auerbach,<ref name="Schnellbögl1973_35–38" /> nahm dabei wohl das Böhmische Salbüchlein von 1366/68 mit.<ref name="Schnellbögl1973_10–15" /> Es {{

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}}. Aus dem Amtsbuch und weiteren Schriftquellen erschloss sich, dass einheimischer und böhmischer Adel als königliche Beamte dienten.<ref name="Schnellbögl1973_28–35" />

Eine wichtige Position hatte auch der Landschreiber, der an der Spitze der oberpfälzischen Kanzlei stand. Der Schreiber Withego oder Witik wurde später Bischof von Naumburg (1381).<ref name="LB-2004-50" />

Das zur Böhmischen Krone gehörende Oberpfälzer Gebiet war in 24 Verwaltungsbezirke eingeteilt, zu denen auch das auf dem Gebiet Böhmens liegende Land um Tachau gehörte.<ref name="LB-2004-50" /> Die Ausdehnung der Ämter, einmal Pfleger genannt, diesseits des Böhmerwalds fiel zumeist klein aus. Die Amtsträger hießen Burggraf oder Pfleger, selten Amtmann, die Amtssitze üblicherweise Veste, gelegentlich Haus. Dazu trat die Vogtei (und Propstei) Hersbruck mit einem Vogt auf Burg Hohenstein.<ref name="Schnellbögl1973_28–35" /> Dass den Verwaltern über das Land verstreute Hebungen als Einkünfte zugewiesen wurden, sollte eine Verselbständigung verhindern.<ref name="Wild1938_138–143" />

Datei:Burgruine-Lichtenegg,Ansicht4.JPG
Einerseits wurde Lichtenegg als Amt eingestuft, anderseits der Amtssitz – die Burg Lichtenegg als Lehen Karls IV. entgegengenommen; Blick von Südosten<ref name="Schnellbögl1973_28–35" /><ref name="Schnellbögl1973_20–28" />
Neuböhmische Ämter<ref name="Schnellbögl1973_28–35" /><ref name="Schnellbögl1973_Karte" />
Amt Amtssitz mit
Auerbach Stadt/Markt Auerbach gleichnamiger Stadt/Markt
Bärnau Stadt/Markt Bärnau gleichnamiger Stadt/Markt
Breitenstein Burg Breitenstein Königstein
Erlangen Burg Erlangen
Floß Burg Floß Vohenstrauß
Frankenberg Burg Frankenberg
Hartenstein Burg Hartenstein Plech, Velden
Hersbruck (Vogtei) Burg Hohenstein Hersbruck
Hiltpoltstein Burg Hiltpoltstein
Hirschau Burg Hirschau
Hollenberg Burg Hollenberg
Lauf Wenzelburg Stadt Lauf
Amt Amtssitz mit
Lichtenegg Burg Lichtenegg
Lichtenstein Burg Lichtenstein
Neidstein Burg Neidstein
Parkstein Burg Parkstein Weiden
Pegnitz-Böheimstein Burg Böheimstein Stadt Pegnitz
Puchberg Burg Puchberg
Rothenberg Burg Rothenberg Schnaittach
Störnstein Burg Störnstein Neustadt
Strahlenfels Burg Strahlenfels
Sulzbach Burg Sulzbach Stadt Sulzbach
Tachau<ref group="Anm." name="Tachau" /> Burg Tachau Stadt Tachau
Thurndorf Burg Thurndorf Eschenbach

Die hauptsächlich dem Böhmischen Salbüchlein entnommen böhmischen Lehen und Offenen Häuser waren: Vorlage:Mehrspaltige Liste

Die Stadt Sulzbach verfügte u. a. über einen Stadtrichter (durchweg aus dem böhmischen oder östlichen Adel), Kastner, Überreiter, Landbüttel, Förster und Büttel, die Burg Rothenberg über einen Burggrafen, vier Amtmänner (aus den zwanzig Burgmannen genommen), Marschall, Kämmerer, Schenk und Küchenmeister.<ref name="HVOR1978_179–180" /> Als gelegentlicher Herrschaftssitz fungierte die repräsentative Wenzelburg in Lauf.<ref name="KRW2016_25" /> Im Gegensatz zu Heribert Sturm<ref name="Seibt1978_210" /> sah Fritz Schnelbögl keine wesentliche Weiterentwicklung der Verwaltung Neuböhmens.<ref name="Schnellbögl1973_28–35" />

Justiz

Vom Amt des Obersten Hauptmanns des Kaisers getrennt stand an zweiter Stelle der Beamtenhierarchie das Amt des Sulzbacher Landrichters (Judex provincialis), der wegen der erforderlichen speziellen Rechtskenntnisse aus dem einheimischen Adel genommen wurde. Seit 1355 hatte Volkold von Tanne (= Burgthann bei Altdorf), seit 1369 Hermann Erlbeck, seit 1372 Wernt von Breitenstein dieses Amt inne,<ref name="kaoma31" /> der dann nach der Übersiedlung der Regierung nach Auerbach noch bis 1383 dort fungierte.<ref name="EH-179" /> Ihm folgte Ulrich Weissenberger, Burgmann zu Thurndorf. Im Oktober des Jahres 1400 endete die Amtszeit von Weissenberger als böhmischer Landrichter, da König Wenzel abgesetzt, damit die böhmische Herrschaft beendet und Auerbach oberpfälzisch wurde.<ref>Rudolf Weber: Die Landrichter von Auerbach abgerufen am 15. Januar 2024</ref>

Der Landrichter benutzte ein Siegel mit der Abbildung des sitzenden Königs mit Krone und Mantel, an der rechten Seite befand sich ein Schwert und an der linken ein Schild mit dem Böhmischen Löwen. Die Umschrift lautete: „S • IVDICII • PROVINCIALIS • TRANS· SILVAM· REGNI. BOHEMIE“.<ref name="LB-2004-49" />

Das für Neuböhmen zuständige Landgericht nutzte vier Gerichtsstätten: die Kasberger Linde in Kasberg bei Gräfenberg, die Luchsenbruck bei Plankenstein, die Roslauben nördlich von Hormersdorf und die Schnaittachbrücke beim Markt Schnaittach. Außerdem tagte es an seinem Hauptsitz in Sulzbach oder von Anfang an und später in Auerbach, zudem in Lauf und Plech<ref name="HVOR1978_181–182" /><ref name="Schnellbögl1973_35–38" /> sowie unter Wenzel in weiteren Ortschaften. In der Regel wurde einmal im Monat an einem Mittwoch Recht gesprochen.<ref name="Schnellbögl1973_35–38" /> Die wesentliche Zuständigkeit umrissen die Wortpaare {{

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}}.<ref name="Seibt1978_212" /> Der Landrichter kam aus dem einheimischen Adel. Der Landschreiber fungierte wohl als oberster Finanzbeamte.<ref name="Schnellbögl1973_28–35" /> Daneben gab es den Stadtrichter zu Sulzbach. Nachgewiesen sind Lienhard der Lichtensteiner, Hanse von Trebnitz, Johannes von Ratibor — alle, auch der Lichtensteiner, aus böhmischem oder doch östlichem Adel.<ref name="EH-179" />

Wirtschaft

Datei:Böhmischer Löwe Röschnhaus (Hauptstraße 70), Hirschau, groß.JPG
Die Verleihung des Stadtrechts – wie durch Karl IV. für Hirschau – diente immer zugleich der Wirtschaftsförderung; der Böhmische Löwe am Haus Hauptstraße 70<ref name="Plessow2013_104–112" /><ref name="Schnellbögl1973_38–46" />

Karl IV. förderte die Region intensiv durch Erhebungen zu Städten und Marktgemeinden, bestätigte und verlieh diesen zahlreiche Privilegien. Das bis 1373 besonders unterstützte Sulzbach<ref name="HVOR1978_182–183" /> erhielt u. a. Zollbefreiungen, einen Schutz der Waren vor Zugriff und Pfändungen<ref name="Seibt1978_211" /> sowie das Recht, überall im Land zu Sulzbach Bergwerke zu betreiben.<ref name="Schnellbögl1973_38–46" />

Im oberpfälzischen Eisenrevier lag ein erheblicher Teil der Erwerbungen. Es durchlief seit Beginn des 14. Jahrhunderts einen wirtschaftlichen Aufschwung.<ref name="Seibt1978_211" /> Die Hammerherren stellten über die Landesgrenzen hinaus die ökonomische Einheit des Gebiets sicher. Der Ausbau des luxemburgischen Teils zur Waffenschmiede der Hausmacht unterblieb.<ref name="Seibt1978_64" /> Die Bank des Nürnberger Patriziers Ulrich Stromeier und seiner Neffen Peter, Andreas und Ulman unterstützte den Ausbau Neuböhmens durch Kredite und ihre Verbindungen. Sie erhielt dafür Verpfändungen von Kohle und Erz. Der seit der Zeit des Königs Johann stetig zunehmende Handel zwischen der Reichsstadt Nürnberg und Böhmen querte das neu geschaffene Territorium.<ref name="Seibt1978_65" />

Die Böden der Oberpfalz weisen keine große Fruchtbarkeit auf.<ref name="HVOR1950_9–10" /> Entsprechend enthält das Böhmische Salbüchlein vor allem Roggen und Hafer,<ref name="HVOR1978_185–186" /> weniger Weizen und kaum Gerste. Von Amt zu Amt zeigen sich beim Getreidebau Unterschiede.<ref name="Schnellbögl1973_46–51" /> An Garten- und Sonderkulturen kommen vor: Erbsen (Frankenberg, Tachau), Hanf (Gebiet um Pegnitz), Hopfen (bei Floß und Hersbruck), Kraut (Sulzbach) und Mohn (Ämter Frankenberg, Parkstein und Floß). Herauslesen lässt sich die Haltung von Gänsen, Hühnern, Schafen, Schweinen und Ziegen.<ref name="HVOR1978_185–186" /> Die Schwaighöfe liefern Käse ab,<ref name="Schnellbögl1973_46–51" /> die Gewässer Fische, die Wälder Eichhörnchenfleisch, Greifvögel für die Beizjagd, Honig und Holz.<ref name="HVOR1978_185–186" /><ref name="Schnellbögl1973_175–181" />

Militär

Der Burg Rothenberg schenkte Karl IV. besondere Aufmerksamkeit.<ref name="HVOR1978_180–181" /> Ihm gelang nach dem Öffnungsvertrag von 1353<ref name="EH-178" /> erst am 1. Januar 1360 in zwei Schritten der Kauf des Lehensrechts auf den Rothenberg durch die Zahlung von 5080 Schock Prager Münze an Heinrich von Wildenstein.<ref name="WM73" /><ref name="Schnellbögl1973_20–28" /> Der böhmische Adel stellte den Burggrafen, der einheimische die im Jahr 1363 verpflichteten Burgmannen.<ref name="HVOR1978_180–181" /> Bušek von Welhartitz, als kaiserlicher Kammermeister einer der engsten Mitarbeiter Karls IV., übernahm seit 1363 die Verwaltung der Burg auf dem Rothenberg, für welche in diesem Jahr zwanzig fränkisch-oberpfälzische Adlige als Burghüter bestellt wurden, denen die militärische Sicherung des neuböhmischen Territoriums übertragen war.<ref name="kaoam30" /> Der berühmte Vertrag über das Rothenberger „Burghutrecht“ stammt vom 12. März 1363. Als Befehlshaber und Burggrafen sind genannt neben Wilhartitz, Botho von Ilemburg und schließlich Kulm von Udritz, also böhmische Vertraute des Kaisers.<ref name="EH-180" /> Der böhmische König wies ihnen Einkünfte aus dem zugehörigen Amt zu. Der kostspielige Unterhalt bedurfte darüber hinaus die Steuern aus sechs Städten/Marktgemeinden und eines Anteils der Geleitgebühren aus Lauf.<ref name="Schnellbögl1973_28–35" /> Die Burg spielte in neuböhmischer Zeit zwar eine zentrale Rolle, musste jedoch keine konkreten militärischen Aufgaben übernehmen. Die unterbeschäftigten Burghüter starteten unter Wenzel Privatfehden gegen Nürnberger Bürger und störten deren Handel. Besonders der letzte Burggraf, Nitzko von der Buch, beeinträchtigte den Handel der Stadt. Die Reichsstadt Nürnberg und der deutsche König Ruprecht eroberten die Feste 1401.<ref name="EH-186" />

Das Böhmische Salbüchlein listete für weitere, aber nicht alle Amtssitze die militärischen Besatzungen auf. Die Mannschaftsstärken lagen zwischen neun in Burg Lichtenegg und 36 in Burg Sulzbach. Ob letztere Zahl die für die Stadt Sulzbach genannten 144 wehrfähigen Männer mit einschloss, blieb unklar. Außer der Hauptstadt stellten nur Auerbach 150 und Weiden 100 Mannen. Neben den 20 Burgmannen auf dem Rothenberg variierten die weiteren Burghuten (Floß, Hartenstein, Neidstein, Parkstein, Sulzbach, Störnstein und Thurndorf) zwischen vier und 15.<ref name="Schnellbögl1973_28–35" />

Infrastruktur

Datei:Hersbruck - Die Goldene Straße.jpg
Informationstafel Die Goldene Straße in Hersbruck

{{#invoke:Vorlage:Anker|f |errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Anker |errHide=1}} Die Goldene Straße verband Prag und die Reichsstadt Nürnberg. Der wichtige Verkehrsweg fügte sich in einen europaweiten Straßenzug ein, der u. a. im Südosten aus Ungarn kam und im Nordwesten nach Flandern führte.<ref name="HVOR1978_173–175" /> Die Kontrolle über die Fernhandelsstraße war eine der Motivationen Karls IV. zum Aufbau Neuböhmens. Dessen 1355 inkorporiertes Gebiet durchfuhr sie nicht zufällig.<ref name="KRW2016_25" /> Zur Gewährleistung der Sicherheit verbesserte der Kaiser das Geleit, fasste die Geleitsbezirke enger zusammen. Die (Zoll- und) Geleitsstationen standen in den Grenzortschaften Tachau<ref group="Anm." name="Tachau" /> und Bärnau<ref name="Seibt1978_211" /> sowie in Neustadt, Weiden, Hirschau, Sulzbach und Lauf<ref name="Schnellbögl1973_Karte" /> (bei letzterer Stadt Vereinigung mit der alten Straße Prag–Eger–Nürnberg).<ref name="Seibt1978_211" /><ref name="HVOR1978_173–175" /> Die Geleitswechsel fanden in Altenstadt, Kohlberg, Gebenbach, Hohenstadt und Erlenstegen statt.<ref name="Schnellbögl1973_Karte" /> Karls IV. unterstützte insbesondere die Städte und Marktgemeinden an der Goldenen Straße.<ref name="Seibt1978_211" /><ref name="Schnellbögl1973_38–46" /> Sie behielt vom Spätmittelalter bis zum Einsetzen der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert ihre Bedeutung.<ref name="Seibt1978_211" />

Architektur

Literatur

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}}{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|780142527}} | | (???)}} }} (Nachdruck der 1. Auflage, Berlin 1906).Internet-Archiv

|{{#if:||{{#if:Volltext|Volltext|Digitalisat}}}}|{{#if:||{{#if:Volltext|Volltext|Digitalisat}}}}}}}}}}Vorlage:WartungsURL in Heimatforschung Regensburg [PDF; 2,8 MB; abgerufen am 30. Dezember 2019]).

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}}{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|451344456}} | | (???)}} }}, S. 51–74 (mit Karte).

  • Hanns Hubert Hofmann: Böhmisch Lehen vom Reich, Karl IV. und die deutschen Lehen der Krone Böhmens in: Bohemia Bd. 2 Nr. 1 (1961)
  • Richard Klier: Tschechische Dienstmannen auf den Burgen der Luxemburger in Neuböhmen? In: Mitteilungen der Altnürnberger Landschaft. Jahrgang 12. Frankenverlag Spindler, Nürnberg 1963, S. 1–14.
  • Franz Lommer: Die böhmischen Lehen in der Oberpfalz., 2 Bände, Amberg 1907, 1909
  • Waldemar Nowey: 700 Jahre Kaiser Karl IV. „Neuböhmen“ und „Goldene Straße“ in der grenzüberschreitenden Bildungsregion „Euregio Egrensis“. Gruppenleiter Bildungsforschung im Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender e. V., Mering bei Augsburg 2017, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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}}{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|1136298630}} | | (???)}} }}. online

  • Franz Martin Pelzel: Geschichte Kaiser Karls des Vierten, Königs in Böhmen. Erster Theil, Dresden 1783. MDZ
  • Franz Martin Pelzel: Geschichte Kaiser Karls des Vierten, Königs in Böhmen. Zweiter Theil, Dresden 1783. MDZ
  • Rainhard Riepertinger u. a. (Hrsg.): Bayern-Böhmen. 1500 Jahre Nachbarschaft (= Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur. Band 54). Theiss Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2098-8 (deutsche und tschechische Texte).
  • Hedwig Sanmann-von Bülow: Die Inkorporationen Karls IV. Ein Beitrag zur Geschichte des Staatseinheitsgedankens im späteren Mittelalter. Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg 1942, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
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}}{{#ifeq: 0 | 0 | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|361339798}} | | (???)}} }} (Teildruck als Baiern und Böhmen. Beiträge zu Geschichte ihrer Beziehungen im Mittelalter. In: Historischer Verein von Oberpfalz und Regensburg (Hrsg.): Verhandlungen des Historischen Vereins von Oberpfalz und Regensburg. 88. Band. Verlag des Historischen Vereins von Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1938, S. 3–166).

Weblinks

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Anmerkungen

<references group="Anm."> <ref group="Anm." name="Oberpfalz"> Der Eigenname Oberpfalz oder Obere Pfalz bürgerte sich erst ab dem 16. Jahrhundert ein. Zuvor hieß sie der Pfalz Land zu Baiern oder der kurfürstlichen Pfalz hieoben zu Baiern gemeine Landschaft (vergleiche dazu: Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. 1978, S. 209). </ref> <ref group="Anm." name="Orte1"> für 6.000 Mark [an Silber?]: nordwestlich von Sulzbach der Burgbezirk Neidstein, im Veldener Raum das Gebiet um Auerbach und Plech (Eisenbergbaurevier) sowie Burg Hartenstein (vergleiche dazu: Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. 1978, S. 208) </ref> <ref group="Anm." name="Orte2"> am 17. Juli 1353 für 12.000 Schock an Böhmischen Groschen: Burgen Hirschau, Murach, Neustadt, Störnstein, Treswitz und Waldeck, jeweils samt Zubehör (vergleiche dazu: Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. 1973, S. 20) </ref> <ref group="Anm." name="Orte3"> am 29. Oktober 1353 für um 12.000 Mark Silber: Burgen Hirschau, Lichtenstein, Neustadt und Störnstein; für um 20.000 Mark Silber: Burgen und Städte/Marktgemeinden Auerbach, Eschenbach, Frankenberg, Hartenstein, Hersbruck, Hiltpoltstein, Hohenstein, Lauf, Lichtenegg, Neidstein, Pegnitz, Plech, Rosenberg, Sulzbach, Thurndorf und Velden, Karl IV. verzichtete auf Burgen Murach, Treswitz und Waldeck; außerdem Kauf von: Burg Hohenstein, Städten Auerbach und Hersbruck, Erwerb erst 1361 abgeschlossen (vergleiche dazu: Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. 1973, S. 20–21) </ref> <ref group="Anm." name="Regesta"> RI VIII n. 1568 in: Regesta Imperii, 1353 Juli 17, Pazzaw (Passau) Karl verspricht die ihm von den beiden Rheinpfalzgrafen Ruprecht d. ä. und Ruprecht d. i. um 12000 schock grosser pfennige oder 60000 böhmische oder ungarische gulden versetzten ämter und festen Waldeck, Sternstein, Neustadt, Hirschau, Murach und Tresswitz den pfalzgrafen oder ihren erben wieder einzuantworten, wenn die ablösung zur rechten zeit geschieht. Aus copie im Amberger Archiv durch Hugo grafen von Walderdorff. </ref> <ref group="Anm." name="Tachau"> Die Einbindung des zuvor böhmischen Amts Tachau nach Neuböhmen sollte dessen Anbindung an das Königreich Böhmen fördern (vergleiche dazu: Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. 1973, S. 35). </ref> </references>

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="HBG_Neuböhmen"> Haus der Bayerischen Geschichte (Hrsg.): „Neuböhmen“, 2. Hälfte 14. Jahrhundert. In: Haus der Bayerischen Geschichte (abgerufen am 30. Dezember 2019). </ref> <ref name="Hoensch2000_51–62"> Jörg K. Hoensch: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung. 1308–1437 (= Kohlhammer-Urban-Taschenbücher. Band 407). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015159-2, 3) König Johann (der Blinde) von Böhmen (1310–1346): Verlagerung der Hausmacht in das östliche Mitteleuropa. a) „König Fremdling“ als Herrscher von Böhmen, S. 51–62, hier S. 52–53. </ref> <ref name="Hoensch2000_93–104"> Jörg K. Hoensch: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung. 1308–1437 (= Kohlhammer-Urban-Taschenbücher. Band 407). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015159-2, 3) König Johann (der Blinde) von Böhmen (1310–1346): Verlagerung der Hausmacht in das östliche Mitteleuropa. e) Der Endkampf gegen Ludwig den Bayern um die Römische Krone, S. 93–104, hier S. 101–102. </ref> <ref name="Hoensch2000_118–132"> Jörg K. Hoensch: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie gesamteuropäischer Bedeutung. 1308–1437 (= Kohlhammer-Urban-Taschenbücher. Band 407). Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-015159-2, 4) Kaiser Karl IV. (1346–1378): Im Zenit der Macht. b) Karl IV. als König von Böhmen, S. 118–132, hier S. 129–130. </ref> <ref name="HVOR1950_9–10"> Frank Michael Ress: Geschichte und wirtschaftliche Bedeutung der oberpfälzischen Eisenindustrie von den Anfängen bis zur Zeit des 30-jährigen Krieges. In: Historischer Verein von Oberpfalz und Regensburg (Hrsg.): Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. 91. Band. Verlag des Historischen Vereins von Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1950, Einleitung, S. 9–10 (Digitalisat in Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg [PDF; 45,4 MB; abgerufen am 4. Februar 2020]). </ref> <ref name="HVOR1978_173–175"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 173–175. </ref> <ref name="HVOR1978_176–177"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 176–177. </ref> <ref name="HVOR1978_179–180"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 179–180. </ref> <ref name="HVOR1978_180–181"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 180–181. </ref> <ref name="HVOR1978_Fuß66"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, Fußnote 66, S. 180–181. </ref> <ref name="HVOR1978_181–182"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 181–182. </ref> <ref name="HVOR1978_182–183"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 182–183. </ref> <ref name="HVOR1978_183–184"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 183–184. </ref> <ref name="HVOR1978_185–186"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 185–186. </ref> <ref name="HVOR1978_186–187"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1978, S. 186–187. </ref> <ref name="Köbler2019_Egerland"> Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder. Die deutschen Territorien vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 8. unveränderte Auflage, C. H. Beck, München 2019, ISBN 978-3-406-74167-8, Egerland (Reichsland), S. 156. </ref> <ref name="KRW2016_22"> Lenka Bobková: Die Länder der Böhmischen Krone zu Zeiten Karls IV. In: Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2016, ISBN 978-3-945256-62-6, S. 22. </ref> <ref name="KRW2016_23–25"> Lenka Bobková: Die Länder der Böhmischen Krone zu Zeiten Karls IV. In: Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2016, ISBN 978-3-945256-62-6, S. 23–25. </ref> <ref name="KRW2016_25"> Lenka Bobková: Die Länder der Böhmischen Krone zu Zeiten Karls IV. In: Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2016, ISBN 978-3-945256-62-6, S. 25. </ref> <ref name="KRW2016_26"> Lenka Bobková: Die Länder der Böhmischen Krone zu Zeiten Karls IV. In: Karl IV. – Ein Kaiser in Brandenburg. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2016, ISBN 978-3-945256-62-6, S. 26. </ref> <ref name="LMR1997_213–244"> Ulrike Hohensee: Zur Erwerbung der Lausitz und Brandenburgs durch Kaiser Karl IV. In: Michael Lindner, Eckhard Müller-Mertens, Olaf B. Rader (Hrsg.), Mathias Lawo (Mitarbeit): Kaiser, Reich und Region. Studien und Texte aus der Arbeit an den Constitutiones des 14. Jahrhunderts und zur Geschichte der Monumenta Germaniae Historica (= Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften: [Hrsg.]: Berichte und Abhandlungen. Sonderband 2). Akademie Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-05-003179-4, S. 213–244. </ref> <ref name="Plessow2013_104–112"> Oliver Plessow: Die Stadt im Mittelalter. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-017074-8, 3. Stadt und Wirtschaft, S. 104–112. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_9–54"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung, S. 9–54, mit Anführungszeichen: S. 9, 28, 35, 38; ohne Anführungszeichen: 29, 30, 31, 32, 33, 34, 37. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_9–10"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung, 1. Das „Böhmische Salbüchlein“. Zweck und Bedeutung der Quelle, S. 9–10, hier S. 9. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_10–15"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung, 1. Das „Böhmische Salbüchlein“. Beschreibung der Handschrift, ihre Schicksale, S. 10–15. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_Fn18"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung, 1. Das „Böhmische Salbüchlein“. Datierung der Handschrift. Fußnote 18, S. 16. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_20–28"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung. 2. Geschichtliche Erläuterungen. Die Erwerbung der Gebiete westlich des Böhmerwald, S. 20–28. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_28–35"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung. 2. Geschichtliche Erläuterungen. Die Verwaltung des Landes, S. 28–35. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_35–38"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung. 2. Geschichtliche Erläuterungen. Der Verzicht Karls IV. auf das südliche „Neuböhmen“ 1373, S. 35–38. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_38–46"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung. 2. Geschichtliche Erläuterungen. Wirtschaftliche und kulturelle Ergebnisse, S. 38–46. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_43"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung. 2. Geschichtliche Erläuterungen. Wirtschaftliche und kulturelle Ergebnisse, S. 38–46, hier S. 43. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_46–51"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung. 3. Bemerkungen. Zu den Natural- und Geldabgaben, S. 46–51. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_53–54"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Einführung. 3. Bemerkungen. Zum Münzwesen, S. 53–54. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_PfarrerRothenberg"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München, ISBN 3-486-47621-1, Text. 97:CVI. Pfarrer zum Rotemberg, S. 115–116. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_Kretscham"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München, ISBN 3-486-47621-1, Text, S. 55–149, Kretscham: 5:IX. Neidstein, S. 60; 40:XLVIIII. Pernawe, S. 79. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_175–181"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München 1973, ISBN 3-486-47621-1, Sachregister, S. 175–181. </ref> <ref name="Schnellbögl1973_Karte"> Fritz Schnelbögl: Das „Böhmische Salbüchlein“ Kaiser Karls IV. über die nördliche Oberpfalz 1366/68. R. Oldenbourg, München, ISBN 3-486-47621-1, Karls IV. „Land in Baiern“ nach dem „Böhmischen Salbüchlein“ von 1366/68, Karte. </ref> <ref name="Seibt1978_63"> Wolfgang von Stromer: Der kaiserliche Kaufmann – Wirtschaftspolitik unter Kar IV. In: Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 63–73, hier S. 63. </ref> <ref name="Seibt1978_64"> Wolfgang von Stromer: Der kaiserliche Kaufmann – Wirtschaftspolitik unter Karl IV. In: Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 63–73, hier S. 64. </ref> <ref name="Seibt1978_65"> Wolfgang von Stromer: Der kaiserliche Kaufmann – Wirtschaftspolitik unter Karl IV. In: Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 63–73, hier S. 65. </ref> <ref name="Seibt1978_73–87"> Ludwig Schmugge: Kurie und Kirche in der Politik Karls IV. In: Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 63–73, hier S. 75. </ref> <ref name="Seibt1978_208–212"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 208–212. </ref> <ref name="Seibt1978_208"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 208. </ref> <ref name="Seibt1978_208–209"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 208–209. </ref> <ref name="Seibt1978_209"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 209. </ref> <ref name="Seibt1978_209–210"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 209–210. </ref> <ref name="Seibt1978_210"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 210. </ref> <ref name="Seibt1978_210–211"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 210–211. </ref> <ref name="Seibt1978_211"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 211. </ref> <ref name="Seibt1978_212"> Heribert Sturm: Des Kaisers Land in Bayern. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, S. 212. </ref> <ref name="Seibt1978_431"> Atelier Karl Peschke (Anfertigung), Jožo Džambo (Vorarbeit): Karten und Stammbaum. In: Kaiser Karl IV. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0435-6, Karls Fränkisches Machtzentrum, S. 431. </ref> <ref name="Wild1938_138–143"> Karl Wild: Baiern und Böhmen. In: Verhandlungen des Historischen Vereins von Oberpfalz und Regensburg. 88. Band. Verlag des Historischen Vereins von Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1938, 6. Der plötzliche Abbau Neuböhmens, S. 138–143, hier S. 138. </ref> <ref name="kaoam30"> Karl-Otto Ambronn: Sulzbach als Hauptstadt des neuböhmischen Territoriums Kaiser Karls IV. (1353–1373) in: Festschrift 30 / 1994: Sulzbach-Rosenberg – „Die Oberpfalz und ihre Nachbarn aus dem ehemaligen Nordgau“ S. 30 </ref> <ref name="kaoma31"> Karl-Otto Ambronn: Sulzbach als Hauptstadt des neuböhmischen Territoriums Kaiser Karls IV. (1353–1373) in: Festschrift 30 / 1994: Sulzbach-Rosenberg – „Die Oberpfalz und ihre Nachbarn aus dem ehemaligen Nordgau“ S. 31 </ref> <ref name="WM73"> Werner Meyer: Die Festung Rothenberg bei Schnaittach in: Burgen und Schlösser 14. Jahrgang, Heft1973/II Dezember 1973, S. 97 </ref> <ref name="EH-178"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg (Hrsg.): Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 197 S. 178 </ref> <ref name="EH-179"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg (Hrsg.): Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 197 S. 179 </ref> <ref name="EH-180"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg (Hrsg.): Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 197 S. 180 </ref> <ref name="EH-184"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg (Hrsg.): Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 197 S. 184 </ref> <ref name="EH-186"> Erwin Herrmann: Karl IV. und Nordostbayern. In: Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg (Hrsg.): Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 118. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 197 S. 186 </ref> <ref name="LB-2004-48"> Lenka Bobková: Neuböhmen – ein Land der Böhmischen Krone im Norden Bayerns, 2004, S. 48 </ref> <ref name="LB-2004-49"> Lenka Bobková: Neuböhmen – ein Land der Böhmischen Krone im Norden Bayerns, 2004, S. 49 </ref> <ref name="LB-2004-50"> Lenka Bobková: Neuböhmen – ein Land der Böhmischen Krone im Norden Bayerns, 2004, S. 50 </ref> <ref name="LB-2004-52"> Lenka Bobková: Neuböhmen – ein Land der Böhmischen Krone im Norden Bayerns, 2004, S. 52 </ref> <ref name="Geschichte-Sulzbach"> Geschichte des Stadtteils Sulzbach bei Website der Stadt Sulzbach-Rosenberg </ref> <ref name="Hlaváček-157"> Ivan Hlaváček: Politische Integration der Böhmischen Krone unter den Luxemburgern in: (2005) – In: Fragen der politischen Integration im mittelalterlichen Europa Herausgegeben vom Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte Herausgegeben von Werner Maleczek, Ostfildern S. 325–374, hier S. 157 </ref> <ref name="Döberl"> Michael Doeberl: Entwicklungsgeschichte Bayerns / 1. Von den ältesten Zeiten bis zum Westfälischen Frieden, München 1906 Digitalisat bei MDZ bei Digitale Sammlungen </ref> <ref name="hdgb"> Emma Mages: Stadt Neustadt a.d.Waldnaab in: Bayerns Gemeinden Wappen / Geschichte / Geographie bei: Haus der Bayerischen Geschichte </ref> <ref name="K.Beranek"> Karel Beränek: Quellen zur Geschichte der Oberpfalz und Bayerns im Staatlichen Zentralarchiv in Prag bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts In: Verhandlungen des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg. Band 131. Verlag des Historischen Vereins für Oberpfalz und Regensburg, Regensburg 1991 S. 263 </ref> <ref name="W.Volkert"> Wilhelm Volkert: Die böhmischen Thronlehen in der Oberpfalz In: Die Oberpfalz Band 48 1960 S. 145–151 </ref> <ref name="K.Bosl"> Karl Bosl: Die Oberpfalz, das Reich und Böhmen im Mittelalter. König, Adel, Kirche, Bürger, Bauern, Stadt und Land In: Edda Preißl (Hrsg.): Festschrift 29. Bayerischer Nordgautag Weiden i.d. OPf. Die Oberpfalz - Brücke zum Osten.Kallmünz 1992 </ref> </references>