Anna Jurjewna Netrebko
Anna Jurjewna Netrebko ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 18. September 1971 in Krasnodar, Russische SFSR, Sowjetunion) ist eine russisch-österreichische Opernsängerin in der Stimmlage Sopran. Im Jahr 2006 erhielt sie die österreichische Staatsbürgerschaft; ihre russische Staatsbürgerschaft behielt sie.
Leben
Ausbildung und Opernkarriere
Anna Netrebko wurde als zweite Tochter eines Geologen und einer Ingenieurin geboren.<ref name="KlassikHeute">Klassik Heute: Anna Netrebko. Abgerufen am 24. März 2022.</ref><ref>Teresa Pieschacón Raphael: Wie die Oper, so das Leben. In: Arte Magazin. 26. August 2021, abgerufen am 25. März 2022.</ref> Als Kind erhielt sie Ballettunterricht in ihrer Heimatstadt Krasnodar und trat im Alter von sieben Jahren erstmals öffentlich auf. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie am Sankt Petersburger Konservatorium und gewann im Jahr 1993 den Glinka-Gesangswettbewerb in Moskau. Es folgte 1994 ein festes Engagement am Sankt Petersburger Mariinski-Theater, wo sie als Susanna in Le nozze di Figaro debütierte.<ref name="KlassikHeute" /> Mit dieser Produktion hatte sie im Rahmen eines Gastspiels im selben Jahr ihr Deutschland-Debüt beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Anschließend gastierte sie für eine Saison am Staatstheater Darmstadt. Weitere Rollen in St. Petersburg, wo sie bis heute regelmäßig zu Gast ist, waren die Titelrolle in Lucia di Lammermoor, Pamina in der Zauberflöte und Antonia in Hoffmanns Erzählungen. Bei einem Gastspiel des Mariinski-Theaters an der San Francisco Opera war sie 1995 als Ljudmila in Glinkas Ruslan und Ljudmila in einer Neuinszenierung unter der Leitung von Waleri Gergijew zu hören.
Netrebko sang bald darauf an den bedeutenden internationalen Opernhäusern, so an der New Yorker Metropolitan Opera (Debüt 2002 als Natascha in Prokofjews Krieg und Frieden unter der Leitung von Waleri Gergijew<ref>suche nach Anna Netrebko im Spielplanarchiv der Metropolitan Opera. In: Metropolitan Opera Association. Abgerufen am 24. März 2022.</ref>) und an der Wiener Staatsoper (Debüt 2004 als Donna Anna in Don Giovanni, geleitet von Seiji Ozawa<ref>Anna Netrebko im Spielplanarchiv der Wiener Staatsoper</ref>). Diese Rolle sang sie 2002 erstmals bei den Salzburger Festspielen unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt (nachdem sie bei den Festspielen 1998 erstmals als Blumenmädchen in Parsifal aufgetreten war)<ref>Spielplanarchiv der Salzburger Festspiele: Anna Netrebko. Abgerufen am 24. März 2022.</ref> und 2003 am Londoner Royal Opera House, wo sie bereits im Jahr 2000 ihr Debüt als Natascha in Krieg und Frieden im Rahmen eines Gastspiels des Mariinski-Theaters gegeben hatte.<ref>Anna Netrebko im Spielplanarchiv. In: Royal Opera House. Abgerufen am 24. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2003 trat sie außerdem als Gilda in Verdis Rigoletto an der Bayerischen Staatsoper in München auf und sang die Titelrolle in Donizettis Lucia di Lammermoor an der Los Angeles Opera.
Nachdem sie bereits einige Tonaufnahmen eingespielt hatte, erschien 2004 die DVD The Woman, The Voice mit MTV-ähnlichen Videos, die Netrebko zu einem Popstar der Opernszene machten. Den damaligen Hype um Netrebko, der sich häufig nicht mehr nur um die künstlerische Leistung drehte, kommentierten zahlreiche Kritiker negativ, insbesondere der deutsche Musikkritiker Jürgen Kesting.<ref>Anna Netrebko – Das Phänomen der Oper. sueddeutsche.de, 22. April 2011; abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref><ref>Jürgen Kesting: Wunschbilder einer Operndiva. abendblatt.de, 2. Mai 2005; abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref>
2005 sang Netrebko sowohl die Juliette in der viel beachteten Produktion Roméo et Juliette von Charles Gounod an der Seite von Rolando Villazón als Roméo, als auch Adina in L’elisir d’amore. Im selben Jahr übernahm sie bei den Salzburger Festspielen die Titelpartie der Violetta Valéry in Verdis La traviata unter der Leitung von Carlo Rizzi an der Seite Rolando Villazón und Thomas Hampson. Netrebko absolvierte 2005 zum ersten Mal auch eine Japan-Tournee mit einem Liederabend.
2006 sang Netrebko an der New Yorker Metropolitan Opera in Donizettis Don Pasquale unter der Regie von Otto Schenk und der musikalischen Leitung von Maurizio Benini (mit Juan Diego Flórez und Simone Alberghini). Im Juli 2006 gab sie, zwei Tage vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Berlin, gemeinsam mit Plácido Domingo und Rolando Villazón ein Konzert in der Tradition der Drei-Tenöre-Konzerte. Das Konzert wurde weltweit übertragen und galt als das bis dato meistgesehene Klassikkonzert.<ref name="KlassikHeute" /> Im Sommer 2006 trat Netrebko bei den Salzburger Festspielen als Susanna in der von Nikolaus Harnoncourt dirigierten Neuinszenierung von Mozarts Le nozze di Figaro auf, mit der das neu erbaute Haus für Mozart eröffnet wurde.
Im November 2006 sang sie erstmals die Amina in Vincenzo Bellinis Belcanto-Oper La sonnambula an der Wiener Staatsoper. Dort trat sie 2007 in der Neuproduktion von Jules Massenets Manon unter dem Dirigenten Bertrand de Billy (Regie: Andrei Şerban) auf, die Vorstellung wurde live im österreichischen Fernsehen ORF übertragen. Im selben Jahr sang sie diese Rolle auch an der Berliner Staatsoper.<ref>Wolfgang Schreiber: Anna + Rolando=alle Vorstellungen ausverkauft. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Dezember 2008, abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref>
Aufsehen erregte Netrebko im Sommer 2007, als sie aufgrund von Stimmbandproblemen ihr Engagement bei den Salzburger Festspielen kurzfristig absagte und durch ihr Nichterscheinen eine Diskussion über die „Belastbarkeit von Opernstars“ auslöste. Im September trat sie wieder stimmsicher bei den Proms in der Londoner Royal Albert Hall auf. Es folgten im November 2007 drei La Traviata-Vorstellungen an der Deutschen Oper Berlin.
Nach ihrer Schwangerschaft und einer anschließenden Auszeit kehrte Netrebko im Januar 2009 am Mariinski-Theater und an der Met in der Titelrolle in Lucia di Lammermoor auf die Bühne zurück.<ref>Opern-Nachwuchs: Anna Netrebko bringt Jungen zur Welt. In: Spiegel Online. 5. September 2008, abgerufen am 10. Mai 2024.</ref><ref>Anne Midgette: Opera Review: Netrebko, Villazón Disappointing in Met’s “Lucia di Lammermoor”. In: Washington Post. 28. Januar 2009, abgerufen am 22. Dezember 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ende November 2009 erschien ihr erstes „Best Of“-Album, auf dem ausgewählte Arien und Duette mit Elīna Garanča, Rolando Villazón und Thomas Quasthoff zu hören sind. Im selben Jahr übernahm sie an der Metropolitan Opera die Rolle der Antonia in Hoffmanns Erzählungen.
2011 sang Netrebko an der Wiener Staatsoper zum ersten Mal die Titelrolle in Donizettis Anna Bolena unter der Leitung von Evelino Pidò. 2012 war sie im Rahmen der Salzburger Festspiele erneut in La Bohème zu sehen, diesmal mit Piotr Beczała als Rodolfo. Im November 2013 gab Netrebko an der Deutschen Staatsoper Berlin ihr Rollendebüt als Leonora in Il trovatore an der Seite von Plácido Domingo als Graf Luna,<ref>Lucas Wiegelmann: Netrebko, Domingo und das Geheimnis der Oper. Welt Online, 1. Dezember 2013; abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref> ein Jahr später sang sie diese Rolle ebenfalls mit Domingo bei der Salzburger Festspielproduktion von Alvis Hermanis.<ref>Helmut Mauró: Besser als Maria Callas. In: Süddeutsche Zeitung. 11. August 2014, abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref> 2015 gastierte sie am Mailänder Teatro alla Scala in der Titelrolle von Verdis Giovanna d’Arco. Unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann gab sie 2016 an der Dresdner Semperoper ihr Rollendebüt als Elsa in Wagners Lohengrin.<ref>Bettina Volksdorf: Erfolgreiches Wagner-Debüt im Lohengrin. BR-Klassik, 20. Mai 2016, abgerufen am 11. August 2018.</ref>
Salzburger Festspiele (2014)
2017 sang sie am Mariinski-Theater zum ersten Mal die Hauptrolle in Cileas Adriana Lecouvreur<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Bachtrack, 19. Juni 2017 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: lenta.ru, 25. Juni 2017 (русский).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> sowie unter dem Dirigat von Riccardo Muti bei den Salzburger Festspielen die Titelrolle in Aida.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The New York Times, 7. August 2017 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Im Dezember 2017 übernahm sie den Part der Maddalena in Giordanos Andrea Chénier am Teatro alla Scala.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Business Insider, 8. Dezember 2017. Abgerufen am 8. Dezember 2019 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> 2018 trat Netrebko erstmals als Tosca an der Metropolitan Opera auf.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The New York Times, 22. April 2018 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Nach ihrem Auftritt als Adriana Lecouvreur bei den Salzburger Festspielen im Jahr 2019 bezeichnete die Neue Zürcher Zeitung Netrebko als „wohl die einzige verbliebene Primadonna assoluta unserer Zeit“ und bemerkte, sie sei „die Diva der Festspiele, die die Diva der Comédie-Française des 18. Jahrhunderts verkörpert“.<ref>Tobias Gerosa: Anna Netrebko in Salzburg: Buttercrème und Pathos. In: Neue Zürche Zeitung. 29. Juli 2019, abgerufen am 25. März 2022.</ref>
Zahlreiche Aufführungen mit Netrebko wurden von Fernsehen und Rundfunk weltweit – auch live – übertragen.
Wirken als Konzertsängerin
Anna Netrebko wirkt zudem als Konzertsängerin. Zu ihrem Konzertrepertoire zählen unter anderem die Sopran-Partien in Mahlers 4. Sinfonie, in Bachs Hoher Messe h-moll, in Pergolesis Stabat mater und in Händels Oratorium Judas Maccabaeus. Liederabende gab sie zum Beispiel mit Werken von Rimski-Korsakow, Tschaikowski,<ref>Programm Liederabend 4. In: Archiv der Salzburger Festspiele. Abgerufen am 25. März 2022.</ref> Rachmaninow, Richard Strauss, Debussy, Fauré und Dvořák.<ref>Liederabend Anna Netrebko & Malcolm Martineau. In: Bayerische Staatsoper. Abgerufen am 25. März 2022.</ref> Konzerte gab sie in zahlreichen renommierten Konzertsälen wie unter anderem in der Carnegie Hall,<ref name="Carnegie">Anna Netrebko with Malcolm Martineau. Carnegie Hall, abgerufen am 25. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der Berliner Philharmonie,<ref>Berliner Philharmoniker: Konzert mit Yusif Eyvazov, Anna Netrebko, Jader Bignamini. In: berliner-philharmoniker.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juli 2021; abgerufen am 25. März 2022.</ref> im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins,<ref>Julia Spinola: Anna Netrebko in Wien: Jetzt singt sie wieder, Gott sei Dank. In: FAZ.net. Abgerufen am 25. März 2022.</ref> der Elbphilharmonie,<ref>Das Traumpaar der Klassik: Italienische Nächte mit Anna Netrebko & Yusif Eyvazov, DEAG Deutsche Entertainment AG, Pressemitteilung - lifePR. Abgerufen am 25. März 2022.</ref> bei den Londoner Proms sowie bei Festivals wie dem Verbier Festival, dem Maggio Musicale Fiorentino und dem Stresa Festival in Italien.<ref>Anna Netrebko. In: Operissimo. Abgerufen am 25. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch gastierte sie bei Open-Air-Konzerten auf dem Roten Platz in Moskau,<ref name="Carnegie" /> der Berliner Waldbühne, dem Münchner Königsplatz,<ref name="KlassikHeute" /> im Park von Schlosses Schönbrunn<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Die Presse, 1. Juni 2018Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> und beim Weiße-Nächte-Festival in St. Petersburg.
Privates
Nach der Trennung von ihrem Lebensgefährten, dem Bariton Simone Alberghini, war Netrebko von 2007 bis 2013<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Anna Netrebko und Erwin Schrott offiziell getrennt.] kurier.at, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. Dezember 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> mit dem Bassbariton Erwin Schrott liiert, mit dem sie einen Sohn (* 2008) hat. Ende 2013 erklärte Netrebko in einem Interview, bei ihrem Sohn sei eine schwache Form von Autismus diagnostiziert worden.<ref>Netrebko will über Autismus aufklären. seitenblicke.at, 23. Januar 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Dezember 2014; abgerufen am 18. Februar 2021.</ref> 2014 gab sie ihre Verlobung mit dem Tenor Yusif Eyvazov bekannt, den sie im selben Jahr bei den Proben zur Aufführung von Manon Lescaut in Rom kennengelernt hatte.<ref>Die Details der Netrebko-Verlobung. kurier.at, 10. Juli 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref> Die Hochzeit fand am 29. Dezember 2015 im Wiener Palais Coburg statt.<ref>180 Gäste und Kutschenfahrt: Anna Netrebko heiratet in Wien. derStandard.at, 29. Dezember 2015; abgerufen am 29. Dezember 2015.</ref> Am 26. Juni 2024 wurde die Trennung bekannt gegeben.<ref>Bayerischer Rundfunk: Liebes-Aus: Netrebko und Eyvazov: Traumpaar der Opern-Welt trennt sich. 26. Juni 2024, abgerufen am 26. Juni 2024.</ref>
Staatsbürgerschaft
Ihre Wohnsitze hat Netrebko in Sankt Petersburg, in Wien und in New York. Neben der russischen Staatsbürgerschaft<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Netrebko will weiterhin Staatsbürgerschaft. ( vom 16. Oktober 2013 im Internet Archive) orf.at, 18. Mai 2006; abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref> wurde Netrebko auf ihr Ansuchen hin 2006 die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen.<ref>wien.orf.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Opernstar Anna Netrebko: „Ich liebe Österreich.“ ( vom 25. Juli 2011 im Internet Archive)</ref>
Kontroversen wegen Putin-Nähe und Vaterlandsverrats
Vor der Präsidentschaftswahl in Russland 2012 unterschrieb Netrebko als eine von 500 Personen eine Petition für die Rückkehr von Wladimir Putin in das Amt des Präsidenten,<ref name="Neurussland">Anna Netrebko macht Werbung für „Neurussland“. FAZ.net, 8. Dezember 2014; abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref> nachdem es im Jahr zuvor zu Protesten nach den russischen Parlamentswahlen gegen Putins Wiederwahl gekommen war, bei denen prominente Oppositionelle festgenommen wurden. Im Dezember 2014, kurz nach der Annexion der Krim, wurde Netrebko gemeinsam mit dem ukrainischen Separatistenführer Oleh Zarjow vor der Flagge des international nicht anerkannten Föderativen Staates Neurussland fotografiert. Sie hatte für den Erhalt des Opernspielbetriebs in Donezk eine Spende für die Gagen der Opernsänger von einer Million Rubel überreicht, das entsprach zu dem Zeitpunkt etwa 15.000 Euro.<ref name="Neurussland" /> Wegen des Krieges in der Ostukraine und weil Zarjow auf der Sanktionenliste der EU stand, erregte dieser Auftritt große Aufmerksamkeit<ref>„Schande über dich!“ orf.at, 9. Dezember 2014; abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref> und wurde vom österreichischen Außenministerium scharf kritisiert.<ref>Aufregung um Netrebko. oe1.orf.at, 9. Dezember 2014; abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref> Netrebko erklärte hierzu im Magazin Stern, dass sie nur ihren Opernkollegen und Freunden hatte helfen wollen, und sie von der Präsentation der Flagge „kalt erwischt“ wurde, sie habe sie „nicht gleich erkannt und erst später gesehen, was es war“ und dass sie „an die Kraft der Kunst in Zeiten des Konflikts und der Krise“ glaube.<ref>Stern. Anna Netrebko verteidigt ihre Spende für die Ostukraine. Abgerufen am 12. August 2024.</ref>
Kritiker erwähnten auch, dass Netrebko 2021 ihren 50. Geburtstag im Moskauer Kremlpalast mit einem vierstündigen Galakonzert<ref>Bericht zum Geburtstag in der Zeit</ref> feierte; ein öffentlicher Veranstaltungsort, an dem internationale Künstler wie etwa Elton John und Tina Turner auftraten.<ref>Anna Netrebko feiert im Kreml. Abgerufen am 12. August 2024.</ref>
Netrebko äußerte am 26. Februar 2022, zwei Tage nach dem Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine, sie sei kein politischer Mensch und gegen den Krieg. Als Russin liebe sie ihr Land, aber sie habe viele Freunde in der Ukraine, und der Schmerz und das Leid in diesem Moment breche ihr das Herz.<ref name="standard">Netrebko sagt alle Auftritte für kommende Monate ab. In: DerStandard, 1. März 2022.</ref><ref>Egbert Tholl: Anna Netrebko: „Verurteile den Krieg gegen die Ukraine ausdrücklich“. 30. März 2022, abgerufen am 25. Januar 2025.</ref>
Verschiedene Opernhäuser forderten sie zu einer deutlicheren Distanzierung vom Überfall auf die Ukraine auf und kündigten andernfalls die Absage der bestehenden Engagements an. Nach der Annullierung der vorgesehenen Engagements durch die Bayerische Staatsoper am 1. März 2022<ref>https://twitter.com/dornyserge/status/1498604974388961281. Abgerufen am 1. März 2022.</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bayerische Staatsoper annulliert Engagement von Anna Netrebko.] In: spot-on-news.de. zitiert nach msn, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL: „… nicht ausreichenden Distanzierung der Sängerin vom Angriffskrieg Russlands …“Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> sagte Netrebko am selben Tag alle für die nächsten Monate vorgesehenen Auftritte ab, mit der Begründung, es sei nicht die richtige Zeit für sie, aufzutreten und zu musizieren.<ref name="standard" /> Nachdem die Metropolitan Opera nach mehrfacher erfolgloser Aufforderung zur Distanzierung von Putin 2022 die Zusammenarbeit mit ihr ausgesetzt hatte,<ref>New York Times: Dropping Anna Netrebko, the Met Turns to a Ukrainian Diva. 28. April 2022</ref><ref name="Spiegel/2022-03-04" /> verklagte Netrebko das Opernhaus im August 2023 für die Absagen der Engagements auf 360.000 US-Dollar Schadensersatz.<ref>Anna Netrebko verklagt die New York Metropolitan Opera. Zeit Online, 5. August 2023; abgerufen am 5. August 2023.</ref>
In einer am 30. März 2022 über den Medienanwalt Christian Schertz veröffentlichten Erklärung teilte Netrebko mit, sie „verurteile den Krieg gegen die Ukraine ausdrücklich“, sie erkenne und bedauere, dass ihre Handlungen oder Aussagen in der Vergangenheit zum Teil falsch interpretiert werden konnten. Durch ihre Kunst strebe sie ausschließlich Frieden und Einigkeit an.<ref>Christian Schertz: Erklärung von Anna Netrebko. In: presseportal.de. 30. März 2022, abgerufen am 30. März 2022.</ref> Daraufhin wurde sie vom Akademischen Opern- und Ballett-Theater Nowosibirsk ausgeladen mit der Begründung, ein geplantes Konzert könne nicht stattfinden. Das Opernhaus warf ihr indirekt vor, ihr Heimatland verraten zu haben.<ref>Sibirisches Opernhaus lädt Anna Netrebko nach Kritik an Putin aus. In: derstandard.at. 1. April 2022, abgerufen am 1. April 2022.</ref> Die russische Zeitung Prawda schrieb, sie habe sich als „schwache Frau“ erwiesen und ihr „Wohlbefinden“ über ihre Nationalität gestellt.<ref>Peter Jungblut: "Schwache Frau": Jetzt sind sie in Russland sauer auf Netrebko. In: br.de. 31. März 2022, abgerufen am 1. April 2022.</ref><ref>Елена Былкина: Анна Нетребко дистанцировалась от Путина под давлением Запада. In: pravda.ru. 31. März 2022, abgerufen am 1. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Anfang 2023 wurde Netrebko von der ukrainischen Regierung mit Sanktionen belegt, die ein Einreiseverbot in die Ukraine sowie Vermögenssperren beinhalten.<ref>Anna Netrebko & Co: Selenskij verhängt umfassende Sanktionen. kurier.at, 7. Jänner 2023; abgerufen am 5. August 2023.</ref> Nachdem Netrebko zu den internationalen Maifestspielen 2023 in Wiesbaden eingeladen wurde, sagten ukrainische Musiker ihren geplanten Auftritt bei den Maifestspielen ab, ebenso die als Ersatz angefragte regierungskritische russische Band Pussy Riot.<ref>Pussy Riot will doch nicht in Wiesbaden auftreten. FAZ.net, 14. Februar 2023; abgerufen am 14. Februar 2023.</ref>
Seit ihrer Rückkehr auf die Bühne am 22. April 2022, wo sie an der Opéra de Monaco die Rolle der Manon Lescaut für die erkrankte Maria Agresta übernahm,<ref>Der Standard (Wien): Anna Netrebko bei Rückkehr in Mailänder Scala gefeiert. 28. Mai 2022</ref> tritt sie wieder an führenden Opernhäusern sowie bei Festspielen und Konzerten auf. Regelmäßig kommt es dabei zu Protesten, ein Konzert im Juni 2024 in Luzern wurde abgesagt.<ref>Vorlage:Operabase</ref><ref>Bayerischer Rundfunk: Wegen Ukraine-Friedenskonferenz: Netrebko-Konzert in Luzern abgesagt | BR-Klassik. 1. Mai 2024, abgerufen am 21. August 2024.</ref><ref>Anna Netrebko singt in Wiesbaden. 5. Mai 2024, abgerufen am 21. August 2024.</ref><ref>ooe ORF at/Agenturen red: Forderungen nach Absage von Netrebko-Konzert. 21. August 2024, abgerufen am 21. August 2024.</ref>
Opernrepertoire (Auswahl)
- Bellini: Giulietta in I Capulet e i Montecchi, Elvira in I puritani, Amina in La sonnambula
- Bizet: Micaëla in Carmen
- Cilea: Titelrolle in Adriana Lecouvreur
- Donizetti: Titelrollen in Anna Bolena und Lucia di Lammermoor, Adina in L’elisir d’amore, Norina in Don Pasquale
- Glinka: Ljudmila in Ruslan und Ljudmila
- Giordano: Maddalena in Andrea Chénier
- Gounod: Juliette in Roméo et Juliette
- Massenet: Titelrolle in Manon
- Mozart: Donna Anna und Zerlina in Don Giovanni, Susanna in Le nozze di Figaro, Servilia in La clemenza di Tito
- Offenbach: Antonia in Hoffmanns Erzählungen
- Prokofjew: Luisa in Die Verlobung im Kloster, Ninette in Die Liebe zu den drei Orangen, Natascha in Krieg und Frieden
- Puccini: Mimi und Musetta in La Bohème, Titelrollen in Tosca, Turandot und Manon Lescaut
- Rimski-Korsakow: Marfa in Die Zarenbraut
- Tschaikowski: Titelrolle in Jolanthe, Tatjana in Eugen Onegin
- Verdi: Titelrollen in Aida und Giovanna d’Arco, Gilda in Rigoletto, Violetta in La traviata, Leonora in Il trovatore, Abigaille in Nabucco, Lady Macbeth in Macbeth, Elisabetta in Don Carlos, Leonora in La forza del destino, Nannetta in Falstaff
- Wagner: Elsa in Lohengrin<ref>Anna Netrebko. In: Metropolitan Opera. Abgerufen am 25. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Spiegel/2022-03-04">Anna Netrebko: Mehrere Konzerthäuser stoppen Zusammenarbeit – wegen Haltung zu Putin. In: Spiegel Online. 4. März 2022, abgerufen am 5. März 2022.</ref><ref>Operabase</ref>
Auszeichnungen und Ehrungen
Ehrungen
- 1993: Siegerin des Glinka-Gesangswettbewerbs
- 2004: ECHO Klassik des Jahres als beste Sängerin
- 2004: Amadeus Austrian Music Award – Klassik-Künstlerin des Jahres
- 2005: Russischer Staatspreis
- 2005: Zweifacher ECHO Klassik des Jahres als beste Sängerin und Bestseller (Sempre Libera)
- 2006: Bambi in der Kategorie Klassik
- 2007: Goldene Feder
- 2007: ECHO Klassik für den Bestseller des Jahres (Russian Album) und Musik-DVD Produktion des Jahres (Waldbühnenkonzert Berlin 2006)
- 2008: Volkskünstlerin Russlands; am 27. Februar anlässlich des 225. Jahrestages des Mariinski-Theaters dort von Wladimir Putin überreicht<ref>Оперная певица Анна Нетребко стала Народной артисткой России. rian.ru., 27. Februar 2008; abgerufen am 22. Dezember 2014 (russisch).</ref>
- 2009: ECHO Klassik in der Kategorie Operneinspielung des Jahres (19. Jahrhundert) zusammen mit Rolando Villazón für die konzertante Aufnahme von La Bohème München 2007
- 2014: ECHO Klassik in der Kategorie Sängerin des Jahres<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Echoklassik.de Klassik-Preisträger 2014. ( vom 21. Januar 2015 im Internet Archive) echoklassik.de; abgerufen am 22. Dezember 2014.</ref>
- 2017: Verleihung des Berufstitels Österreichische Kammersängerin<ref>Anna Netrebko zur Kammersängerin ernannt. orf.at, 16. Februar 2017; abgerufen am 16. Februar 2017.</ref>
- 2020: Polar Music Prize
- 2022: Österreichischer Musiktheaterpreis für Macbeth an der Wiener Staatsoper<ref>Österreichischer Musiktheaterpreis: "Beste Hauptrolle" an Anna Netrebko. In: ORF.at. 13. September 2022, abgerufen am 13. September 2022.</ref><ref>Staatsoper räumt sechs Musikpreise ab. In: ORF.at. 13. September 2022, abgerufen am 13. September 2022.</ref>
Auszeichnungen für Musikverkäufe
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Diskografie
Studioalben
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Weitere Veröffentlichungen
- 1998: Die Verlobung im Kloster
- 2002: Die Liebe zu den drei Orangen
- 2007: Opera
- 2013: Britten: War Requiem
- 2013: Live From Red Square Moscow DVD
- 2014: Four Last Songs: Ein Heldenleben
- 2014: Giovanna d’Arco – Verdi
- 2015 Tschaikowsky: Iolanta – Netrebko, Markov, Kowaljow, Slovenian Philharmonic Orchestra, Villaume<ref>Tchaikovsky: Iolanta – Anna Netrebko, Emmanuel Villaume bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum</ref>
- 2017: Wagner – Lohengrin DVD
DVD-Veröffentlichungen
- 1995: Als Ljudmila in Ruslan und Ljudmila von M. Glinka
- 1998: Als Louisa in Die Verlobung im Kloster von S. Prokofiev
- 2005: Als Adina in L’elisir d’amore von G. Donizetti (Livemitschnitt einer Produktion der Wiener Staatsoper 2005)
- 2006: Als Violetta Valery in La traviata von G. Verdi (Livemitschnitt von den Salzburger Festspielen 2005)
- 2006: Das Waldbühnenkonzert aus Berlin, A. Netrebko, R. Villazón, P. Domingo
- 2007: I puritani (Live-Mitschnitt von der Met im Januar 2007)
- 2007: Als Susanna in Le nozze di Figaro von W. A. Mozart (Livemitschnitt von den Salzburger Festspielen 2006)
- 2008: Baden-Baden Operngala (Live-Mitschnitt vom August 2007, mit E. Garanca, R. Vargas, L. Tezier)
- 2008: Als Manon in Manon (Berliner Staatsoper 2007 zusammen mit Rolando Villazón)
- 2009: Als Mimi in La Bohème (Opernfilm 2008, mit R. Villazón; Regie: Robert Dornhelm)
- 2009: Als Lucia in Lucia di Lammermoor (Metropolitan Opera 7. Februar 2009 mit Piotr Beczala als Edgardo)
- 2011: Als Norina in Don Pasquale (Metropolitan Opera, 13. November 2010, musikalische Leitung James Levine)
Buchpublikationen
- Der Geschmack meines Lebens. Molden Verlag / Styria, Wien 2021, ISBN 978-3-222-15081-4.
Literatur
- Marianne Reißinger: Anna Netrebko. Ein Porträt. Rowohlt, Reinbek 2005, ISBN 3-498-05776-6.
- Gregor Dolak: Anna Netrebko. Opernstar der neuen Generation. Heyne Verlag, 2005, ISBN 3-453-12016-7.
- Sven Michaelsen: Oper – Der Klassik-Gipfel. In: stern, Heft 14/2006.
Dokumentarfilm
- Anna Netrebko – ein Leben für die Oper. Dokumentarfilm. Regie: Elena Petitti di Roreto, ZDF, Deutschland 2021.
Weblinks
- Tonträger von Anna Jurjewna Netrebko im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Vorlage:IMDb/1
- Vorlage:Operabase
- Website von Anna Netrebko
- A Diva Who Breaks the Divadom Rules. New York Times, 27. Dezember 2006; abgerufen am 22. Dezember 2014.
- Anna Netrebko – Opernstar aus Russland. RusslandJournal.de; abgerufen am 22. Dezember 2014.
- Julia Spinola: Phänomen Netrebko. Anna und ich. FAZ.net, 18. Mai 2007; abgerufen am 22. Dezember 2014.
Einzelnachweise
<references responsive />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Netrebko, Anna Jurjewna |
| ALTERNATIVNAMEN | Netrebko, Anna (üblicher Name); Нетребко, Анна Юрьевна (russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russisch-österreichische Opernsängerin |
| GEBURTSDATUM | 18. September 1971 |
| GEBURTSORT | Krasnodar, Russische SFSR, Sowjetunion |
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- Opernsänger
- Sopran
- Musiker (Russland)
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- Musiker (Österreich)
- Echo-Klassik-Preisträger
- Träger des Staatspreises der Russischen Föderation
- Österreichischer Kammersänger
- Person (Salzburger Festspiele)
- Person (Krasnodar)
- Sowjetbürger
- Russe
- Österreicher
- Geboren 1971
- Frau
- Absolvent des Sankt Petersburger Konservatoriums