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Andris Nelsons

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Andris Nelsons, 2015

Andris Nelsons (* 18. November 1978 in Riga, Lettische SSR, Sowjetunion) ist ein lettischer Dirigent und 21. Gewandhauskapellmeister des Leipziger Gewandhausorchesters<ref name="PM"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Andris Nelsons soll 21. Gewandhauskapellmeister werden (Memento vom 28. September 2015 im Internet Archive). Pressemitteilung vom 9. September 2015, Stadt Leipzig, Referat Kommunikation (PDF; 567 kB).</ref><ref name="Ratsvorlage" /> sowie Chefdirigent und Musikdirektor des Boston Symphony Orchestra.

Leben und Wirken

Nelsons, Sohn einer Musikerfamilie, wuchs in Riga auf. Nachdem er Unterricht im Fach Trompete an der Emīls-Dārziņš-Musikschule des lettischen Konservatoriums in Riga genommen und hier erste Dirigiererfahrungen gemacht hatte, studierte er an der lettischen Musikakademie und anschließend am Sankt Petersburger Konservatorium bei Alexander Titow. Gleichzeitig belegte er Meisterkurse im Fach Dirigieren bei Neeme Järvi und Jorma Panula. Zudem nahm er ab 2002 Privatunterricht bei Mariss Jansons.

Seine erste Stelle hatte Andris Nelsons als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper. Während dieser Zeit bildete er sich als Dirigent fort. Nach Abschluss seines Studiums sammelte er zahlreiche internationale Erfahrungen als Orchesterleiter, unter anderem in Finnland und in den USA (zum Beispiel beim Chicago Civic Orchestra, wo er unter anderem Konzerte mit Gidon Kremer als Solist dirigierte).

In der Spielzeit 2003/04 wurde Andris Nelsons im Alter von 24 Jahren Chefdirigent der Lettischen Nationaloper in Riga. Hier war er als Dirigent an der Inszenierung von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen beteiligt, einem Gemeinschaftsprojekt der Lettischen Nationaloper und des Bergen International Festival, das sich bis 2009 erstreckte und 2006 mit der Aufführung des Rheingolds in Riga und in Bergen startete. In der Saison 2005/06 gab er sein Debüt beim BBC Philharmonic sowie beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Von 2006 bis 2009 war er Chefdirigent der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford. In derselben Saison gab er sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin mit Giacomo Puccinis La Bohème. Seither debütierte er unter anderem an der Wiener Staatsoper, bei den Wiener Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, an der Metropolitan Opera (New York), an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, am Royal Opera House Covent Garden in London, bei den Berliner Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchestra, dem Boston Symphony Orchestra, dem Concertgebouw-Orchester Amsterdam, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Cleveland Orchestra, dem Orchestre National de France, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als Gastdirigent ist er regelmäßig u. a. bei den Bamberger Symphonikern zu Gast.

Im September 2008 benannte das City of Birmingham Symphony Orchestra Nelsons als seinen zwölften Chefdirigenten und Musikdirektor. Sein Vertrag begann mit der Spielzeit 2008/09 und wurde bis 2013/14 verlängert.<ref>Geoffrey Norris: The young ones seize the baton. In: The Daily Telegraph. 26. November 2007.</ref>

Sein Debüt bei den Bayreuther Festspielen gab er bei der Eröffnung am 25. Juli 2010 mit Wagners Lohengrin, inszeniert von Hans Neuenfels. Für die Festspiele 2016 war er für die musikalische Leitung der Parsifal-Neuinszenierung vorgesehen.<ref>„Man braucht einen Psychiater!“ In: Die Zeit. 3. Januar 2013 (Interview mit Rattle und Nelsons), abgerufen am 17. Mai 2013.</ref> Er legte das Dirigat jedoch im Juni 2016 zurück.<ref>Angela Schader: Eklat bei den Bayreuther Festspielen – Andris Nelsons geht im Zorn. In: Neue Zürcher Zeitung. 30. Juni 2016.</ref>

Seit der Spielzeit 2014/15 ist Nelsons Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra.<ref>Manuel Brug: Andris Nelsons wird Chefdirigent in Boston. In: Die Welt. 16. Mai 2013, abgerufen am 17. Mai 2013.</ref> Im Sommer 2014 leitete Nelsons das Lucerne Festival Orchestra. Anfang August 2015 teilte das Orchester mit, aus dem Fünf- sei ein Achtjahresvertrag gemacht worden. Zwei Spielzeiten waren die Musiker zuvor ohne Chef gewesen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nelsons bleibt bis 2022 Chefdirigent in Boston. Jüngster Chefdirigent seit 100 Jahren erhält Achtjahresvertrag. (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive) In: Deutschlandradio Kultur. 4. August 2015.</ref>

Am 9. September 2015 wurde er als designierter Gewandhauskapellmeister in der Nachfolge Riccardo Chaillys vorgestellt. Da sich ein vorzeitiger Amtsantritt zum 1. Mai 2017 aus organisatorischen Gründen nicht realisieren ließ, übernahm Nelsons das Amt am 1. Februar 2018,<ref>Nachfolger von Chailly kommt erst 2018 nach Leipzig. In: Leipziger Volkszeitung. 11. November 2015, S. 1.</ref><ref name="Ratsvorlage">Stadt Leipzig, Ratsversammlung am 19. November 2015: Vorlage VI-DS-01862-NF-01. Wahl von Andris Nelsons zum 01.02.2018 zum Gewandhauskapellmeister der Stadt Leipzig.</ref> dirigierte jedoch bereits in der Spielzeit 2016/17 das Gewandhausorchester.<ref name="PM" /> Nelsons wurde bis zum 31. Juli 2022 als Gewandhauskapellmeister gewählt.<ref name="Ratsvorlage" /> Sein Antrittskonzert fand am 22. Februar 2018 im Rahmen der drei Festwochen rund um den 275. Orchestergeburtstag statt,<ref>Werner Kopfmüller: Höllensturz und Himmelfahrt. In: Leipziger Volkszeitung. 24./25. Februar 2018, S. 13.</ref> der Festakt zu Nelsons’ Amtseinführung war am 23. Februar 2018 im Leipziger Alten Rathaus.<ref>Jan Emendörfer: „Sie überlassen mir eines der besten Orchester der Welt“. In: Leipziger Volkszeitung. 24./25. Februar 2018, S. 1.</ref>

Am 1. Januar 2020 dirigierte Andris Nelsons das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Im selben Jahr wurde bekannt, dass Nelsons beim Gewandhausorchester Leipzig bis 2027 verlängert hat. Auch sein Vertrag beim Boston Symphony Orchestra wurde bis 2025 ausgedehnt und mit einer automatischen Verlängerungsoption ergänzt.<ref>Andris Nelsons verlängert Vertrag bis 2027 beim Gewandhausorchester. In: leipzig.de. 5. Oktober 2020, abgerufen am 19. Mai 2025.</ref> Im März 2026 wurde überraschend bekannt gegeben, dass seine Amtszeit in Boston im Spätsommer 2027 enden wird. Demgegenüber verlängerten Nelsons und das Gewandhaus den Vertrag 2025 um eine dritte Amtszeit bis 2032.<ref>Andris Nelsons verlängert als Gewandhauskapellmeister bis 2032. In: Gewandhaus Leipzig. September 2025, abgerufen am 19. Mai 2025.</ref>

Familie

Von 2011 bis 2018 war Andris Nelsons mit der lettischen Sopranistin Kristīne Opolais verheiratet.<ref>Kristine Opolais: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Personal Statement vom 27. März 2018 (Memento vom 27. März 2018 im Internet Archive).</ref> 2011 wurde ihre gemeinsame Tochter Adriana Anna geboren.<ref>Mirko Weber: Singen als Leben. In: Die Zeit. Nr. 40, 27. September 2012, ISSN 0044-2070, S. 71–72 (zeit.de [abgerufen am 27. März 2018]).</ref> Im Frühjahr 2019 heiratete Andris Nelsons erneut. Die Hochzeit mit Alice Heidler fand in privatem Kreis in Bayern statt.<ref>A. Z. Madonna: BSO music director Andris Nelsons remarried in Germany this spring - The Boston Globe. Abgerufen am 22. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen

Diskografie

CDs

Film

Weblinks

Commons: Andris Nelsons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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