Natriummolybdat
Natriummolybdat mit der Summenformel Na2MoO4 ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Molybdate, welche auch oft als Dihydrat<ref>Vorlage:Substanzinfo</ref> und Decahydrat vorkommt. Es ist das Natriumsalz der Molybdänsäure.
Gewinnung und Darstellung
Natriummolybdat wurde erstmals durch Hydration synthetisiert.<ref>Spitsyn, Vikt. I.; Kuleshov, I. M. Zhurnal Obshchei Khimii., 21, 1951, S. 1701–1715.</ref> Eine bekanntere Synthese ist das Auflösen von Molybdäntrioxid in Natronlauge bei 50–70 °C.<ref name = Braithwaite>E.R. Braithwaite, J. Haber: Molybdenum: An outline of its Chemistry and Uses. Elsevier Science B.V. Amsterdam 1994.</ref> Das wasserfreie Salz wird durch Erhitzen auf mehr als 130 °C erzeugt.<ref>Vorlage:Merck</ref>
- <math>\mathrm{MoO_3 + 2 \ NaOH \longrightarrow Na_2MoO_4 \cdot 2 \ H_2O}</math>
Auch die Herstellung durch Zusammenschmelzen von Molybdäntrioxid mit Natriumcarbonat ist möglich.<ref>Hermann Hager, Franz von Bruchhausen: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis. Band 5; ISBN 978-3-5406-2646-6, S. 283.</ref>
Eigenschaften
Natriummolybdat ist ein weißer geruchloser Feststoff und bildet hydratisierte, glänzende, wasserlösliche Kristalle. Die Zersetzungstemperatur liegt bei 130 °C.<ref name="GESTIS" /> Natriumborhydrid reduziert das zentrale Molybdänatom zu einer niedrigeren Oxidationsstufe.<ref>Chi Fo Tsang and Arumugam Manthiram. Journal of Materials Chemistry. 7 (6), 1997, S. 1003–1006.</ref>
- <math>\mathrm{Na_2MoO_4 + NaBH_4 + 2 \ H_2O \longrightarrow NaBO_2 + MoO_2 + 2 \ NaOH + 3 H_2}</math>
Verwendung
Natriummolybdat wird als Analytisches Reagenz auf Alkaloide<ref>Vorlage:Carl Roth</ref>, zum Herstellen von Pigmenten und in der Medizin als Zusatzstoff in Sonden- oder Trinknahrung<ref>Produktinfos Fresubin</ref> sowie zur Herstellung anderer Molybdänverbindungen verwendet. In der Landwirtschaft nutzt man große Mengen als Dünger.<ref>W. Plant: Use of Lime and Sodium Molybdate for the Control of ‘Whiptail’ in Broccoli. In: Nature. 165, 1950, S. 533, Vorlage:DOI.</ref><ref>E. B. Davies: A Case of Molybdenum Deficiency in New Zealand. In: Nature. 165, 1945, S. 392, Vorlage:DOI.</ref>
Einzelnachweise
<references />