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Natürliches Licht

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Vorlage:Hinweisbaustein Als natürliches Licht ist eine andere Bezeichnung für Tageslicht, also Licht, welches nicht aus künstlichen Lichtquellen (erzeugt durch Leuchtmittel aller Art etc.) stammt. In der Regel handelt es sich um das ohnehin vorhandene Licht, das Available Light. Auf der Erde stammt das natürliche Licht in erster Linie von der Sonne und wird als sichtbarer Teil der Sonnenstrahlung wahrgenommen. Auch Mondlicht und Polarlicht werden zum natürlichen Licht gezählt.

Allgemeines

Für Menschen ist die Art sowie die Verfügbakreit und Helligkeit des Lichts nicht nur für die visuelle Wahrnehmung, sowie die räumliche Orientierung von Bedeutung, sondern auch in allen Lebensbereichen, in denen es ergänzend oder alternativ zum Kunstlicht Verwendung findet.

Die Eigenschaften des natürlichen Lichts variieren je nach Tageszeit, Jahreszeit und geografischen, sowie meteorologischen Bedingungen, die sich auf die Stärke und die Farbe des Lichts (siehe Farbtemperatur) auswirken.

In der Architektur

Datei:Pantheon Lichtstrahl.tif
Ein Lichtstrahl fällt durch das Opaion des Pantheons

Insbesondere vor der Einführung des elektrischen Stroms und der damit einhergehenden Verbreitung des künstlichen Lichtes, war es in der Architektur von großer Bedeutung, Räume durch entsprechende Lichtöffnungen und/oder Fenster mit Tageslicht zu versorgen.

In der Bauplanung wird die Ausleuchtung eines Raumes mit natürlichem Sonnenlicht – im Unterschied zur Beleuchtung mit künstlichem Licht – auch als „Belichtung“ bezeichnet.<ref name="FKAA">Belichtung. Freie Kunst Akademie Augsburg, abgerufen am 27. Januar 2026</ref>

In der Bauforschung vormoderner Architektur kommt hierbei u. a. Sakralbauten eine besondere Bedeutung zu, insbesondere wenn der Umgang mit Beleuchtung und Licht als historischer Forschungsgegenstand betrachtet wird.<ref>Licht - Konzepte in der vormodernen Architektur. archaeologie-online.de, abgerufen am 27. Januar 2026</ref>

Mittlerweile berücksichtigt ein Teil des Bauwesens die Ausleuchtung von Innenräumen bereits bei der Planung neuer Gebäude (sowie bei Um- und Ausbauten). Die sogenannte „ganzheitliche Lichtplanung“ berücksichtigt dabei sowohl natürliche als auch künstliche Lichtquellen. Die dazugehörige Berufsbezeichnung lautet Lichtplaner.<ref>Ulrike Brandi: Licht, Natur, Architektur. Ganzheitliche Lichtplanung verstehen und anwenden. Birkhäuser Verlag, Basel 2023, ISBN 978-3-0356-2408-3.</ref>

In der Kunst

Datei:Monet grainstacks W1273.jpg
Claude Monets Spiel mit Licht und Schatten hat einige der teuersten Gemälde der Kunstgeschichte hervorgebracht (Les Meules)

Die Belichtung spielt in der Kunst bei der Entstehung für Kunstwerken aller Art eine wichtige Rolle, sondern wird mittlerweile auch bei der Präsentation der Werke in Ausstellungen, sowie der Konzeption von Galerien und Museen berücksichtigt.<ref name="FKAA" /> In der Landschaftsmalerei kommt ausschließlich natürliches Licht zum Einsatz.

In der Fotografie liefert direktes Sonnenlicht harte, kontrastreiche Bilder mit hellen Lichtern und dunklen Schatten. Bei bewölktem Himmel sind kontrastarme Aufnahmen möglich, die es zulassen, sich ausschließlich auf die Farbwirkung zu konzentrieren.

Das natürliche Licht kann auch an Verunreinigungen der Luft oder Dunst und Nebel gestreut werden und somit die Fernsicht beeinträchtigen. Dies kann aber auch ein sanftes Bild ergeben oder bei Gegenlicht gewollte Schattenzeichnungen ermöglichen.

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />