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Nasale (Byczyna)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nasale
Nassadel
Vorlage:Platzhalterbild
Nasale Nassadel (Polen)
Nasale
Nassadel (Polen)
Nasale
Nassadel
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Opole
Powiat: Kluczbork
Gmina: Byczyna
Geographische Lage: 51° 5′ N, 18° 19′ OKoordinaten: 51° 4′ 38″ N, 18° 19′ 4″ O
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Einwohner: 394 (31. März 2011<ref>GUS 2011: Ludność w miejscowościach statystycznych według ekonomicznych grup wieku (polnisch), 31. März 2011, abgerufen am 20. Januar 2019</ref>)
Postleitzahl: 46-220
Telefonvorwahl: (+48) 77
Kfz-Kennzeichen: OKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Nasale (deutsch Nassadel) ist ein Dorf der Stadt-Land-Gemeinde Byczyna, Powiat Kluczborski, Woiwodschaft Opole im Südwesten Polens.

Geographie

Geographische Lage

Nasale liegt im nordwestlichen Teil Oberschlesiens im Kreuzburger Land. Das Dorf Nasale liegt rund zwölf Kilometer südöstlich vom Gemeindesitz Byczyna, rund 18 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Kluczbork und etwa 65 Kilometer nordöstlich der Woiwodschaftshauptstadt Oppeln.

Nachbarorte

Nachbarorte von Nassadel sind im Nordwesten Wojsławice (Woislawitz), im Nordosten Uszyce (Uschütz), im Südosten Pogorzałka (Hellewald), im Südwesten Pszczonki (Schonke) und im Westen Gosław (Goslau).

Geschichte

Datei:Schloss Nassadel 2.jpg
Schloss Nassadel um 1870
Datei:Kościół Ewangelicki św. Wawrzyńca w Nasalach.jpg
Die 2010 abgebrannte Schrotholzkirche
Datei:Kościół Ewangelicki Apostołów Piotra i Pawła w Nasalach 01.JPG
Evangelische Kirche – 2013 erbaut

Das Dorf wurde erstmals im Jahre 1393 als Nossadil urkundlich erwähnt.<ref name="Knie">Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 427.</ref>

1829 wurde ein Schulhaus im Dorf erbaut. 1845 bestanden im Dorf ein Schloss, eine evangelische Schule, eine Brennerei und weitere 43 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Nassadel 418 Menschen, davon 123 katholisch und drei jüdisch.<ref name="Knie" /> 1874 wurde der Amtsbezirk Nassadel gegründet. Dieser umfasste die Ortschaften Adolphsthal, Barkhausen, Carlsthal, Erdmannshain, Goslau, Gusenau, Nassadel I, Nassadel II, III, IV, Nieder Nassadel und Pohlwitz sowie den Gutsbezirken Goslau und Nassadel II, III, IV. Erster Amtsvorsteher war der Premierlieutenant a. D. Seiffert.<ref>Territorial Amtsbezirk Nassadel</ref>

Im Jahr 1910 hatte der Ort 1195 Einwohner. Der Gutsbezirk Nassadel zählte im gleichen Jahr 144 Einwohner.<ref>Landkreis Kreuzburg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. Mai 2023;.</ref> 1933 lebten in Nassadel 1216, 1939 wiederum 1128 Menschen. Bis 1945 gehörte das Dorf zum Landkreis Kreuzburg O.S.<ref name="verwaltungsgeschichte"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verwaltungsgeschichte – Kreis Kreuzburg O.S. (Memento vom 3. September 2017 im Internet Archive)</ref>

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Nasale umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam das Dorf zum Powiat Kluczborski. Die Einwohnerzahl im Jahr 2011 betrug 394 Personen.<ref>wieś Nasale w liczbach</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1910 1933 1939 2011
Einwohner 1.195 1.216 1.128 394

Religion

Die katholische Gemeinde gehört zum Bistum Opole, die evangelische zur Diözese Katowice.

Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Schrotholzkirche aus dem Jahr 1730 wurde 1939 aus Seichwitz transloziert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche an die evangelische Gemeinde übergeben. Sie brannte am 11. Mai 2010, nach einem Blitzeinschlag, vollständig ab. 2013 wurde eine steinerne Kirche an gleicher Stelle erbaut.<ref>Evangelische Kirche Nasadel (poln.)</ref>
  • Die katholische Kirche St. Lorenz ist ein neugotischer Backsteinbau von 1870 mit Frontturm und wurde anstelle des 1508 erwähnten hölzernen Vorgängerbaus als evangelisches Gotteshaus errichtet. Nach 1945 übernahmen die Katholiken die Kirche und statteten sie mit Altären der nun evangelischen Schrotholzkirche aus.
  • Das klassizistische Schloss Nassadel wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut. Letzter Bewohner des Schlosses war Kurt Lipinsky, ehe er im Januar 1945 das Gut verließ. Das Schloss ist heute ein Wohnhaus. Die Nebengebäude verfallen derzeit.<ref>Schloss Nassadel (poln.)</ref>

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Nasale (Byczyna) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Gemeinde Byczyna