Zum Inhalt springen

Nachrichtendienst der Syrischen Luftwaffe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Flag of the Syrian Air Force Intelligence Directorate.png
Logo des Nachrichtendienstes der Luftwaffe

Der Nachrichtendienst der Syrischen Luftwaffe (arabisch إدارة المخابرات الجوية {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ‚Direktorat für den Geheimdienst der Luftwaffe‘)<ref>Syrien: Folterzentren aufgedeckt. Details zu 27 Haftanstalten: Lage, Name der Befehlshaber, Foltermethoden. Human Rights Watch, 3. Juli 2012, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> war der mächtigste Nachrichtendienst von Syrien.<ref name="FAZ">Rainer Hermann: Geheimdienste in Syrien: Teile, herrsche, morde. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. April 2011, abgerufen am 22. Dezember 2024.</ref> Es wurde 1963 gegründet und existierte bis zum Sturz des Regimes im Jahr 2024.<ref>Syrien: Syrische Machthaber kündigen Auflösung der Geheimdienste an. In: Zeit Online. (zeit.de [abgerufen am 29. Dezember 2024]).</ref>

Aufgaben und Geschichte

Die Hauptaufgabe dieses Dienstes besteht nicht in der Informationsbeschaffung für die syrischen Luftstreitkräfte, wie der Name vermuten lassen könnte. Der Name des Dienstes geht vielmehr auf den Umstand zurück, dass der spätere Präsident Hafiz al-Assad Kommandeur der syrischen Luftwaffe war und nach seiner Machtergreifung 1970 den Nachrichtendienst seiner Teilstreitkraft gezielt mit Vertrauten und Freunden besetzte, um ihn zügig zu einem vollwertigen Nachrichtendienst auszubauen.<ref name="FAZ" />

Bekannte Operationen des Dienstes waren:

Der Leiter des Dienstes war seit 1963 für 24 Jahre Generalmajor Muhammad al-Chuli. Die Bedeutung des Dienstes wird dadurch deutlich, dass al-Chulis Nachbarbüro im Präsidentenpalast das Büro der Assads war.

Am OLG Koblenz begann im April 2020 der weltweit erste Prozess wegen Folter gegen Beteiligte des Assad-Regimes, zwei Geheimdienstmitarbeiter. Im al-Chatib-Prozess sind aufgrund von Ermittlungen des deutschen Generalbundesanwalts Oberst Anwar R., Leiter der Ermittlungsabteilung des Gefängnisses al-Chatib wegen Folter in 4000 Fällen, 58 Morde und einzelne Fälle sexueller Nötigung und Eyad A., der friedlich Protestierende bei Demonstrationen gefangen genommen und in die al-Chatib-Abteilung verbracht haben soll, angeklagt.<ref>So wichtig ist die deutsche Sprache nicht. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 22. November 2020.</ref>

Gemäß unbestätigten Berichte wurde am 8. Mai 2024 einige Führungspersönlichkeiten ausgetauscht. Dieser Austausch soll stattgefunden haben, um den Nachrichtendienst enger an Russland zu binden und Iranfreundliche Personen zu entfernen. Oberst Duraid Awad leitet die Abteilung in Hama, Brigadegeneral Radwan Saqqar leitet die Abteilung in Homs, nach dem er aus Hama abgezogen wurde. Brigadegeneral Rami Munir Ismail befehligt die Syrische Küstenregion.<ref>New Syria intelligence appointments benefit Russia at expense of Iran. In: middleeastmonitor.com. 11. Mai 2024, abgerufen am 22. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leiter des Geheimdienstes

Regionale Leiter

  • Abteilung Damaskus: Eyad Mandou (im Jahr 2012)
  • Abteilung Homs: Jawdat al-Ahmed (im Jahr 2012, von Human Rights Watch beschuldigt, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich zu sein).<ref name=":1" />
  • Abteilung Daraa: Qusay Mihoub (im Jahr 2012, von Human Rights Watch beschuldigt, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich zu sein).<ref name=":1" />
  • Abteilung Latakia: Suhail al-Abdullah (im Jahr 2012, von Human Rights Watch beschuldigt, für Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich zu sein).<ref name=":1" />

Paramilitärische Einheiten

Weblinks

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Nachrichtendienste Syriens

Vorlage:Hinweisbaustein