Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Natriumperiodat – Wikipedia Zum Inhalt springen

Natriumperiodat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von NaIO4)
Strukturformel
Natriumion Periodation
Allgemeines
Name Natriumperiodat
Andere Namen
  • Natriummetaperiodat
  • Natriumperjodat
Summenformel NaIO4
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 232-197-6
ECHA-InfoCard 100.029.270
PubChem 23667635
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 213,89 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,87 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

Ab etwa 300 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

mäßig in Wasser (91 g·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 271​‐​314​‐​372​‐​410
P: 210​‐​260​‐​273​‐​280​‐​303+361+353​‐​305+351+338​‐​308+310<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumperiodat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Periodate (genauer das Natriumsalz der Metaperiodsäure). Es liegt in Form eines sehr reaktionsfähigen, brandfördernden, geruch- und farblosen Pulvers vor.

Vorkommen

Natriumperiodat kommt natürlich in geringen Mengen als Beimengung von Chilesalpeter vor.

Gewinnung und Darstellung

Natriumperiodat kann aus Natriumiodat dargestellt werden.<ref>Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6.</ref>

<math>\mathrm{NaIO_3 + 4\ NaOH + Cl_2 \longrightarrow Na_3H_2IO_6 + 2\ NaCl + H_2O}</math>
<math>\mathrm{Na_3H_2IO_6 + 2\ HNO_3 \longrightarrow NaIO_4 + 2\ NaNO_3 + 2\ H_2O}</math>

Eigenschaften

Bei Erhitzung über 300 °C zersetzt sich Natriumperiodat, wobei Natriumoxid und Iod (oder bei Anwesenheit von Feuchtigkeit Iodwasserstoff) entstehen. Natriumperiodat kristallisiert tetragonal, Raumgruppe I41/a (Raumgruppen-Nr. 88)Vorlage:Raumgruppe/88, mit den Gitterparametern a = 5,337 Å und c = 11,95 Å.<ref>A. Kalman, D.W.J. Cruickshank: Refinement of the Structure of NaIO4. In: Acta Crystallographica, B26, 1970, S. 1782–1785, doi:10.1107/S0567740870004880.</ref>

Verwendung

Natriumperiodat wird als Maßlösung eingesetzt. Es kann auch zur Herstellung von 1-Pyrrolin und als Oxidationsmittel (z. B. bei Dihydroxylierungen als Cooxidans) verwendet werden. In der Bioorganischen Chemie dient es zur selektiven Oxidation von aminoterminalen Serinen in Peptiden oder Proteinen. Auf diese Weise werden Glyoxalfunktionen erzeugt. Diese aldehydischen Gruppen können mit primären Aminen in Schiff’sche Base Reaktionen zur Biokonjugation verwendet werden. Aldehydfunktionen können auch mittels Natriumperiodat vermittelter Oxidation aus 1,2-Diolen, welche in Zuckerresten glycosilierter Biomoleküle vorkommen, erzeugt werden.

Sicherheitshinweise

Natriumperiodat selbst brennt nicht, aber es kann bestehende Brände erheblich fördern und reagiert heftig mit brennbaren Stoffen, so dass es bei Kontakt mit solchen zu einer Selbstentzündung kommen kann.

Einzelnachweise

<references />