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Möckern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Wappen Deutschlandkarte
Datei:DE-ST 15-0-86-140 Moeckern 2009 COA.svg
Basisdaten
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 8′ N, 11° 57′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|15086140}}Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 8′ N, 11° 57′ O
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Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Jerichower Land
Höhe: 62 m ü. NHN
Fläche: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km²
Einwohner: {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|15086140}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code QUELLE}}</ref>
Bevölkerungsdichte: Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km²
Postleitzahlen: 39279 (Hobeck, Loburg, Rosian, Schweinitz, Zeppernick),
39291 (übrige Ortschaften)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 039221, 039223, 039224, 039225, 039244, 039245, 039226
Kfz-Kennzeichen: JL, BRG, GNT
Gemeindeschlüssel: 15 0 86 140
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Markt 10
39291 Möckern
Website: www.moeckern-flaeming.de
Bürgermeisterin: Doreen Krüger (parteilos)
Lage der Stadt Möckern im Landkreis Jerichower Land
<imagemap>

Bild:Möckern in JL.png|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte

poly 80 242 88 240 86 231 108 226 107 218 101 213 93 208 90 206 91 194 86 200 86 199 79 205 74 209 Biederitz poly 119 182 118 172 110 171 102 176 98 189 89 178 95 171 82 164 96 152 97 138 107 127 118 124 139 116 144 109 153 121 155 131 157 137 164 144 159 157 153 158 144 155 144 165 139 168 140 183 Burg poly 166 146 160 136 155 125 146 105 155 101 146 97 151 91 162 85 167 74 170 61 172 58 182 72 174 85 179 92 184 89 194 88 205 96 191 105 175 109 185 109 180 124 180 130 176 141 Elbe-Parey poly 248 168 255 141 236 131 232 106 235 102 237 94 246 90 242 85 220 86 220 76 223 61 208 59 197 83 175 79 175 91 193 87 202 96 191 105 182 109 179 124 176 141 192 138 192 155 206 154 196 169 214 173 220 157 225 163 Genthin poly 151 293 168 282 175 275 184 264 167 264 171 252 137 245 129 244 137 230 121 234 121 219 115 230 105 231 89 237 78 244 94 263 113 265 123 266 115 276 141 295 Gommern poly 257 144 267 113 255 107 269 97 266 91 260 85 253 82 259 73 266 62 278 51 268 43 254 45 244 20 241 42 227 42 217 41 203 37 198 22 195 18 185 26 165 28 173 20 170 4 161 8 154 33 169 46 167 56 181 56 186 69 168 79 179 84 196 85 202 66 207 60 225 59 220 74 229 83 245 84 249 91 237 95 230 104 232 114 244 132 Jerichow poly 193 265 170 261 171 253 135 241 141 235 123 233 123 219 116 230 104 228 109 217 101 210 119 200 119 198 129 197 133 198 138 189 162 184 154 178 150 167 145 162 146 156 168 155 164 144 186 141 194 141 188 154 198 155 206 156 197 170 215 176 199 178 179 172 183 168 187 167 180 160 174 160 166 163 180 173 193 179 210 176 219 170 223 163 233 169 234 179 242 182 256 174 260 179 244 189 237 212 247 226 255 245 232 240 226 256 208 259 198 256 Möckern poly 106 210 84 211 94 198 82 198 75 209 71 198 80 184 79 167 87 165 85 184 105 185 105 172 113 170 123 184 140 180 142 166 149 157 157 191 140 188 130 188 133 198 121 192 115 197 Möser poly 257 177 248 163 243 167 227 162 230 170 236 168 231 175 242 181 Möckern poly 177 171 189 164 180 160 170 161 167 164 Möckern poly 89 113 88 0 0 0 0 114 Sachsen-Anhalt

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Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Möckern ist eine Stadt im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.

Geografie

Lage

Die Stadt liegt im Westfläming. Die Landeshauptstadt Magdeburg liegt ca. 20 Kilometer in westlicher Richtung entfernt, die Kreisstadt Burg grenzt im Norden an das Gemeindegebiet. Durch die Stadt fließt der Elbe-Nebenfluss Ehle, und im Osten erstreckt sich ein etwa 50 km² großes Kiefernwaldgebiet. Die höchste Erhebung ist mit 127 m ü. NHN der Jerusalemberg auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow.<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> Möckern steht auf Platz vier in der Liste der flächengrößten Gemeinden Deutschlands nach Berlin, Hamburg und Gardelegen und hat mit gut 525 km² etwa ein Fünftel der Fläche des Saarlands.

Gemeindegliederung

Möckern ist eine Einheitsgemeinde und besteht aus 50 Ortsteilen, die auf 27 Ortschaften aufgeteilt sind. Die Zusammenfassung der Ortsteile zu Ortschaften erfolgte nach den früheren Gemeindestrukturen.<ref>Aufteilung in Ortschaften</ref><ref>Landkreis Jerichower Land (Hrsg.): Amtsblatt. 9. Jahrgang, Nr. 5. Burg 30. April 2015, S. 160 ff. (lkjl.de [PDF; 1,8 MB; abgerufen am 1. Dezember 2015]).</ref> Hinzu kommen die in nachfolgender Tabelle außerdem aufgeführten Siedlungen und Wüstungen, die zum jeweils vorgenannten Ortsteil gehören.<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref>

Ortschaft Ortsteil Siedlungen
der Ortsteile
Wüstungen
Büden Büden
Dörnitz Dörnitz Kupferhammer
Altengrabow Gloine
Klitsche
Thümermark
Drewitz Drewitz
Friedensau Friedensau Wusten
Grabow Grabow Am Fenn
Grille Polzuhn
Hainichte
Grünthal
Kähnert Forsthaus Kähnert
Ziegelsdorf
Hobeck Göbel
Hobeck
Klepps Ziegelei Klepps
Hohenziatz Hohenziatz
Lüttgenziatz
Krüssau Brandenstein
Krüssau
Küsel Küsel
Stadt Loburg Bomsdorf Eckebusch Heidesegen
Loburg Diesingshof Gröden
Güssen
Padegrim Küpel
Rottenau Möckernitz
Wahl Zumitz
Lübars Glienicke
Klein Lübars
Lübars
Riesdorf
Ortschaft Ortsteil Siedlungen
der Ortsteile
Wüstungen
Magdeburgerforth Magdeburgerforth
Stadt Möckern Lütnitz
Möckern Grätzer Hof Gesow
Bredewitz
Lochow Kallow
Lühe Roskow
Pabsdorf Kahme
Reesdorf Reesdorf Buschhäuser
Waldhof
Rietzel Rietzel
Rosian Rosian
Isterbies
Schweinitz Schweinitz Schweinitzer Hütten
Stegelitz Stegelitz Radersdorf
Zugberg
Stresow Stresow
Theeßen Räckendorf Nyblitz
Spühlkrug
Theeßen Birkenbusch Portez
Waldsiedlung
Tryppehna Tryppehna Degenitz
Parschwinkel
Wallwitz Wallwitz
Wörmlitz Wörmlitz Schröps
Swinow
Wüstenjerichow Wüstenjerichow Waldrogäsen
Zeddenick Zeddenick Ginow
Pamelitz
Zeppernick Brietzke
Dalchau
Kalitz
Wendgräben
Zeppernick
Ziepel Kampf
Landhaus
Ziepel Dudendorf

Bis zum Inkrafttreten eines Staatsvertrags über die Änderung der gemeinsamen Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg im Oktober 2024 lagen fünf kleine Enklaven, die zu den brandenburgischen Gemeinden Buckautal und Ziesar im Landkreis Potsdam-Mittelmark gehörten, im Stadtgebiet Möckerns, und umgekehrt gab es eine Exklave, die zu Möckern gehörte, in Ziesars Stadtgebiet.

Geschichte

Die Slawen nannten den Ort, aus dem sich später Möckern entwickelte, „Mokrianici“ – feuchter Ort –, denn die Ehle bildete zu dieser Zeit hier ein ausgedehntes Sumpfgebiet. Es wird vermutet, dass die Siedlung schon zum Ende des 9. Jahrhunderts unter deutschem Einfluss stand; sicher ist, dass sie Mitte des 10. Jahrhunderts ein deutscher Burgward war. Als solche wurde sie mit einer Urkunde von König Otto I. aus dem Jahre 948 zur Zehntleistung an das Magdeburger Moritzkloster verpflichtet. Diese Urkunde gilt als Ersterwähnung des Ortes. Zu dieser Zeit wurde auch anstelle der alten slawischen Anlage eine Burg errichtet, deren Bergfried noch heute Teil des Möckeraner Schlosses ist. Sie diente als Vorposten dem Schutz Magdeburgs und sicherte zugleich die wichtigen Straßen nach Brandenburg und Zerbst. 955 soll Otto I. nach seinem Sieg über die Ungarn am 10. August des Jahres (Tag des Heiligen Laurentius) die Pfarrkirche gestiftet haben, die seither den Namen des Heiligen trägt. Im 11. Jahrhundert erhielt Möckern eine Stadtbefestigung (seit dem 12. Jahrhundert aus Feldsteinen), die mit drei Toren ausgestattet wurde. Es ist nachgewiesen, dass Möckern bereits im Jahre 1373 das Stadtrecht besaß.

Die Herrschaftsfolge in Möckern war über mehrere Jahrhunderte hindurch vielfältig und kompliziert. Im 12. Jahrhundert übten die Brandenburger Markgrafen die Herrschaftsrechte aus, doch Markgraf Otto II. überließ sie 1196 dem Erzbistum Magdeburg. Spätestens im 14. Jahrhundert gelangte Möckern in den Besitz des Stifts Quedlinburg, das die Grafen von Arnstein mit der Stadt als Rittergut belehnten. 1376 gab das Stift seine Rechte wieder an Brandenburg ab. Danach wurde Möckern mehrfach verpfändet, u. a. an die Familie von Alvensleben oder das Erzbistum Magdeburg. Nach mehreren Prozessen verzichtete der brandenburgische Kurfürst 1472 zugunsten des Erzbistums auf seine Lehnshoheit. Das Lehen ging an die Grafen von Lindow-Ruppin, die es bis zu ihrem Aussterben 1524 besaßen. 1710 ging der Besitz an Christian Wilhelm von Münchhausen über, 1742 an die Freiherren vom Hagen, deren Patrimonialrechte 1849 aufgehoben und die 1945 durch die Bodenreform enteignet wurden.

Datei:Schloss Mockern.jpg
Schloss Möckern

Infolge der Besetzung durch den Herzog Franz Karl von Lauenburg während des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1626 und durch einen Großbrand 1688 wurden schwere Schäden in der Stadt angerichtet. Seit 1680 gehörte die Stadt zum brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg und lag im damaligen Jerichower Kreis. 1700 errichtete man ein neues Rathaus. Im Jahre 1715 ließ sich von Münchhausen als Ersatz für die alte Burg ein neues Schloss bauen, das auf Veranlassung seines Nachfolgers Graf Wilhelm vom Hagen 1840 nach dessen Vorstellungen umgebaut wurde.

Am 5. April 1813 fanden südlich von Möckern schwere Gefechte zwischen den verbündeten preußisch-russischen Truppen und der französischen Armee statt, die mit einer Niederlage für die Franzosen endeten und den erfolgreichen Auftakt des Befreiungskrieges gegen Napoléon bildete. Das Ereignis ist als das Gefecht bei Möckern in die Geschichte eingegangen.

Nach dem endgültigen Sieg Preußens ordnete das Königreich seine Kreisverwaltung neu. So kam Möckern 1816 in den neu gebildeten Kreis Jerichow I mit der Kreisstadt Burg. Hatte der Ort bisher einen Charakter als Ackerbürgerstadt mit Brauereien und Krammärkten, so wandelte sich die Infrastruktur durch die 1892 eröffnete Bahnstrecke Magdeburg–Loburg mit der Ansiedelung von Sägewerken, einer Dampfmühle und einer Stärkefabrik merklich. Ebenfalls 1892 wurde mit Unterstützung der Feuersozietät eine militärisch organisierte Feuerwehr errichtet.<ref>Feuerwehr-Geschichte – Feuerwehren in der Provinz Sachsen – Auszüge aus Geschäfts-Berichten der Städte-Feuersozietät. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März 2018; abgerufen am 21. März 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/feuerwehr-geschichte.wikia.com</ref> 1895 wurde das bisherige Rathaus durch einen dreigeschossigen Neubau im Renaissancestil ersetzt. Am Ende des 19. Jahrhunderts hatte Möckern über 1700 Einwohner.

Der relative Wohlstand der Stadt wurde auch durch die private Bautätigkeit sichtbar, die bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann und bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs andauerte. In dieser Zeit entstanden im Westteil eine Reihe neuer Straßenzüge, die zum Teil mit Häusern im Jugendstil bebaut wurden. Am 5. Mai 1945 wurde Möckern von der Roten Armee besetzt. Daraufhin nahmen sich 42 Einwohner das Leben.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Grafen vom Hagen durch die von der sowjetischen Besatzungsmacht angeordneten Bodenreform enteignet und verloren dadurch auch ihr Möckeraner Schloss. Hier wurde eine Filiale des Staatsarchivs Magdeburg untergebracht. Mit der DDR-Gebietsreform von 1952 kam Möckern zunächst in den Kreis Loburg, am 20. Juni 1957 in den Kreis Burg im Bezirk Magdeburg. In den 1960er Jahren wurde der Geflügelmastbetrieb Kombinat Industrielle Mast (KIM) eingerichtet, der sich zu den größten seiner Art in der DDR entwickelte. Dieser firmierte ab den 1980er Jahren als Kombinatsbetrieb VEB Broiler- und Frischeierproduktion Möckern des Kombinats Industrielle Tierproduktion. Im Jahre 1964 lebten 2904 Menschen in Möckern.

Von 1990 bis 1994 lag Möckern weiterhin im Landkreis Burg, jetzt des Landes Sachsen-Anhalt. Seit der Kreisreform 1994 gehört die Gemeinde zum Landkreis Jerichower Land.

Seit 1991 war Möckern Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft, anfangs Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Möckern, dann ab dem 1. Januar 2005 der Verwaltungsgemeinschaft Möckern-Fläming und seit dem 1. Juli 2007 der Verwaltungsgemeinschaft Möckern-Loburg-Fläming, die zum 1. September 2010 aufgelöst wurde, aber zum 31. August 2011 durch die Ausgliederung des Ortes Schopsdorf aus der Stadt Möckern – diesmal mit zwei Gemeinden – wiedererrichtet wurde. Ab 2005 wurde im Stadtteil Lochow auf dem Gelände eines fünf Hektar großen ehemaligen Militär-Grundstücks eine Außenstelle der Maßregelvollzugsanstalt Uchtspringe mit 80 Plätzen trotz massiver Proteste der Bevölkerung eingerichtet.

Das KIM wurde nach der deutschen Wiedervereinigung vom Wiesenhof-Konzern übernommen, der damit 400 Arbeitsplätze für die Stadt sicherte.<ref name="www.welt.de">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Geflügelgigant Wiesenhof: Eine Stadt fest im Griff der Hähnchenmast.] Die Welt, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 26. Oktober 2013.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Als ein weiterer wichtiger Arbeitgeber stellt eine Firma Laminatfußböden her, die in ganz Europa verkauft werden. Arbeitsplätze schuf auch die alte Gutsherrenfamilie Graf vom Hagen, die 1991 in ihre frühere Heimat zurückkehren und ihr ehemaliges Gut zurückkaufen konnte. Im Schloss, das weiterhin im kommunalen Besitz blieb, wurde nach dem Auszug des Staatsarchivs 1998 die Grundschule von Möckern untergebracht.

In der Tongrube Möckern wurden von Juni 2005 bis Mai 2006 etwa 170.000 Tonnen Abfall illegal entsorgt. Erst nach fünf Jahren Prozessdauer und 136 Verhandlungstagen verurteilte das Landgericht Stendal sechs Angeklagte zu Freiheitsstrafen zwischen drei Jahren ohne Bewährung und elf Monaten mit Bewährung.<ref>Revision nach illegaler Müllentsorgung in Möckern sueddeutsche.de vom 14. Mai 2020, abgerufen am 26. März 2023</ref> Die Entsorgung kostete 10,3 Millionen Euro des Mülls, da die Betreiberfirma insolvent ging.<ref>Land kommt nach Müllskandal für Millionenkosten auf n-tv.de vom 15. März 2023, abgerufen am 26. März 2023</ref>

Eingemeindungen

Eingemeindet wurden 1950 Lühe<ref name="Gemeinden1994">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>, 2002 vier Gemeinden<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002</ref>, 2003 Büden und Ziepel<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003</ref>, 2004 Hohenziatz<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004</ref>, 2007 Zeppernick<ref>StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007</ref>, 2008 Theeßen<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2008</ref>, 2009 elf Gemeinden<ref>StBA: Gebietsänderungen am 01.01.2009</ref><ref>StBA: Gebietsänderungen vom 2. Januar bis 31. Dezember 2009</ref> und 2010 sieben Gemeinden<ref>StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010</ref>. Die Stadtfläche vergrößerte sich dadurch von 246,28 km² auf 530,19 km². Am 31. August 2011 hob das Verwaltungsgericht Dessau die Eingemeindung von Schopsdorf wegen formaler Fehler wieder auf.

Bevölkerung

Jahr Einwohner
1990 03.158
2005 06.736
2010 14.269
2015 12.980
2020 12.935
Jahr Einwohner
2021 12.778
2022 12.707
2023 12.684
2024 12.591

Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt)<ref>Bevölkerung der Gemeinden. In: statistik.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 5. August 2025.</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Der starke Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 2005 und 2010 ist auf Eingemeindungen zurückzuführen.

Politik

Datei:Rathaus Moeckern.jpg
Rathaus von 1895 mit Stele der Stadtgöttin

Stadtrat

Der Stadtrat von Möckern besteht aus 28 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 65,9 % zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil
2019<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019</ref>
Sitze
2019
Stimmenanteil
2024
Sitze
2024
CDU 42,8 % 12 46,8 % 13
Wählergemeinschaft Fläming 27,3 % 08 26,9 % 08
FDP 07,9 % 02 07,1 % 02
Die Linke 08,2 % 02 06,2 % 02
AfD 05,1 % 01
Freie Wählergemeinschaft Friedensau 04 (FWF 04) 04,8 % 02 04,9 % 01
SPD 04,2 % 01 02,0 % 01
Einzelbewerberin Johanna-Izabel Wengersky 00,7 %
Bündnis 90/Die Grünen 04,4 % 01 00,4 %
Freie Wählergemeinschaft Endert JL 00,3 %
Insgesamt 100 % 28 100 % 28

Die Ortsteile vertreten ihre Interessen durch ihre Ortschaftsräte und jeweils durch ihren Ortsbürgermeister.

Bürgermeister

Krüger wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 10. April 2022 mit 52,2 % der gültigen Stimmen gewählt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 10. April 2022</ref> Ihre Amtszeit beträgt sieben Jahre.<ref>Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61</ref>

Wappen

Blasonierung: „Geviert von Gold und Rot; Feld 1: eine rote Burg mit drei Zinnentürmen, grünen beknauften Spitzdächern und offenem Tor, darin ein gezogenes Fallgitter, seitlich je ein Erker mit grünem beknauften Spitzdach; Feld 2: eine silberne Burg mit gezinnter schwarzgefugter Mauer, offenem Tor und drei Türmen, auf dem Torturm und den drei Türmen blaue Spitzdächer, aus dem Spitzdach des mittleren erniedrigten Turmes ein goldenes Kreuz; Feld 3: drei fächerartig gestellte goldene Ähren; Feld 4: drei fächerartig gestellte grüne Eichenblätter.“<ref name="Amtsblatt">Landkreis Jerichower Land (Hrsg.): Amtsblatt. 3. Jahrgang, Nr. 31. Burg 23. Dezember 2009, S. 1195 f. (lkjl.de [PDF; 920 kB; abgerufen am 1. Dezember 2015]).</ref>

Im Feld 1 befindet sich das ehemalige Wappen der Stadt Möckern, im zweiten Feld ist das alte Loburger Wappen zu sehen. Die Felder drei und vier stehen für die Wälder und Felder und im Speziellen für den Fläming.

Datei:DE-ST 15-0-86-140 Moeckern 1995 COA.svg
Wappen des Ortsteils Möckern
Datei:Wappen Loburg.png
Wappen des Ortsteils Loburg

Das Wappen wurde am 21. Dezember 2009 durch den Landkreis genehmigt. Es wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Wappen des Ortsteiles Möckern:

Blasonierung: „In Gold eine rote Burg mit drei Zinnentürmen mit grünen Spitzdächern und Knäufen und offenem Tore, darin ein gezogenes Fallgitter, seitlich je ein kleiner Erker mit grünem Spitzdach und Knauf.“

Die Symbolik geht auf ein Siegel von 1473 zurück, das die Umschrift „sivitatis * burgesi * van * mockern“ trägt und damit wahrscheinlich Bezug auf die ehemalige Wasserburg nimmt.

Die Blasonierung des zu DDR-Zeiten etablierten Wappens lautete: „In Gold eine fünftürmige rote Burg mit gekehlter Mauer und schwarzer Toröffnung, die Türme – zwei kleine äußere, zwei höhere gezinnte innere sowie ein gezinnter Mittelturm – mit blauen Spitzdächern und goldenen Knäufen.“ Dieses Erscheinungsbild stimmte nicht mit dem durch den Heraldiker Otto Hupp Anfang des vergangenen Jahrhunderts dargestellten Wappen Möckerns überein. Beim neuen Design des Wappens wurde darum die historisch verbürgte Grafik zugrunde gelegt und einem zeitgemäßen Stil der Wappenkunst angepasst.

Im Mai 1995 realisierte der Heraldiker Jörg Mantzsch den Auftrag der Stadtverwaltung, eine Neugestaltung des in Gewohnheitsrecht geführten Wappens durchzuführen, um dieses ins Genehmigungsverfahren zu bringen.

Flaggen

Die Flagge der Stadt Möckern ist Rot – Gelb (1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Stadtwappen belegt.<ref name="Amtsblatt" />

Die Flagge des Ortsteiles Möckern ist grün – rot – gelb (1:1:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Wappen belegt.

Städtepartnerschaft

Datei:Kirche Moeckern.jpg
Stadtkirche St. Laurentius
Datei:Möckern Stadtgöttin vor dem Rathaus.jpg
„Stadtgöttin“ von 1995
Datei:Moeckernmauer.jpg
Stadtmauerrest

Sehenswürdigkeiten

Die Kulturdenkmale Möckerns sind in der Liste der Kulturdenkmale in Möckern (Sachsen-Anhalt) eingetragen, die Bodendenkmale in der Liste der Bodendenkmale in Möckern.

Die evangelische St.-Laurentius-Kirche liegt im südlichen Stadtzentrum. Der Ursprungsbau aus dem 10. Jahrhundert bestand zunächst aus Holz und wurde ab dem 13. Jahrhundert mit Feldsteinmaterial umgebaut; neben dem quadratischen Turm entstand ein wesentlich breiteres Kirchenschiff aus dem 15. Jahrhundert und ein schmalerer Altarraum. Im Inneren verdient der 1587 angefertigte Altaraufsatz mit seinen Gemälden Beachtung.

St. Timothei ist die Ruine einer romanischen Feldsteinkirche im Dorf Klein Lübars. Weitere typische Feldsteinkirchen aus der Zeit der Romanik befinden sich in den Ortsteilen.

Östlich des im Stadtzentrum gelegenen Marktplatzes befindet sich das Schloss Möckern. Ältester Bauteil ist der quadratische Bergfried aus dem Mittelalter. Das heutige Schlossgebäude stammt aus dem Jahr 1840 und wurde von dem Rittergutsbesitzer vom Hagen errichtet. Zum Schloss gehört ein Englischer Landschaftspark.

Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus steht eine mannshohe Stele, auf der ein gekrönter Frauenkopf thront, „Stadtgöttin“ genannt. Sie wurde 1995 von dem Magdeburger Bildhauer Heinrich Apel geschaffen. In einer Stadtpublikation wird sie wie folgt beschrieben: „Ihre Krone ist eine Stadtmauer mit offenen Toren für Jederfrau und Jedermann, auf deren Zinnen die fleißigen Bürger ihr Handwerk zeigen. Wie der Schalk im Nacken sitzt ihr ein Liebespaar – Darstellung der Jugend und der ständigen Erneuerung des kleinstädtischen Lebens“.

Der Bahnhof Magdeburgerforth im Ortsteil Magdeburgerforth ist ein denkmalgeschützter Museumsbahnhof einer historischen Schmalspurbahn. Von einem Verein wird eine vom Bahnhof ausgehende und in den 1960er Jahren stillgelegte Strecke der Kleinbahnen des Kreises Jerichow I wieder aufgebaut. Ein bereits fertiggestellter Streckenabschnitt wird im Publikumsverkehr befahren.<ref>Museumsbahn. Eingesehen am 12. April 2015.</ref>

In der Stadt befindet sich eine Grabstätte nahe der Friedhofskapelle auf dem Ortsfriedhof für den parteilosen Zimmermann Albert Werlitz, der zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wegen regimefeindlicher Äußerungen verhaftet wurde und im Gefängnis von Gommern den Tod fand. Auch ein Straßenname erinnert an ihn, während eine Gedenktafel am Rathausportal verschwunden ist.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

In Möckern kreuzen sich die Bundesstraßen 246 (KönigsbornEisenhüttenstadt) und 246a (Burg–Schönebeck). Die Bundesautobahn 2 ist nach zehn Kilometern an der Anschlussstelle Burg-Ost erreichbar.

Der Bahnhof Möckern (bei Magdeburg) lag an der Bahnstrecke Magdeburg–Loburg. Der Verkehr wurde 2011 eingestellt.

Das Ultraleichtfluggelände Möckern liegt etwa 3,5 km nordwestlich des Zentrums von Möckern.

Bildung

In der Stadt Möckern gibt es folgende Bildungseinrichtungen:

  • Grundschule Möckern im Schloss der Stadt
  • Sekundarschule in einem einstöckigen Schulgebäude (Lochower Weg 3)
  • In Friedensau befindet sich die Theologische Hochschule Friedensau, die einzige Hochschule im Landkreis Jerichower Land.
  • Bildungs- und Technologiezentrum des Kfz-Gewerbes GmbH

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Mit Möckern verbundene Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Möckern – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

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