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Mylopharodon conocephalus

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Mylopharodon conocephalus
Datei:Hardhead (39492036095).jpg

Mylopharodon conocephalus

Systematik
ohne Rang: Otophysa
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Unterordnung: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Weißfische (Leuciscidae)
Gattung: Mylopharodon
Art: Mylopharodon conocephalus
Wissenschaftlicher Name
Mylopharodon conocephalus
(Baird & Girard, 1854)

Mylopharodon conocephalus, auch Hardhead oder Sacramento Blackfish, ist ein Karpfenfisch aus Nordamerika.<ref name="fishbase">Mylopharodon conocephalus auf Fishbase.org (englisch)</ref>

Systematik

Mylopharodon conocephalus wurde vormals 1854 im San Joaquin River fälschlich als Gila conocephala beschrieben und dann wieder in Mylopharodon robustus umbenannt.<ref name="FishSpecies">Fish Species of Special Concern in California <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 20. Dezember 2011 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Obwohl Mylopharodon robustus dann wieder als eigenständige Art klassifiziert wurde, handelt es sich bei Mylopharodon gemäß Jordan<ref>D.S. Jordan und C.H. Gilbert: Synopsis of the fishes of North America, Bull. U.S. Nat. Mus, 1882, 16:1-1018</ref> jedoch um eine monotypische Gattung.<ref name="FishSpecies"/> Erst 1991 brachten elektrophoretische Untersuchungen von Avise und Ayala<ref>J. C. Avise, J.J. Smith und F.J. Ayala: Adaptive differentiation with little genic change between two native California minnows, 1975, Evolution 29:411-426</ref>, sowie morphometrische Analysen von Mayden et al.<ref>R. L. Mayden, W.J. Ra und D.G. Buth: Phylogenetic systematics of the cyprinid genera Mylopharodon and Ptychocheilus: comparative morphometry, 1991, Copeia 1991:819-834</ref> die Erkenntnis, dass Mylopharodon conocephalus zwar mit dem Sacramento Squawfish verwandt ist, jedoch verschieden genug, um einer eigenständigen Gattung anzugehören.<ref name="FishSpecies"/>

Es besteht also eine gewisse genetische Verwandtschaft zwischen Mylopharodon conocephalus und Ptychocheilus ssp.<ref>Phylogenetic Systematics of the Cyprinid Genera Mylopharodon and Ptychocheilus: Comparative Morphometry auf http://www.jstor.org/pss/1446409</ref>

Beschreibung

Der Hardhead hat einen stromlinienförmigen Körper und eine braune, bronzefarbene oder bläuliche Rückenfärbung. Die Flossen können rötlich oder orange gefärbt sein. Mylopharodon conocephalus wird im Durchschnitt 35 Zentimeter lang.<ref name="fishbase"/> Hardheads werden im ersten Lebensjahr oft schon sieben bis acht Zentimeter lang, die Wachstumsgeschwindigkeit verringert sich jedoch in den Folgejahren, so werden sie zum Beispiel 30 Zentimeter lang nach vier Jahren. Im Pit und Feather River erreichen sie diese Größe jedoch durchschnittlich erst nach sechs Jahren. Hardheads aus dem Feather River mit einer Länge von 44 bis 46 Zentimetern sind bereits neun bis 10 Jahre alt. Im Sacramento River werden sie vermutlich noch älter und größer.<ref name="FishSpecies"/> Die größten Exemplare mit 10 Kilogramm Gewicht und einen Meter Länge stammen aus dem Sacramento River und Russian River.<ref>Fishing World Records</ref>

Verbreitung

Der Hardhead kommt in Nordamerika endemisch in Kalifornien vor. Dort ist er im Flusssystem des Sacramento River und San Joaquin River, Kern River<ref name="FishSpecies"/> im Russian River und Napa River verbreitet.<ref name="fishbase"/> Weiterhin kommt er im Merced Canyon des Yellowstone-Nationalparks<ref>http://www.yosemite.ca.us/library/fishes/hardhead.html</ref> vor oder in kleineren Flüssen der kalifornischen Bergregion der Sierra Nevada bis ca. 1.500 Metern<ref>Ecology, Assemblage Structure and Status of Fishes in Streams Tributary to the San Francisco Estuary, California auf http://www.sfei.org/sites/default/files/general_content/No530_Leidy_FullReport_revised_0.pdf#page=8</ref> Besonders häufig ist Mylopharodon conocephalus in Stauseen auf mittlerer Höhenlage wie dem Redinger und Kerkhoff Reservoirs im San Joaquin River.<ref name="FishSpecies"/> Während die Fischart Anfang des 20. Jahrhunderts in Kalifornien noch weit verbreitet war, leben Hardheads heute vielerorts in kleinen isolierten lokalen Populationen.<ref name="FishSpecies"/>

Lebensweise

Die Fische leben häufig in Gesellschaft mit Sacramento Pikeminnows oder Sacramento Saugkarpfen<ref name="FishSpecies"/> Jungfische halten sich gerne an flachen Strömungskanten, dem Übergang schnellfließender Gewässerabschnitte zu ruhigeren auf. Adulte hingegen bevorzugen die untere Hälfte der Wassersäule.<ref name="FishSpecies"/> Der Hardhead bevorzugt tiefe Pools mit Sand- oder Felsgrund von kleinen bis größeren Flüssen des Flachlands oder mittlerer Höhenlagen von 10 bis 1.400 Metern.<ref name="FishSpecies"/> Darüber hinaus findet man sie auch in klaren Seen und einigen Stauseen.<ref name="fishbase"/> Mylopharodon conocephalus findet sich häufig in Gewässerabschnitten mit mittlerer Fließgeschwindigkeit. Die Wassertemperatur sollte maximal 20 °C betragen, da die Spezies auf hohe Sauerstoffgehalte angewiesen ist.<ref name="calfish.ucdavis.edu"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 1. Juni 2009 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Die ideale Wassertemperatur im Sommer beträgt jedoch 24 bis 28 °C.<ref name="FishSpecies"/> Im Britton Reservoir / Shasta County zeigen sich Hardheads oft bewegungslos im Oberflächenwasser, so dass sie dort aufgrund ihres Verhaltens zur bevorzugten Beute von Adlern werden, die in den umliegenden Wäldern nisten.<ref name="FishSpecies"/> Während Jungfische sich von Kleintieren, Algen oder Wasserpflanzen ernähren, fressen adulte Exemplare auch Wasserschnecken, Insekten wie z. B. Maifliegen und gelegentlich kleinere Beutefische, wie Untersuchungen aus dem Shasta Reservoir zeigen.<ref name="FishSpecies"/> Ontogenetische Untersuchungen der Zahnstruktur zeigen eine Änderung ihrer Ernährungsgewohnheiten.<ref name="FishSpecies"/> Die Geschlechtsreife der Fische beginnt mit dem dritten Lebensjahr.<ref name="csuchico.edu"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 23. Juli 2010 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Laichzeit findet zwischen April und Mai statt<ref>Movements and Reproduction of Hardhead and Sacramento Squawfish in a Small California Stream auf http://www.jstor.org/pss/30055225</ref>, die Fische wandern dann flussaufwärts in die Nebenflüsse.<ref name="FishSpecies"/> Weibliche Tiere produzieren dabei zwischen 7.000 und 24.000 Eier. Um geeignete Laichgründe zu finden, unternimmt der Hardhead Wanderungen von bis zu 35 Kilometern Länge.<ref name="calfish.ucdavis.edu"/>

Nutzung

Der Hardhead hat weder als Speisefisch noch als Sportfisch eine größere Bedeutung.

Gefährdungssituation

1986 wurde zum „Schutz“ der Edelfischpopulationen von Forellen und pazifischen Lachsen Rotenon in einige kalifornische Fließgewässer eingebracht, um „Bruträuber“ wie den Hardhead zu bekämpfen.<ref name="csuchico.edu"/> Vielerorts hat sich der Bestand der Fischart jedoch wieder erholt.<ref>2005 Hardhead (Mylopharodon conocephalus) Surveys in the South Fork American River, El Dorado County/California auf Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebotSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Kommen im Gewässer viele eingeschleppte Sonnenbarsche vor, so geht die Population der Hardheads zurück, was auf das bruträuberische Verhalten der Barsche zurückzuführen ist. Sind sie beispielsweise im Upper Lake Britton noch relativ häufig, geht ihre Individuenanzahl im Lower Lake Britton korreliert mit der Anzahl Sonnenbarsche, welche dort ideale Lebensbedingungen finden, zurück.<ref name="FishSpecies"/> Anthropogene Eingriffe wie Staudammbau und die dadurch veränderte Fließgeschwindigkeit eines Flusses oder eingeführte fremde Fischarten können die Population von Mylopharodon conocephalus beeinträchtigen.<ref>Peter B. Moyle: Inland Fishes of California: Revised and Expanded, University of California Press, 2002, S. 152</ref>

Literatur

  • Peter B. Moyle: Inland Fishes of California: Revised and Expanded, University of California Press, 2002, ISBN 978-0520227545.

Weblinks

Vorlage:Wikidata-Registrierung

  • [1] (PDF; 4,7 MB) Ecology of some Native and Introduced Fishes of the Sierra Nevada Foothills in Central California

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references/>