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Mutterbach (Blies)

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Vorlage:Infobox Fluss Der Mutterbach ist ein 8,6 km langer rechter Zufluss der Blies im östlichen Saarland, der in Limbach mündet. Bis in das 19. Jahrhundert war für den Bach der ältere Name Limbach gebräuchlich.<ref>Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des Gerichts-Bezirkes von Zweibrücken im königl. bayer. Rheinkreise, dermalen Pfalz, Teil 4, Speyer 1837, S. 7</ref> Dieser Name wurde zwecks Dissimilation des Bach- und Siedlungsnamens verdrängt. Im 20. Jahrhundert wurde der Bach als Woog- oder Mutterbach bezeichnet.<ref>Rolf Spang: Die Gewässernamen des Saarlandes. Saarbrücken 1982, ISBN 3-921646-45-6, S. 212.</ref> Im Einzugsbereich des Baches liegen Limbach, Eschweilerhof, Abstäberhof und Bayerisch Kohlhof.

Geographie

Verlauf

Der Mutterbach entspringt östlich von Rohrbach etwa 500 Meter südöstlich des Steigberges (306 m ü NN), der hier die Wasserscheide zwischen Blies und Saar darstellt, auf ca. 270 m über NN und verläuft nahezu in ostnordöstlicher Richtung, bevor er in Limbach von rechts kommend in die Blies mündet.

Auf seinem Weg dorthin begleiten ihn mehrere Verkehrswege, zunächst die A 6, die er etwa 2,5 km nach seiner Quelle von Nord nach Süd quert, dann auch die ehemalige Kaiserstraße bzw. Bundesstraße 40 (jetzt L 119) und die Eisenbahnstrecke Saarbrücken-Ludwigshafen. Nach 5,5 km quert er die A 8, die eine Wanderbarriere darstellt, und fließt anschließend durch die Siedlungsbebauung von Limbach.

Zuflüsse

  • Speckenbach (links)

Nutzungsgeschichte

Datei:Mutterbach Oberlauf.jpg
Oberlauf des Mutterbachs in Höhe Eschweiler Hof. Im Hintergrund am Waldrand links verläuft die A 6

Das Gebiet gehörte im Mittelalter zum Kloster Wörschweiler und gelangte dann an Pfalz-Zweibrücken. Im Jahr 1564 nennt der Geograph Tilemann Stella in seiner Beschreibung und Karte der Ämter Zweibrücken und Kirkel im Einzugsgebiet des Bachs zahlreiche größere und kleinere Weiher. Er beschreibt den Bach und dessen fünf kleine Zuflüsse: Vorlage:Zitat

Von den 13 durch Stella beschriebenen Weihern im Einzugsgebiet dieses Bachs durchfloss der Mutterbach selbst folgende sechs: Vorlage:Zitat

Alle genannten Weiher wurden im 19. Jahrhundert zur Grünlandgewinnung trockengelegt; die beachtlichen mittelalterlichen Weiherdämme sind zumeist noch erhalten. Seit dem 20. Jahrhundert dient das wasserreiche Tal zur Wasserversorgung der Industriestadt Neunkirchen (Saar). Bei der Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland 1974 wurde das Tal, das bis dahin zu Kirkel gehörte, soweit es nördlich der A 6 verläuft, der Stadt Neunkirchen zugeschlagen, die dort heute das Wasser fördert.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks