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Muséum national d’histoire naturelle

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Datei:Jardin des plantes de Paris - OpenStreetMap 2020.svg
Übersichtsplan des Muséum national d’histoire naturelle
Datei:France location map-MNHN.jpg
Andere Standorte in Frankreich.
Datei:Grande Galerie de l'evolution.jpg
Buffon-Denkmal vor der Grande galerie de l’Evolution
Datei:Galerie de paléontologie et d'anatomie comparée -431.jpg
Galerie de Paléontologie et d’Anatomie Comparée
(Galerie der Paläontologie und der Vergleichenden Anatomie)
Datei:MNHN Galerie de l evolution 2014 salle.jpg
Grande galerie de l’évolution
Datei:Crocodylus niloticus MNHN.jpg
Nilkrokodil in der Ménagerie du Jardin des Plantes

Das Muséum national d’histoire naturelle (Sigel: MNHN; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein staatliches französisches Naturkundemuseum, an das eine Forschungs- und Bildungseinrichtung für Bio- und Geowissenschaften angeschlossen ist. Das Naturkundemuseum wurde am 10. Juni 1793 gegründet und hat den Status eines grand établissement. Es untersteht sowohl dem Forschungs- als auch dem Umweltministerium. Der Hauptsitz befindet sich in Paris. Im Laufe der Geschichte kamen weitere Dependancen in Paris und in ganz Frankreich hinzu.

Seine wissenschaftlichen Sammlungen umfassen mehr als 55 Millionen Exponate, das MNHN hat damit die drittgrößte Sammlung der Welt. Am Hauptstandort in Paris befindet sich auch ein dem Museum angeschlossener Zoo, die Ménagerie du Jardin des Plantes.

Geschichte

Vorlage:Hinweisbaustein Die Ursprünge des Museums liegen im königlichen Heilpflanzengarten, dem Jardin royal des plantes médicinales, der von Ludwig XIII. im Jahre 1635 initiiert wurde; die Verwaltung oblag den königlichen Ärzten. Mit der Proklamation von Ludwig XV. an 31. März 1718 wurde die rein medizinische Funktion aufgehoben, so dass die Anlage nunmehr Jardin royal des plantes genannt wurde, später nur noch Jardin des plantes. Von 1739 bis 1788 war Georges-Louis Leclerc de Buffon Intendant des Gartens.

Joseph Lakanal schlug der Konstituante vor, die Sammlungen von Louis V. Joseph de Bourbon, prince de Condé zur Einrichtung eines Museums zu verwenden. Nach einer Reorganisation wurde am 10. Juni 1793 das Museé national d’histoire naturelle mit zwölf Professuren von gleichem Rang neu gegründet. Einige ihrer frühen Professoren waren Georges Cuvier, Jean-Baptiste de Lamarck und Étienne Geoffroy Saint-Hilaire.

Als im März 1814 Paris von russischen und preußischen Truppen besetzt wurde, begannen marodierende Truppenteile den Jardin des Plantes zu zerstören. Durch die Unterstützung von Alexander von Humboldt, der dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. als Begleiter diente, konnten die wissenschaftlichen Einrichtungen und Sammlungen vor den Raubzügen der Besatzungstruppen gerettet werden.

Nach dem Erhalt finanzieller Autonomie im Jahre 1907 begann eine neue Phase des Wachstums, während der Zwischenkriegszeit in ganz Frankreich. In den letzten Jahrzehnten richtete sich seine Forschungs- und Bildungsarbeit auf ein besseres Verständnis der Geo-, Bio- und Anthropodiversität, darunter auch die Auswirkungen der Ausbeutung des Menschen auf die Umwelt.<ref>Des collections depuis quand? In: mnhn.fr. Muséum national d'histoire naturelle, abgerufen am 10. Oktober 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gegenwart

Heute ist das Museum ein Naturkundemuseum sowie eine Forschungseinrichtung für Bio- und Geowissenschaften. Seine Fachgebiete umfassen Zoologie, Botanik, Geologie und Paläontologie, samt abgeleiteten Disziplinen wie der Ökologie. Seine wissenschaftlichen Sammlungen, mit dem weltweit drittgrößten Gesamtbestand nach dem National Museum of Natural History der Smithsonian Institution in Washington und dem Londoner Natural History Museum, umfassen unter anderem 40 Millionen Insekten, 8 Millionen Blütenpflanzen und 7 Millionen sonstige Pflanzen, Algen und Pilze (Kryptogamen).

Cyberangriff Ende Juli 2025

Ende Juli 2025 wurde das Naturkundemuseum Opfer eines Cyberangriffs, über den erstmals am 31. Juli berichtet wurde. Dabei wurden sämtliche Computersysteme und wissenschaftlichen Datenbanken lahmgelegt. Betroffen waren etwa 600 Wissenschaftlerinnen und Forscher in den Bereichen Biologie, Paläontologie und Archäologie im Haus selbst sowie Tausende Forscherinnen und Forscher in der weltweiten Wissenschaftsgemeinde, die auf die Daten und Digitalisate angewiesen sind. Die Abteilung Cyberkriminalität der Staatsanwaltschaft Paris übernahm Ermittlungen. Erste Erkenntnisse deuteten auf einen Angriff mit Ransomware hin. Die Direktion des Museums betonte, dass kein Lösegeld gezahlt wurde und dass die Wiederherstellung der Systeme Wochen oder gar Monate dauern würde.<ref>Une cyberattaque paralyse le Muséum national d’histoire naturelle. In: Reporterre. 18. August 2025, abgerufen am 8. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Le Muséum national d’histoire naturelle victime d’une cyberattaque «sévère», des millions de données inaccessibles. In: vert.eco. 20. August 2025, abgerufen am 8. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis Februar 2026 waren die Datenbanken noch nicht wieder zugänglich und es war nicht abzusehen, wann sie wiederhergestellt sein würden.

Veröffentlichungen

Das Museum publizierte von 1839 bis 1861 die Archives du Muséum d’Histoire Naturelle.

Das Muséum National d’Histoire Naturelle gibt fünf wissenschaftliche Zeitschriften heraus, die kostenlos im Internet zugänglich sind: Geodiversitas (seit 2009),<ref>Geodiversitas (ISSN 1280-9659)</ref> Zoosystema,<ref>ISSN 1280-9551</ref> Adansonia (seit 2009),<ref>Adansonia (ISSN 1280-8571)</ref> Anthropozoologica<ref>ISSN 0761-3032</ref> und das European Journal of Taxonomy (seit 2011).<ref>European Journal of Taxonomy (ISSN 2118-9773)</ref>

Die wissenschaftlichen Publikationen des Museums bestehen derzeit aus sechs Sammlungen von Monographien: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).<ref>Les Publications scientifiques du Muséum. In: mnhn.fr. Abgerufen am 1. Oktober 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Angegliederte Institutionen

Die ersten zwölf Lehrstuhlinhaber (1793)

Direktoren

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Literatur

  • Monique Ducreux (Hrsg.): La Grande Galérie de l’Evolution du Muséum National d’Histoire Naturelle. Muséum National d’Histoire Naturelle, Paris 1999, ISBN 2-85653-253-5.
  • Gotthelf Fischer: Das Nationalmuseum der Naturgeschichte zu Paris, von seinem ersten Ursprunge bis zu seinem jetzigen Glanze. 2 Bände, Fridrich Esslinger, Frankfurt am Main 1802–1803 (Digitalisat).
  • Yves Laissus: Le Muséum National d’Histoire Naturelle. Gallimard, Paris 1995, ISBN 2-07-053323-9.

Filme

  • Von Ratten und See-Elefanten. Die Welt des Pariser Naturkundemuseums. (Alternativtitel: Dans les coulisses du Muséum.) Dokumentarfilm, Frankreich, 2014, 52:30 Min., Buch: Cécile Dumas, Vincent Gaullier, Regie: Stéphane Bégoin, Produktion: arte France, CNRS Images, Morgane Groupe, TV5 Monde, deutsche Erstsendung: 26. September 2014 bei arte, Inhaltsangabe von arte.
  • Die Ordnung der Dinge – Das „Museum National d’Histoire Naturelle“ in Paris. Dokumentarfilm, Deutschland, 1996, 35 Min., Buch und Regie: Eva Maek-Gérard, Produktion: Hessischer Rundfunk, Filmdaten von HeBIS.

Weblinks

Commons: Muséum national d'histoire naturelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 48° 50′ 32″ N, 2° 21′ 23″ O

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