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Museum für Fotografie (Berlin)

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Museum für Fotografie
Datei:Berlin Museum für Fotografie asv2024-03 img1.jpg
Museum für Fotografie, im März 2024
Daten
Ort Berlin Welt-IconKoordinaten: 52° 30′ 27,8″ N, 13° 19′ 54,4″ O
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Art
Architekt Heino Schmieden und Julius Boethke
Eröffnung 3. Juni 2004
Betreiber
Leitung
Ludger Derenthal
Website
Unterseite von www.smb.museum
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Das Museum für Fotografie ist eine Einrichtung der Staatlichen Museen zu Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als eine Abteilung der Kunstbibliothek. Es befindet sich im ehemaligen Landwehr-Kasino in der Jebensstraße 2 gegenüber dem Bahnhof Zoologischer Garten im Berliner Ortsteil Charlottenburg.

Geschichte des Gebäudes

Der neoklassizistische Bau wurde als Kasino des „Offizierscorps der Landwehr-Inspektion Berlin e. V.“ errichtet. In Anwesenheit Kaiser Wilhelms II. wurde das von Heino Schmieden und Julius Boethke geplante Gebäude am 2. September 1909 eingeweiht. Im Gegensatz zur schlichten äußeren Erscheinung hatte es eine prachtvolle Innenausstattung und beherbergte Festsäle, Gästezimmer und ein Restaurant. Der repräsentativste Raum war der 665 m² große und elf Meter hohe Kaisersaal im zweiten Obergeschoss.

Der Berliner Senat erwarb das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Landwehr-Kasino im Jahr 1950 und stellte es der Kunstbibliothek zur Verfügung. Von 1978 bis 1986 nutzte die Berlinische Galerie die Räumlichkeiten für Ausstellungen. Mit dem Bezug des Neubaus der Kunstbibliothek 1993 am Kulturforum wurde das Haus lediglich noch als Depot und Werkstatt vom Museum Europäischer Kulturen und der Alten Nationalgalerie genutzt. Von 2008 bis 2010 wurde der zweigeschossige Kaisersaal als Ausstellungsfläche hergerichtet.<ref>Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung: Museum für Fotografie: Herrichtung des zweigeschossigen Kaisersaales als Ausstellungsfläche. Abgerufen am 10. Juni 2024.</ref>

Museum für Fotografie

Das Museum ist als Ausstellungs-, Forschungs- und Dokumentationszentrum für das Medium Fotografie konzipiert. Retrospektiven gehören ebenso zum Programm wie die Aufmerksamkeit für vielversprechende Talente.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: HuffPost UK, 13. Februar 2013. Abgerufen am 10. Juni 2024 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Als Hauptattraktion beherbergt es die Sammlung der Helmut Newton Stiftung. Der in Berlin geborene Fotograf hatte die Stiftung Ende 2003 kurz vor seinem Tod selbst gegründet und einen Vertrag mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz geschlossen. Darin ist festgelegt, dass die Stiftung nach schweizerischem Recht mit Sitz in Zürich das Erdgeschoss sowie das erste Obergeschoss dauerhaft als Ausstellungsfläche zur Nutzung erhält. In wechselnden Ausstellungen soll das fotografische Vermächtnis Newtons gezeigt werden und nach seinem Wunsch eine „lebendige Institution“ werden.

Im Jahr 2019 verzeichnete das Museum rund 128.000 Besucher.<ref>Staatliche Museen zu Berlin zählen 2019 mehr als 4 Millionen Besucher*innen. 31. Januar 2020, abgerufen am 19. Juli 2020.</ref>

Ausstellungen

  • Eröffnet wurde das Museum am 3. Juni 2004 mit der Doppelausstellung Us and Them und Sex and Landscapes in Anwesenheit von Helmut Newtons Witwe June, die selbst unter dem Pseudonym „Alice Springs“ zu einer renommierten Fotografin wurde. Ergänzend wurde im November 2004 die Dauerausstellung Helmut Newton’s Private Property im Erdgeschoss eingerichtet. Dort werden Gegenstände aus dem privaten Besitz Newtons, wie Kameras, Notizbücher und Teile seines Büros in Monte Carlo, gezeigt.
  • 2010: Ein neuer Blick: Architekturfotografie aus den Staatlichen Museen zu Berlin.<ref>Ausstellungskatalog Ein neuer Blick: Architekturfotografie aus den Staatlichen Museen zu Berlin. Wasmuth Verlag, Tübingen/Berlin 2010, ISBN 978-3-8030-0704-9.</ref>
  • 2011/2012: gute aussichten – junge deutsche fotografie.
  • 2012: Das Koloniale Auge. Frühe Porträtfotografie in Indien.<ref>Ausstellungskatalog Das Koloniale Auge. Frühe Porträtfotografie in Indien. Koehler und Amelang, Leipzig 2012.</ref>
  • 2013: Die nackte Wahrheit und anderes.<ref>Brüste auf Baryt. In: Süddeutsche Zeitung, 9. August 2013, S. 11</ref>
  • 2014/2015: Fotografie im Ersten Weltkrieg. Katalog.<ref>Sechshundert Bilder in der Minute. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. November 2014, S. 12</ref>
  • 2016: Bernard Larsson – Leaving is Entering.<ref>Ausgesetzt. In: Süddeutsche Zeitung, 24. August 2016, S. 11</ref>
  • 2017/2018: Arbeiten in Geschichte. Zeitgenössische chinesische Fotografie und die Kulturrevolution, eine Ausstellung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin und der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch e. V. GeKA.
  • 2019: Ludwig Windstosser – Fotografie der Nachkriegsmoderne, Ausstellung vom 12. Oktober 2019 bis 23. Februar 2020 von rund 200 bislang unveröffentlichten SW- und Farb-Fotografien<ref>Staatliche Museen zu Berlin: Ludwig Windstosser. Abgerufen am 8. Dezember 2025.</ref>
  • 2024: Michael Wesely. Berlin 1860 – 2023.
  • 2024/25: FOTOGAGA. Max Ernst und die Fotografie. Die Sammlung Würth zu Gast.
  • 2026: Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhaus-Fotografinnen

Filme

Literatur

  • Ludger Derenthal, Christine Kühn (Hrsg.): Museum für Fotografie. Kunstbibliothek – Sammlung Fotografie, Helmut-Newton-Stiftung / SMB, Staatliche Museen zu Berlin. Seemann, Leipzig 2010, ISBN 978-3-86502-253-0.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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