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Mornshausen an der Dautphe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mornshausen
Gemeinde Dautphetal
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(719)&title=Mornshausen 50° 50′ N, 8° 32′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(719) 50° 50′ 27″ N, 8° 32′ 19″ O
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Höhe: 268 m ü. NHN
Fläche: 5,32 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 719 (2020)<ref name=DF>Ortsteile der Gemeinde: Mornshausen. In: Webauftritt. Gemeinde, abgerufen im Oktober 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 135 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35232
Vorwahl: 06468
Datei:Lagekarte Mornshausen a.D..jpg
Karte
Lage von Mornshausen in der Gemeinde Dautphetal
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Mornshausen (bis zur Eingemeindung Mornshausen an der Dautphe, kurz Mornshausen a. D., mundartlich Mornshause) ist ein Dorf im Hessischen Hinterland und als solches ein Ortsteil der Gemeinde Dautphetal im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geschichte

Von den Anfängen bis zur Gebietsreform in Hessen

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Mornshausen erfolgte unter dem Namen Moroldeshusen im Jahr 1291 in einer Klosterurkunde.<ref name="lagis" />

Zum Ort Mornshausen gehört der Wohnplatz Amelose, der 1515 erstmals unter diesem Namen erwähnt wurde. An dieser Stelle befand sich der Ort Enchesgeseß, der erstmals im Jahr 1374 urkundlich erwähnt wurde. Ab dem 17. Jahrhundert scheint sich der Begriff Amelose durchgesetzt zu haben.<ref name="lagis" />

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Mornshausen:

„Mornshausen an der Dautphe (L. Bez. Gladenbach) evangel. Filialdorf; liegt 2 St. von Gladenbach, so wie an der von Biedenkopf nach Giessen ziehenden Chaussee, hat 39 Häuser und 242 evangelische Einwohner. Hierher gehört der Hof Ameluse und 1 Mahlmühle. Der frühere Name von Mornshausen ist Morludisshusen, und der Ort war schon im 15. Jahrhundert nach Dautphe eingepfarrt.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Gebietsreform

Zum 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Mornshausen a. D. im Zuge der Gebietsreform in Hessen mit 11 weiteren Gemeinden kraft Landesgesetz zur neuen Großgemeinde Dautphetal zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 20 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref><ref></ref> Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Dautphe. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Dautphetal wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 88 kB) § 7. In: Webauftritt Dautphetal. Gemeinde, abgerufen im Oktober 2021.</ref>

Ortsname

Vor dem Zusammenschluss mit anderen Gemeinden zur Großgemeinde Dautphetal hieß Mornshausen amtlich Mornshausen an der Dautphe oder kurz Mornshausen a. D. zur Unterscheidung von dem im selben Kreisgebiet gelegenen Mornshausen a. S. Neben der amtlichen existierten einige weitere Schreibweisen, wie Mornshausen/Dautphe oder Mornshausen (Dautphe). Die Schreibweisen mit Namenszusatz sind heute noch gelegentlich gebräuchlich.

Territorialgeschichte und Verwaltung im Überblick

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Mornshausen lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Die Zugehörigkeit des Amtes Biedenkopf anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567–1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604–1638. und Hessen-Darmstadt 1567–1866. </ref>

Einwohnerentwicklung

Einwohnerstruktur

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Mornshausen 785 Einwohner. Darunter waren 18 (2,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 132 Einwohner unter 18 Jahren, 339 zwischen 18 und 49, 168 zwischen 50 und 64 und 129 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 309 Haushalten. Davon waren 75 Singlehaushalte, 93 Paare ohne Kinder und 114 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 213 Haushaltungen lebten keine Senioren/-innen.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerzahlen

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1577: 021 Hausgesesse
• 1630: 030 Hausgesesse (9 zweispännige, 11 einspännige Ackerleute, 10 Einläuftige), 2 Witwen.
• 1677: 023 Hausgründe, 4 Witwen, 8 ledige Personen
• 1742: 037 Haushalte
• 1791: 198 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1800: 206 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" />
• 1806: 214 Einwohner, 34 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 242 Einwohner, 39 Häuser<ref name="GW" />
Mornshausen: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2018
Jahr  Einwohner
1791
  
198
1800
  
206
1806
  
214
1829
  
242
1834
  
219
1840
  
227
1846
  
258
1852
  
293
1858
  
285
1864
  
270
1871
  
269
1875
  
299
1885
  
305
1895
  
329
1905
  
351
1910
  
351
1925
  
377
1939
  
408
1946
  
644
1950
  
627
1956
  
641
1961
  
648
1967
  
695
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2006
  
802
2011
  
765
2016
  
754
2018
  
753
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; nach 1970: Gemeinde Dautphetal (webarchiv); Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1829: 242 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1885: 305 evangelische (= 100 %) Einwohner.
• 1961: 545 evangelische (= 84,10 %), 99 römisch-katholische (= 15,28 %) Einwohner

Erwerbstätigkeit

• 1961: Erwerbspersonen: 117 Land- und Forstwirtschaft, 187 produzierendes Gewerbe, 35 Handel und Verkehr, 23 Dienstleistungen und Sonstiges.<ref name="lagis" />

Politik

Ortsbeirat

Der Ortsbeirat wird von Ortsvorsteher Freidemann Leinweber (BLM) angeführt.

Wappen

Am 25. Februar 1959 genehmigte der Hessische Minister des Innern das Wappen mit folgender Beschreibung:

[[Datei:{{#property:p94}}|100px|links|Wappen von Mornshausen a. D.]] Blasonierung: „In Blau inmitten eines ausstrahlenden goldenen Feuerscheines ein roter, herschauender Rehbock, links überhöht von einer roten Glocke.“<ref name="Wappen">Genehmigung eines Wappens der Gemeinde Mornshausen a. D. im Landkreis Biedenkopf, Regierungsbezirk Wiesbaden vom 14. März 1959. In: Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1959 Nr. 11, S. 306, Punkt 248 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF]).</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Mornshausen an der Dautphe. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 26 und 66, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/statistik.hessen.de</ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 185 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 198 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 240 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 415 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>

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Vorlage:Klappleiste/Ende

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