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Monogramm

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Monogramm Heinrichs III.<ref>Hier ist der waagerechte Strich der eigenhändige Vollziehungsstrich.</ref>
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FJI (Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)) Monogramm im Kunsthistorischen Museum in Wien
Datei:Bachsiegel.svg
Spiegelmonogramm JSB
Siegel von Johann Sebastian Bach mit seinen spiegelbildlich ineinander verwobenen Anfangsbuchstaben
Datei:Altona-Neustädter-Chaussee - Monogrammstein.jpg
Monogramm König Christian VIII. (ehemals an einer Brücke der Altona-Neustädter Chaussee angebracht)
Datei:Mark Twain-The American Claimant-1896-Logo on Cover.jpg
Monogramm Mark Twains auf dem Bucheinband der 1896 erschienenen Ausgabe von „The American Claimant“
Datei:Kilometerstein - Friedrich VIII - DK - Soender Stenderup.jpg
Dänischer Kilometerstein (mit dem Monogramm Friedrich VIII)
Datei:Helene - Monogramm.jpg
Monogramm Helene von Thurn und Taxis’ im Bereich des Helenentors (2024)

Unter einem Monogramm verstand man ursprünglich einen Einzelbuchstaben. Im Laufe der Zeit wurde der Begriff zur Bezeichnung von kunstvoll gestalteten Buchstaben verwendet, die man zu einem Zeichen zusammenfügte.

Abgrenzungen

  • Die am häufigsten gebrauchte Art eines Monogramms ist die miteinander verbundene Gestaltung der Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens als Namenszeichen.
  • Die ersten Beispiele stammen aus dem 5. Jahrhundert vor Chr. Das schon seit vorkonstantinischer Zeit verwendete Christusmonogramm (Chi/Rho) ist das bekannteste Monogramm und eines der ältesten christlichen Symbole.
  • Seit Karl dem Großen werden diese graphischen Symbole auf Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit verwendet. Auf päpstlichen Urkunden wird seit Leo IX. die Grußformel Bene valete („Leb(e)t wohl“) als Monogramm dargestellt. Weitere Anwendungen sind die statt eines Wappens auf Siegel, Münzen, Bauteile, Portalbekrönungen, Grenzsteine und ähnliches gesetzten Markierungen, welche auf Auftraggeber und Besitzer hinweisen.
  • Vom Biedermeier bis in die 1930er Jahre galten Monogramme als Zeichen kultivierter Lebensart. Im Haushalt waren Bett- und Leibwäsche, Tischdecken und Servietten, Taschen und Koffer mit Monogrammen als Besitzzeichen versehen. Verwechslungen beim Waschen und Heißmangeln wurden so vermieden.
  • Der studentische Zirkel ist ein besonderes Zeichen, das Verbindungen als Kennzeichen nutzen.
  • Monogramme werden zum Signieren von Kunstwerken genutzt. Falls diese Signatur nicht Personen zugeordnet werden können, werden diese als Monogrammist geführt.
  • Münzgraveure, Medailleure und Stempelschneider nutzen Namenszeichen oder den Namen des Künstlers zur Kennzeichnung der Urheberschaft durch Signatur.
  • Die Verschmelzung zweier oder mehrerer Buchstaben zu Ligaturen für den Drucksatz werden auch als Namenszeichen gesetzt: ligierte Monogramme.
  • Silberstempel sind auf Geräten und Schaustücken aus Silber eingeschlagene Abdrücke. Analog dazu verwandt sind Porzellan-, Zinn- und Beschlagmarken.
  • In der Heraldik kommen Initialwappen vor.

Spiegelmonogramm

Vor allem seit dem 18. Jahrhundert sind Monogramme von Adligen häufig als Spiegelmonogramme gestaltet. Dabei sind die Initialen verdoppelt und spiegelbildlich miteinander verschränkt. Die meisten Beispiele dieser durch ihre Symmetrie besonders ornamenthaft und dekorativ wirkenden Embleme stammen aus der feudalen Welt. Das berühmteste unter den nicht allzuhäufigen bürgerlichen Spiegelmonogrammen ist das von Johann Sebastian Bach für sich selbst entworfene Siegelbild.

Literatur

  • John Castagno: Old Masters. Signatures and Monograms, 1400-born 1800. Scarecrow, Lanham MD 1996, ISBN 0-8108-3082-5.
  • Otto C. Flämig: Monogramme auf Münzen, Medaillen, Marken, Zeichen und Urkunden. 3. stark erweiterte und überarbeitete Auflage, Gietl, Regenstauf 2003, ISBN 3-924861-78-1.
  • Viktor Gardthausen: Das alte Monogramm. Hiersemann, Leipzig 1924, auch Nachdruck: Sändig, Wiesbaden 1966.
  • Franz Goldstein: Monogrammlexikon (= Dictionary of monograms), Bd. 1: Internationales Verzeichnis der Monogramme bildender Künstler seit 1850. 2. Auflage, durchgesehen und ergänzt von Ruth und Hermann Kähler (Hrsg.), Berlin 1964 und Berlin New York 1999, De Gruyter, ISBN 3-11-014453-0, {{#if: _F4zA6XiBxoC

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    • als Nachdruck 1991 erhältlich<ref>Angaben der Deutschen Nationalbibliothek</ref> * Peter Rück: Bildberichte vom König. Kanzlerzeichen, königliche Monogramme und das Signet der salischen Dynastie. Institut für Historische Hilfswissenschaften, Marburg 1996, ISBN 3-8185-0203-X, (Elementa diplomatica 4).
  • W. Prein: Handbuch der Monogramme in der europäischen Graphik vom 15. bis zum 18. Jh. München 1989.
  • Johann Christoph Weigel, Georg Heinrich Paritius: Zier- und künstlich ineinander geschwungene Initial-Buchstaben Aller Nahmen des Kayserlichen Hauses, aller jezo regirenden Könige, verschiedener so hohen Standes als Privat-Personen: Sam[m]t einem gantzen Alphabeth aller zween Buchstäbigen Nahmen, nebst unterschiedlichen Handels-Zeichen, schönen Einfassungen u. Liebes-Zügen; Zu nuzlichen Gebrauch allerhand Künstler, insonderheit Mahler, Kupferstecher, Goldschmiede, Gold- und Silber-Stücker, Uhrmacher, und Petschier-Stecher etc. / gezeichnet von G. H. Paritio d. P. Joh. Christoph Weigel excudit, Nürnberg 1711; Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Weblinks

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Anmerkungen und Einzelnachweise

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