Monodie
Die Monodie (von Vorlage:GrcS und {{#invoke:Vorlage:lang|flat}} ōdē ‚Gesang‘, also „Einzelgesang“) ist eine um 1600 in Italien aufgekommene neue Art Musik – nuove musiche, die solistischer Gesang mit akkordischer Instrumentalbegleitung bedeutet. Als Monodia wurde bei den Griechen ein singend vorgetragenes Gedicht oder Solo-Lied bezeichnet, bei dem sich der Vortragende selbst mit einem Zupfinstrument begleitete (Kithara, Lyra, Leier).
Geschichte
Laut Thrasybulos Georgiades kommt das Wort Monodie in der antiken griechischen Literatur zum ersten Mal in Aristophanes’ Komödie Die Frösche vor, wo es „Sologesang der Schauspieler“ bedeutet. Dort sagt ab Vers 1325 Aischylos zu Euripides:
{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@-
| {{#if:trim|Und jetzt will ich anstimmen deiner Monodien Weise.<ref>Trasybulos Georgiades: Musik und Rhythmus bei den Griechen. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Rowohlt Hamburg 1958, S. 86 (Rowohlts deutsche Enzyklopädie).</ref>}}
| {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@
| {{#ifeq: de | de
| „{{#if:trim|Und jetzt will ich anstimmen deiner Monodien Weise.<ref>Trasybulos Georgiades: Musik und Rhythmus bei den Griechen. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Rowohlt Hamburg 1958, S. 86 (Rowohlts deutsche Enzyklopädie).</ref>}}“
| {{#invoke:Text|quoteUnquoted| Und jetzt will ich anstimmen deiner Monodien Weise.<ref>Trasybulos Georgiades: Musik und Rhythmus bei den Griechen. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Rowohlt Hamburg 1958, S. 86 (Rowohlts deutsche Enzyklopädie).</ref> | {{{lang}}} }} }}
| {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|-}} | -
| „
| {{{vor}}} }}{{#if:trim|Und jetzt will ich anstimmen deiner Monodien Weise.<ref>Trasybulos Georgiades: Musik und Rhythmus bei den Griechen. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Rowohlt Hamburg 1958, S. 86 (Rowohlts deutsche Enzyklopädie).</ref>}}{{
#ifeq: {{#if:|{{{nach}}}|-}} | -
| “
| {{{nach}}} }} }} }}{{
#if: || }}
{{#if:
|
„{{{Latn}}}“{{#if: || }}
}}{{#if:
|
„{{{de}}}“{{#if: || }}
}}|{{#if:
|}}}}
{{#if: |
{{#if: {{#invoke:Text|unstrip|{{{ref}}}}}
| }} }}{{#if: Und jetzt will ich anstimmen deiner Monodien Weise.<ref>Trasybulos Georgiades: Musik und Rhythmus bei den Griechen. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Rowohlt Hamburg 1958, S. 86 (Rowohlts deutsche Enzyklopädie).</ref> | {{
#if: Und jetzt will ich anstimmen deiner Monodien Weise.<ref>Trasybulos Georgiades: Musik und Rhythmus bei den Griechen. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Rowohlt Hamburg 1958, S. 86 (Rowohlts deutsche Enzyklopädie).</ref> | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe 1=Text=}}
}}| }}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe 2=Autor=}}
}}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe 3=Quelle=}}
}}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe Umschrift=Latn=}}
}}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe Sprache=lang=}}
}}{{#if: | {{#if: |
Vorlage:Zitat: Doppelangabe Übersetzung=de=}}
}} Monodien wurden bei den Griechen zum Beispiel als Totenklagen in Tragödien gesungen.
In Italien bildete sich in der ausgehenden Spätrenaissance der stile recitativo, ein erzählender Gesang, Ergebnis praktischer Versuche und theoretischer Diskussionen der Florentiner Camerata über die praktische Ausführung der antiken griechischen Monodie. Davon profitierte hauptsächlich die neu erschaffene Gattung Oper.
Eine wichtige frühe Abhandlung über die Monodie findet sich in Giulio Caccinis Liedersammlung Le nuove musiche (Florenz, 1601).
Florentiner Camerata
Die Monodie als instrumental (etwa von Zupfinstrumenten<ref>Vgl. Nina Treadwell: Guitar Alfabeto in Italian Monody: The Publications of Alessandro Vincenti. In: The Lute. Nr. 33, 1993, S. 12–22.</ref><ref>Vgl. auch James Tyler: The Role of the Guitar in the Rise of Monody: The Earliest Manuscripts. In: Journal of Seventeenth-Century Music. Band 9, Nr. 1, 2004. Online: (Beispiel aus dem 16. Jahrhundert).</ref>) begleiteter Einzelgesang war das Ergebnis von musiktheoretischen Diskussionen des Künstler- und Philosophenkreises Florentiner Camerata, der sich mit der Wiederbelebung der griechischen Musik beschäftigte. Das Prinzip Monodie trat erfolgreich in Konkurrenz zum bis dahin immer komplizierter werdenden mehrstimmigen kontrapunktisch komponierten Gesang (prima pratica). Neben den formalen Aspekten bestand die größte Neuerung darin, dass der Gesang die Textverständlichkeit und den Textsinn zur Hauptsache machte. Damit einher ging die kompositorische Gestaltung von Gemütslagen, den sogenannten Affekten und „Bildern“, kurz die enge Verzahnung zwischen Text und Musik. So folgt die Singstimme dem Sprachrhythmus, der Melodiefluss den Satzteilen, und inhaltlich bedeutsame Worte korrespondieren häufig mit Taktschwerpunkten. Es entwickelten sich die musikalische Figurenlehre mit musikalischen Wendungen und Floskeln, die auf die Harmonieauffassung in der Musik, beispielsweise die Anwendung von Dissonanzen rückwirkten. Dieses Konzept beeinflusste die europäische Musiksprache nachhaltig. Dies erfolgte durch einstimmige Schlusswendungen, die in der Kadenz zu mehrstimmigen regelhaft zusammengefasst wurden.<ref>Lars Ullrich Abraham, Homophone Harmonielehre.</ref>
Monodische Musikstücke wurden zunächst nur vom Generalbass begleitet und waren formal völlig ungebunden. Verschiedene Entwicklungsstränge der Monodie mündeten in spezialisiertere und zum Teil orchestral begleitete Formen wie Rezitativ und Arie und deren größere Zusammensetzungen wie Oper, Oratorium und Kantate.
Literatur
- Vorlage:OeML
- Thrasybulos Georgiades: Musik und Rhythmus bei den Griechen. Zum Ursprung der abendländischen Musik. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1958, rowohlts deutsche enzyklopädie, 61.
- Michael Schneider: Basiswissen Barockmusik. Bd. 2: Die barocke Oper. Aspekte der Annäherung. (Didaktische Schriftenreihe des Instituts für Historische Interpretationspraxis der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt). ConBrio Verlagsgesellschaft Regensburg 2011, ISBN 978-3-940768-25-4, CB 1225.
Siehe auch
Nachweise
<references />
{{#ifeq: s | p | | {{#if: 4170461-7 | |
}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4170461-7 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: 4170461-7 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: s | p | {{#if: | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Seiten mit defekten Dateilinks
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Wikipedia:GND fehlt
- Wikipedia:Normdaten-TYP falsch oder fehlend
- Wikipedia:GND in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:GND in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Wikipedia:VIAF in Wikipedia vorhanden, fehlt jedoch in Wikidata
- Renaissance (Musik)
- Klassische Musik
- Musik (Italien)