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Mondsamen

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Mondsamen
Datei:Menispermum canadense 1.jpg

Amerikanischer Mondsame (Menispermum canadense), Illustration<ref>Illustration von John Sims (1749–1831), aus Curtis’s Botanical Magazine, volume 44, 1910 (link)</ref>

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Mondsamengewächse (Menispermaceae)
Gattung: Mondsamen
Wissenschaftlicher Name
Menispermum
L.
Datei:Menispermum-dauricum-foliage.jpg
Blätter des Dahurischen Mondsamens

Die Mondsamen (Menispermum) sind eine Pflanzengattung von sommergrünen Sträuchern aus Ostasien und Nordamerika, die schwarzblaue Steinfrüchte tragen.<ref name="FdG" />

Beschreibung

Die Mondsamen sind sommergrüne, linkswindende, kletternde, üppig wachsende Sträucher mit dünnen, glänzend olivgrünen bis dunkel braunroten Zweigen. Die Knospen liegen in der napfartigen, kreisförmigen oder am oberen Saum ausgerandeten Blattnarbe geborgen. Die Blätter stehen wechselständig. Sie sind lang gestielt, drei- bis siebenlappig, von mehr oder weniger schildförmiger Form und mit handförmig angeordneten Blattadern versehen. Sie sind kahl oder fein behaart. Die Blattunterseite ist sehr hell und manchmal silbrig.<ref name="FoNA" /> Nebenblätter werden nicht gebildet. Die Blüten sind zweihäusig verteilt. Sie sind gelbgrün und unscheinbar und in gestielten, achselständigen Trauben oder Rispen angeordnet. Die Einzelblüten haben vier bis zehn spiralig angeordneter Kelchblätter und sechs bis neun Kronblätter, die kürzer als die Kelchblätter sind. Die männlichen Blüten haben 12 bis 18, selten bis 36 Staubblätter, die weiblichen Blüten sechs bis zwölf Staminodien und zwei bis vier Fruchtblätter mit breiten, beinahe sitzenden Narben. Als Früchte werden 0,8 bis 1 Zentimeter große, schwarzblaue Steinfrüchte gebildet, die in Gruppen von zwei bis drei stehen. Die Steinkerne sind 7 bis 8 Millimeter groß und abgeflacht nieren- oder becherförmig.<ref name="FdG" /><ref name="FoC" />

Die Chromosomenzahl beträgt für beide Arten 2n = 52.<ref name="IPCN" />

Bilder

Verbreitung

Vertreter der Mondsamen kommen im temperierten Ostasien und im atlantischen Nordamerika und Mexiko vor.<ref name="FdG" />

Systematik

Die Mondsamen (Menispermum) sind eine Gattung in der Familie der Mondsamengewächse (Menispermaceae). Ihr werden zwei Arten zugeordnet:

Die beiden Arten können durch die Anordnung des Blattstiels unterschieden werden. Beim Amerikanischen Mondsamen mündet der Blattstiel nahe am Blattrand, beim Dahurischen Mondsamen entfernt vom Blattrand, mehr mittig in der Blattspreite.<ref name="FdG" /> Mehrere Arten, die ebenfalls der Gattung der Mondsamen zugerechnet wurden, werden inzwischen zu anderen Gattungen, etwa Cocculus oder Tinospora gezählt.<ref name="GRIN" />

Der wissenschaftliche Name Monospermum leitet sich vom griechischen men für „Mond“ und von sperma, „Same“ ab.<ref name="FdG" />

Verwendung

Die beiden Arten werden selten als Ziersträucher gepflanzt, um Lauben, Zäune oder Mauern zu bekleiden.<ref name="FdG" />

Quellen

Einzelnachweise

<references> <ref name="FdG"> Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 421 </ref> <ref name="FoC"> Menispermum. In: Flora of China Vol. 7. www.eFloras.org, S. 15, abgerufen am 4. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="FoNA"> Menispermum. In: Flora of North America Vol. 3. www.eFloras.org, abgerufen am 4. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="GRIN"> Menispermum. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 4. Dezember 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="IPCN">Menispermum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 421.

Weblinks