Mohács
| Mohács | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | Datei:Flag of Hungary.svg Ungarn | |||||
| Region: | Südtransdanubien | |||||
| Komitat: | Baranya | |||||
| Kleingebiet bis 31.12.2012: | Mohács | |||||
| Kreis: | Mohács | |||||
| Koordinaten: | 46° 0′ N, 18° 41′ O
{{#coordinates:45,995833333333|18,680555555556|primary
|
dim=10000 | globe= | name= | region=HU-BA | type=city
}} |
| Höhe: | 82 m | |||||
| Fläche: | 112,23 km² | |||||
| Einwohner: | 17.054 (1. Jan. 2025) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 152 Einwohner je km² | |||||
| Telefonvorwahl: | (+36) 69 | |||||
| Postleitzahl: | 7700 | |||||
| KSH-kód: | 23959 | |||||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2020) | ||||||
| Gemeindeart: | Stadt | |||||
| Bürgermeister: | Gábor Pávkovics<ref>Mohács időközi önkormányzati választás. Nemzeti Választási Iroda, 27. September 2020, abgerufen am 28. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (Fidesz-KDNP) | |||||
| Postanschrift: | Széchenyi tér 1 7700 Mohács | |||||
| Website: | ||||||
| (Quelle: II. Detailed data of localities In: Detailed Gazetteer of Hungary. Hungarian Central Statistical Office) | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Mohács [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] (deutsch: Mohatsch, serbisch: Mohač, kroatisch: Mohač<ref>Magyarország helységnévtára: Mohács. Központi Statisztikai Hivatal, abgerufen am 14. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) ist eine ungarische Stadt im gleichnamigen Kreis am rechten Donauufer, in der Nähe der Grenze zu Kroatien und zu Serbien.
Überregional bekannt ist Mohács für den dortigen Karneval (Busójárás). Das sechstägige Faschingsfest gilt als das größte Ungarns und lockt alljährlich Zehntausende Schaulustige. Besonderen Wert wird dabei auf den Mummenschanz mit aufwendig geschnitzten Holzmasken gelegt. Ein wichtiger Träger der Veranstaltung sind die Ungarndeutschen.<ref>Kurzinformation zum Buschos-Fest auf spiegel.de</ref> Die Stadt ist Grenzrevisionsstelle für Schiffe (talwärts ausreisend, bergwärts einreisend nach Ungarn).
Geschichte
Geschichtlich berühmt wurde Mohács durch zwei Schlachten:
- Schlacht bei Mohács (1526) – Die Osmanen besiegen die Ungarn.
- Schlacht bei Mohács (1687) – Österreich besiegt das Osmanische Reich.
In Mohács lebten 1941 über 700 Juden, das waren etwa 4 Prozent der Bevölkerung.<ref>MOHACS: BRNY. Jewish Cemetery Project, abgerufen am 11. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach der deutschen Besetzung Ungarns im März 1944 richtete die ungarische Verwaltung im Mai 1944 zwei Ghettos ein, in die die Juden aus der Stadt und der Umgebung gezwungen wurden. Anfang Juli wurden die Ghettoinsassen nach Pécs und von dort in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert.
1949 war von den sowjetischen Besatzern geplant, in Mohács ein großes Stahlwerk zu bauen und es wurde mit ersten Arbeiten angefangen. Im Herbst wurde dann beschlossen, das Werk bei Dunaújváros zu bauen. Die Bauarbeiten wurden eingestellt und die Arbeiter in Mohács wurden aufgefordert, sich dorthin zu begeben.<ref>Anne Applebaum: Der eiserne Vorhang. Siedler, München 2012, S. 415</ref>
Bevölkerung
Neben der ungarischen Bevölkerungsmehrheit (laut Volkszählung 2001) leben in Mohács Angehörige der Ungarndeutschen, Kroaten, Roma sowie Serben. Folgende Entwicklung der Einwohnerzahlen in den letzten Jahrzehnten hat stattgefunden: Vorlage:Démographie
Stadtbild
In der Hafenpromenade befindet sich ein aus Edelstahlleisten genietetes dreibeiniges Monument mit einem ganz oben eingeschriebenen Vierfachwürfel. Am Marktplatz, wo die Hafenpromenade in die Hauptstraße Jókai mór utca mündet, ließ die Stadt in den 1970er Jahren eine aus Sandstein und Bronze gefertigte Dreifaltigkeitssäule aufstellen.
Die meisten Wohnhäuser im Zentrum sind gut restauriert und stammen aus dem 20. Jahrhundert. Zu den Vororten hin dominieren eingeschossige Wohngebäude.<ref>Sehenswürdigkeiten und Bebauung: Auswertung einer "Fahrt" bei Google earth durch den Ort sowie Erklärungen einer einheimischen Reiseleiterin bei einer Donaukreuzfahrt im Juli 2013.</ref> Der Ort verfügt insgesamt über acht Gotteshäuser: Votiv-Kirche (römisch-katholisch), die innerstädtische Pfarrkirche (römisch-katholisch), die Franziskanerkirche (römisch-katholisch), eine Bischofskirche (römisch-katholisch), eine reformierte Kirche, eine evangelische Kirche, eine serbisch-orthodoxe Kirche und die Kapelle St. Rochus.
Städtepartnerschaften
- Datei:Flag of Croatia.svg Beli Manastir, Kroatien
- Deutschland Bensheim, Deutschland
- Datei:Flag of Turkey.svg Beykoz, Türkei
- Datei:Flag of Romania.svg Câmpia Turzii, Rumänien
- Datei:Flag of Poland.svg Siemianowice Śląskie, Polen
- Frankreich Wattrelos, Frankreich
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Georg Stolle (1938–2020), Politiker und Bürgermeister von Bensheim, Ehrenbürger von Mohács (2019)
Töchter und Söhne der Stadt
- Mátyás Tímár (1923–2020), Banker, Hochschullehrer und Politiker
- Otto Heinek (1960–2018), ungarndeutscher Journalist und Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
- Robert Kovács (* 1976), ungarischer Pianist und Organist
- Norbert Michelisz (* 1984), ungarischer Rennfahrer
- Gréta Márton (* 1999), Handballspielerin
Literatur
- Mohács, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009, ISBN 978-965-308-345-5, S. 496
Weblinks
- Website der Stadt
- Mohács, in: A Pallas nagy lexikona (ungarisch)
- Deutsch – Ungarischer Freundeskreis Bensheim – Mohács e.V
- Luftaufnahmen von Mohács
- The Old Mohács
Einzelnachweise
<references/>
Vorlage:Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Kreis Mohács