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Mittlerer Weg

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Datei:049 Sujata Offers Milk-Rice.jpg
Durch das Annehmen einer Schale mit Milchreis (kheer) von Sujata gelangt der unter einem Baum meditierende Asket Siddharta Gautama zur Erkenntnis des „Mittleren Weges“ und damit zur Erleuchtung.

Mittlerer Pfad (Sanskrit madhyamā pratipad, Pali majjhimā paṭipadā) ist im Buddhismus ein Synonym für den Edlen Achtfachen Pfad. Im weiteren Sinne wird er als Grundsatz verstanden, Extreme zu meiden.

Hintergrund

Zu Zeiten des historischen Buddha waren die religiösen Schulen von Extremen geprägt; auch Siddharta Gautama selbst war ursprünglich Mitglied einer dieser Schulen, die sich durch extreme Formen von Askese und Weltabgewandtheit hervortaten. Zum Teil gingen diese Praktiken bis an die Grenze der Selbstzerstörung, wovon der Buddha auch Zeugnis ablegte. Erst als er sich von diesen Praktiken abwandte, fand er ohne Absicht die Erleuchtung.

Botschaft

Bei der Predigt von Benares, seiner ersten Lehrrede nach der Erleuchtung, erläuterte Buddha den „Mittleren Weg“ seinen ehemaligen Asketen-Gefährten:

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Somit lautet übersetzt, was sich im Mittleren Pfad widerspiegelt – nämlich dass die Erkenntnis weder in Vernachlässigung der erforderlichen Bedürfnisse zum Erhalt des Lebens, noch in einer den sinnlichen Dingen verhafteten Lebensweise zu finden sei. Teils wird dies so ausgelegt, dass es keiner Askese bedarf, was der eigentlichen Bedeutung widerspricht.<ref>Appativana Sutta: Schonungslos</ref>

Der Mittlere Weg wird unter anderem mit dem Gleichnis einer Saite eines Musikinstrumentes beschrieben. Ist sie zu wenig gespannt, entsteht kein schöner Klang. Ist sie zu stark gespannt, kann sie reißen. Nur wenn eine Saite die geeignete Spannung zwischen den Extremen hat, kann sie einen schönen Klang erzeugen.<ref>Sona Sutta: About Sona</ref>

Neben der äußerlichen Extreme zwischen Zerstörung und Überförderung, bezieht sich das Vermeiden auf die Wurzeln dieser Auswüchse, die geistigen Aspekte, und hier sind die beiden Extreme von Gier (lobha bzw. raga) und Hass (dosa) gemeint. So ist Ablehnung wie Zuneigung abseits vom „Mittleren Weg“.<ref>Ajahn Chah: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20141016113553

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  }} (Der innere mittlere Weg)</ref>

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Der Mittlere Weg ist durch Nagarjuna zur hauptsächlichen Lehre des Buddhismus geworden. Sie besagt, dass vier extreme Positionen vermieden werden sollen, nach denen die Dinge eine Substanz haben oder nur subjektiv existieren sollen oder beides oder keines von beidem. Stattdessen sollen sie abhängig sein. Mit Nagarjunas eigenen Worten aus einer Hymne an den Buddha: „Dialektiker behaupten, dass das Leid aus sich selbst heraus, durch etwas anderes, durch beides oder aber ohne eine Ursache entstanden ist“.

Siehe auch

Quellen

<references />