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Mittlere akustisch evozierte Potentiale

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Mittlere akustisch evozierte Potentiale (MAEP oder englisch AMLR (auditory middle latency response)) sind eine Untergruppe der akustisch evozierten Potentiale und wurden erstmals 1958 durch Geisler et al.<ref>C.D. Geisler, L.S. Frishkopf, W.A. Rosenblith: Extracranial responses to acoustic clicks in man. 1958, PMID 13592309</ref> beschrieben. Ihr Entstehungsort sind thalamische Bahnen und der Primäre Hörcortex. Im Gegensatz zu den FAEP werden nicht nur die Signalmaxima (P wie „positiv“), sondern auch die Minima bewertet (N wie „negativ“): Welle Po, Na, Pa, Nb (Laufzeit von 10 ms bis 80 ms).

Die medizinischen Verwendungsgebiete beschränken sich in Europa auf das Gebiet des

In den USA werden seit den 1990er Jahren die MAEPe auch eingesetzt zur:

Methodik

Im Gegensatz zu den FAEP sind die MAEP im Schlaf nicht ableitbar, in Sedierung mit Amplitudenverminderung. Daher der Einsatz zum Monitoring der Narkosetiefe. Bei Kindern unter 10 Jahren sind die Potentiale nur inkonstant vorhanden. Ableitpunkte (10-20er System): C5 – A1/A2 linke Hemisphäre, C6 – A1/A2 rechte Hemisphäre, Fz und Fn als Neutralelekrode. Stimuliert wird mit Tonbursts, seltener mit Klicks.

Literatur

James W. Hall: New Handbook of Auditory Evoked Potentials. Pearson, Boston MA 2006, ISBN 978-0-205-36104-5.

Jürgen Baaden: Die Wertigkeit der mittleren akustisch evozierten Potentiale (MAEP) in der Hörschwellenbestimmung, Universität Heidelberg 1988, Dissertation

Einzelnachweise

<references />