Mittelstetten (Schwabmünchen)
Mittelstetten Stadt Schwabmünchen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(555)&title=Mittelstetten 48° 12′ N, 10° 46′ O
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| Höhe: | 537 m | |||||
| Einwohner: | 555 (2014)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 86830 | |||||
| Vorwahl: | 08232 | |||||
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Mittelstetten ist ein Pfarrdorf und Stadtteil von Schwabmünchen im Landkreis Augsburg im Regierungsbezirk Schwaben in Bayern.
Durch Mittelstetten fließt die Singold. Westlich von Mittelstetten fließt die Wertach vorbei, mit einem Wehr in Höhe des Ortes.
Geschichte
Mittelstetten, heute ein Stadtteil von Schwabmünchen im schwäbischen Landkreis Augsburg, blickt auf eine lange und tief in der Region verwurzelte Geschichte zurück. Bereits im Jahr 1301 wurde der Ort erstmals urkundlich unter dem Namen „Mittelesten“ erwähnt. Die Historie des Dorfes ist untrennbar mit dem nahegelegenen Lechfeld verbunden, jenem geschichtsträchtigen Ort, der 955 n. Chr. Schauplatz der berühmten Schlacht auf dem Lechfeld war. Auch frühe Befestigungen wie die nahegelegene Haldenburg (ca. 950 n. Chr.) zeugen von der strategischen Bedeutung und frühen Besiedlung dieses Raumes. Durch das bayerische Gemeindeedikt von 1818 entstand die selbständige Gemeinde Mittelstetten. Bis zur Gebietsreform in Bayern am 1. Juli 1972 gehörte diese zum Landkreis Schwabmünchen und wurde dann dem Landkreis Augsburg (zunächst mit der Bezeichnung Landkreis Augsburg-West) zugeschlagen. Am 1. Mai 1978 erfolgte die Eingemeindung in die Stadt Schwabmünchen.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 767.</ref> Ein entscheidender Wendepunkt für die gesamte Region war der Anschluss an das Eisenbahnnetz ab 1847, der einen spürbaren wirtschaftlichen Aufschwung einleitete. Aus historischen Quellen sind folgende Namensformen bekannt: 1299 Metlosteten, 1301 Mittelesten, 1316 Mittelsteten apud Mittelsteten, 1333 Mittelnsteten, 1379 Mittelstetten, 1470 Müttelstetten und 1753 Mittelstetten.<ref>Wolfgang Janka: Ortsnamen als kulturelles Erbe Bayerns – Stand und Perspektiven der Forschung. Mittelstetten. In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. Band 78/2. München 1. Januar 2015, S. 315 – 332.</ref> Obwohl Mittelstetten seither von der modernen Infrastruktur und dem Wachstum der Stadt profitierte, ist es dem Ort gelungen, seinen dörflichen Charakter und seine landwirtschaftlich geprägten Wurzeln bis heute zu bewahren. So bleibt der Stadtteil ein lebendiges Beispiel für die Verbindung von traditionellem schwäbischen Agrarraum und moderner Stadtentwicklung.<ref>Geschichte der Stadt Schwabmünchen. Stadt Schwabmünchen, abgerufen am 15. März 2026.</ref>
Ein zentraler Mittelpunkt des dörflichen Lebens ist die Kirche St. Magnus, die eng mit dem Mittelstetter Feldkreuzweg verbunden ist. Die Geschichte des Gotteshauses reicht bis ins Jahr 1690 zurück, als zunächst eine Kapelle zu Ehren des heiligen Magnus errichtet wurde. Aufgrund der wachsenden Gemeinde wurde der Bau im Jahr 1841 großzügig erweitert. Ein besonderer kunsthistorischer Schatz im Inneren ist das Altarbild des Kirchenpatrons: Es wurde 1872 von dem bekannten Historienmaler Ferdinand Wagner (1819–1881) geschaffen, der selbst aus Schwabmünchen stammte und der Region eng verbunden war. Wagner war ein bedeutender Vertreter der Nazarener, einer Kunstrichtung, die sich durch eine sehr klare, farbenfrohe und oft religiöse Bildsprache auszeichnete. Bekannt wurde er vor allem durch seine Monumental- und Fassadenmalerei. Eines seiner berühmtesten Werke ist das Deckengemälde „Das Jüngste Gericht“ in der Stadtpfarrkirche St. Michael in Schwabmünchen, dass er 1872 das Altarbild für St. Magnus in Mittelstetten schuf, war für das Dorf eine Ehre. Zu dieser Zeit war Wagner bereits ein etablierter Künstler auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Direkt von der Kirche ausgehend, lädt der Mittelstetter Feldkreuzweg dazu ein, die Umgebung auf eine ganz besondere Weise zu erkunden. Mit seinen insgesamt acht Feldkreuzen dient er als besinnlicher Meditationsweg. Die Pfarrei in Mittelstetten gehört zum Dekanat Schwabmünchen im Bistum Augsburg.<ref>Kirche St. Magnus und Mittelstetter Feldkreuzweg mit acht Feldkreuzen. Katholische Pfarreiengemeinschaft Schwabmünchen, abgerufen am 15. März 2026.</ref>
Vereinswesen
In Mittelstetten gibt es mehrere Vereine, darunter die Schützengesellschaft Mittelstetten, die Singoldkicker Mittelstetten, die Mittelstetter Faschingsclub, die Jagdgenossenschaft Mittelstetten, den Veteranen- und Soldatenverein Mittelstetten, und die Freiwillige Feuerwehr Mittelstetten mit rund achtzig aktiven Mitgliedern.<ref>Verzeichnis der Vereine von Schwabmünchen. Stadt Schwabmünchen, abgerufen am 14. März 2026.</ref>
Einzelnachweise
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Weblinks
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