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Mission sui juris Afghanistan

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Mission sui juris Afghanistan
Datei:LocationAfghanistan.svg
Karte Mission sui juris Afghanistan
Basisdaten
Staat Afghanistan
Superior Giovanni M. Scalese B
Emeritierter Superior Giuseppe Moretti B
Gründung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Fläche 652.230 km²
Pfarreien 1 (2020 / Annuario Pontificio 2021)
Einwohner 30.726.000 (2020 / Annuario Pontificio 2021)
Katholiken 200 (2020 / Annuario Pontificio 2021)
Anteil 0 %
Ordenspriester 1 (2020 / Annuario Pontificio 2021)
Katholiken je Priester 200
Ordensbrüder 1 (2020 / Annuario Pontificio 2021)
Ordensschwestern 7 (2020 / Annuario Pontificio 2021)
Ritus Römischer Ritus
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Die Mission sui juris Afghanistan (lat.: Missio sui iuris Afghanistaniensis) ist eine in Afghanistan gelegene römisch-katholische Mission sui juris mit Sitz in Kabul. Sitz ist in der italienischen Botschaft in Kabul.

Geschichte

Es gibt kein sichere Überlieferung über Missionierung in apostolischer Zeit. In der Region Baktrien, die teilweise in Afghanistan liegt ist ein Präsenz des Apostel Thomas bekannt. Die ersten bekannten Missionierungen erfolgten durch die Assyrische Kirche des Ostens. Sie errichtete in Herat eine Metropolitanbistum.

642 kam die Islamischen Eroberung in Afghanistan an. Im 14. Jahrhundert war das Land fast komplett zum Islam konvertiert. Es gab noch einige heidnische Gebiete in der Provinz Nuristan, die erst im 19. Jahrhundert konvertierten.

Der erste katholische Geistliche im Land war Antoni de Montserrat. Der Jesuit begleitete 1581 Akbar I. auf einer Militärexpedition nach Afghanistan. 1582 durchquerte der Jesuit Bento de Góis das Land auf seinen Weg von Indien nach China.

Im Zweiten Anglo-Afghanischen Krieg begleiteten Mill-Hill-Missionare als Seelsorger die britischen Soldaten.

1930 hielt der 70-jährige Pfarrer von St. Peter und Paul aus Chicago, George Blatter eine Messe in Afghanistan. Er wurde an den Königshof von Mohammed Nadir Schah geladen. Er infizierte sich mit Malaria und verließ das Land. 1932 hatte er eine Privataudienz bei Papst Pius XI.<ref>Prayers in Italy for abandoned Catholic mission in Afghanistan – UCA News. Abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Papst Pius XI. gründet eine Mission in Afghanistan und vertraut sie den Ordensklerikern des Heiligen Paulus an. Die Barnabiten entsandten zwei Paters (Caspani und Cagnacci) nach Afghanistan, von denen einer sich als Studienassistent tarnte. Das Gotteshaus wurde am 1. Januar 1933 eingeweiht. Die Kapelle Notre-Dame de la Divine Providence stand auf dem Gebiet der italienischen Botschaft in Kabul und wurde durch das Abkommen zwischen Italien und Afghanistan über den Austausch ständiger diplomatischer Vertretungen ermöglicht. Seit der arabischen Eroberung Zentralasiens im 7. Jahrhundert war dies das erste Mal, dass eine Regierung die offizielle Errichtung einer katholischen Präsenz in Afghanistan genehmigt hatte. Diese Kapelle ist bis heute die einzige katholische Kultstätte im gesamten afghanischen Gebiet. Ihm folgten die Patres Giovanni Bernasconi (1947–1957), Raffaele Nannetti (1957–1966), Angelo Panigati (1966–1990) und Giuseppe Moretti (1990–1994). Letzterer musste 1994 das Land verlassen, da in Afghanistan nach dem Abzug der sowjetischen Truppen (1989) und dem Sturz des kommunistischen Regimes (1992) ein Bürgerkrieg ausbrach. 1996 übernahmen die Taliban die Macht und gründeten das Islamische Emirat, das bis 2001 bestand, als die internationale Militärkoalition mit der Operation „Enduring Freedom“ intervenierte.<ref>The Chapel. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Januar 2018; abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Pater Serge de Beaurecueil OP lehrte bis zum Sowjetischen Einmarsch in Afghanistan an der Universität von Kabul. Pater Giuseppe Moretti B. kehrte 2001 auf Bitten von Papst Johannes Paul II. nach Kabul zurück.

Die Mission sui juris Afghanistan wurde am 16. Mai 2002 durch Papst Johannes Paul II. errichtet. Erster Superior (Superior ecclesiasticus seu Ordinarius loci) wurde Giuseppe Moretti, B.<ref>„ASIE / AFGHANISTAN – UNE ECOLE ELEMENTAIRE PRES DE KABOUL, DON DE LA MISSION « SUI JURIS » A L’ETAT – LA VIE DE LA COMMUNAUTE CHRETIENNE DANS LE PAYS SE POURSUIT APRES L’ERE DES TALIBANS“, Agence Fides, 10. November 2003 (fr.)</ref> Sein Nachfolger wurde im November 2014 Giovanni M. Scalese, B.<ref>„Pubblichiamo la cronaca del cambio della “guardia” barnabitica nella missione afghana a Kabul“, Barnabiti in Afghanistan, 24. Januar 2015 (it.)</ref><ref>Konstantin: Die auswärtigen Missionen: A short missionary history of Afghanistan. In: Die auswärtigen Missionen. 31. Dezember 2024, abgerufen am 3. Januar 2025.</ref>

Seit der Rückeroberung Afghanistan durch die Taliban handelt es sich gemeinsam mit Nordkorea um das Land mit der höchsten Christenverfolgungsrate.<ref>L'Afghanistan devient le pays où les chrétiens sont le plus persécutés. Abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>«Il y a aussi des chrétiens en Afghanistan et ils risquent tous la mort!» 23. August 2021, abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wappen

Datei:Missio sui iuris Afghanistaniensis.gif
Wappen der Mission

Das Wappen stammt aus dem Jahr 2018.

In einem azurblauen Schild ein silberner Halbmond mit einem goldenen Stern (die Farben des Heiligen Stuhls, von dem die Mission abhängt).

Der Schild ist von einem Rand in den Farben der afghanischen Flagge (Schwarz, Rot und Grün) umgeben.

Der Schild ist mit einem Prozessionskreuz aus Herat verziert, eines der seltenen Überreste des christlichen Erbes in Afghanistan.

Unterhalb des Schildes befindet sich ein rot gesäumtes Silberband mit dem Wahlspruch „Orietur Stella“ („Ein Stern wird aufgehen“).<ref>Arms (crest) of Mission Sui Juris Afghanistan. 29. Januar 2024, abgerufen am 3. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />