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Minerva-Tonfilm

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Die Minerva Tonfilm GmbH war eine deutsche Filmproduktionsgesellschaft der 1930er Jahre mit Sitz in Berlin.

Die nach der römischen Schutzgottheit des Gewerbes benannte Gesellschaft wurde im März 1934 von Fritz Langenscheidt, dem Konsul Hermann Menzer und Curt Prickler gegründet.<ref>Handelsregister Berlin HRB Nr. 48980</ref> Im Januar 1935 stieg Albert Eberhard Hübsch als weiterer Gesellschafter und Geschäftsführer in die Gesellschaft ein.<ref>Eintrag im Berliner Handelsregister am 28. Januar 1935</ref> Die ursprüngliche Gesellschaft wurde auf Druck der Reichsfilmkammer aufgelöst. Bei der Nachfolgegesellschaft, der 'arisierten' Minerva Tonfilm GmbH (1937–1941), schied Konsul Hermann Menzer im Dezember 1937 aus.<ref>HRB Nr. 51149, Eintrag im Berliner Handelsregister am 23. Dezember 1937</ref> Durch Gesellschafterbeschluss vom 22. März 1939 wurde die Gesellschaft aufgelöst<ref>HRB Nr. 51149, Eintrag im Berliner Handelsregister am 1. Juni 1939</ref>, die Löschung im Handelsregister erfolgte am 1. September 1941.

Die Gesellschaft, die keine eigenen Ateliers besaß und u. a. im Tobis-Atelier in Berlin-Johannisthal drehte, produzierte zwischen 1934 und 1939 fünfzehn Spielfilme unterschiedlichster Genres, darunter auch die Propagandafilme „Togger“ (1936/37) und „Alarm in Peking“ (1937). Als Aufnahmeleiter traten wiederholt Adolf Essek und Conny Carstennsen und als Produktionsleiter Curt Prickler in Erscheinung, die künstlerischen Produktionsstäbe hingegen wechselten häufig. Darsteller, die in Filmen der Minerva häufig eingesetzt wurden, waren Maria Krahn, Ursula Herking, Wera Schultz, Rudolf Essek, Max Gülstorff, Walter Werner und Paul Westermeier.

Filmografie

Einzelnachweise

<references />

Siehe auch

Weblinks