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Min Jiang (Sichuan)

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Vorlage:Infobox Fluss

Vorlage:Tibetischer chinesischer Begriff

Der Min Jiang, Minjiang oder „Min-Fluss“, veraltet: Minkiang (Vorlage:Zh) ist ein etwa 711 km langer linker Nebenfluss des Yangtsekiang in Zentral-Sichuan (Volksrepublik China). Er ist der wasserreichste Nebenfluss des Jangtsekiang.

Verlauf

Der Min Jiang entspringt am Südhang des Minshan-Gebirges (Vorlage:Zh) im Autonomen Bezirk Ngawa der Tibeter und Qiang. Er nimmt die Flüsse Heishui He (Vorlage:Zh), Zagunao He (Vorlage:Zh), Dadu He (Vorlage:Zh) und Mabian He (Vorlage:Zh) auf, bevor er in Yibin (Vorlage:Zh) in den (oberen) Jangtsekiang mündet.

Er fließt durch die Gebiete von Ngawa (Vorlage:Zh) (durch das Gebiet von Wenchuan, des Epizentrums des Erdbebens in Sichuan 2008), wo er auch in der Zipingpu-Talsperre aufgestaut wird, Chengdu, Meishan, Leshan und schließlich Yibin, wo er mit dem Jinsha Jiang – d. h. dem Oberlauf des Jangtse – zusammenfließt.<ref>Erst nach dem Zusammenfluss mit dem Min Jiang bei Yibin wird der Strom Jangtse genannt.</ref>

Die fruchtbare Chengdu-Ebene im Westteil des Sichuan-Beckens („Rotes Becken“), die flächenmäßig größte Ebene Südwest-Chinas, ist aus den Ablagerungen des Min Jiang und seiner Nebenflüsse entstanden.

Das Dujiangyan-Bewässerungssystem der Stadt Dujiangyan (Vorlage:Zh) wird von ihm gespeist.

Pflanzenwelt

Im Flusstal des Min sammelte der englische Pflanzensammler Ernest Wilson zahlreiche Pflanzen, die heute in England und den USA als Zierpflanzen verbreitet sind, darunter Paeonia decomposita, Ceratostigma willmottianum und Lilium regale<ref>Roy Briggs, "Chinese" Wilson", A life of Ernest H Wilson 1876–1930. London HMSO 1993, 120</ref>. Letztere ist heute, vermutlich durch die Aktivitäten Wilsons, am Ursprungsort ausgestorben. Auch die Davids-Lilie kam hier vor<ref>Ernest Henry Wilson, The lilies of Eastern Asia, a monograph. London, Dulau & Co. 1925</ref>.

Talsperren

Es sind insgesamt 27 Staudämme mit jeweils angeschlossenem Wasserkraftwerk entlang dem Flusslauf des Min Jiang vorgesehen.

Die Staudämme in Abfluss-Richtung sind:

Talsperre / Wehr Leistung
in MW
Inbetrieb-
nahme
Koord. Anmerkungen
Tianlonghu-Talsperre1 3×60 2004 Vorlage:Coordinate, Vorlage:Coordinate Druckstollen (6,8 km)
Jiyu-Talsperre 3×34 2007 Vorlage:Coordinate, Vorlage:Coordinate Druckstollen (6 km)
Tongzhong-Talsperre 3×17 2001 Vorlage:Coordinate, Vorlage:Coordinate Druckstollen (1,7 km)
Jiangsheba-Talsperre 4×32 2005 Vorlage:Coordinate, Vorlage:Coordinate Druckstollen (12,7 km)
Futang-Talsperre 4×90 2004 Vorlage:Coordinate, Vorlage:Coordinate Druckstollen (19,3 km)
Taipingyi-Talsperre 4×70 1994 Vorlage:Coordinate
Yingxiuwan-Talsperre 3×44 1971 Vorlage:Coordinate
Zipingpu-Talsperre 4×190 2005 Vorlage:Coordinate
Wasserkraftwerk Qianwei 9×55,6 2020 Vorlage:Coordinate
Wasserkraftwerk Longxikou 9×53,3 2025 / 2026 Vorlage:Coordinate

1: Wasserkraftwerk Jinlongtan (Vorlage:Coordinate) (3×60 MW, Inbetriebnahme 2006) wird über einen 11,85 km langen Umleitungstunnel (95,4 m³/s) direkt vom Wasserkraftwerk Tianlonghu mit Wasser versorgt

Siehe auch

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references> <ref name="Wang2022"> Vorlage:Internetquelle </ref> </references> Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten Vorlage:Navigationsleiste Flussnetz Jangtsekiang