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Milan Šašik

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Datei:Bischof Milan Sasik.jpg
Milan Šášik in liturgischer Kleidung
Datei:Coat of arms of Milan Šašik.svg
Wappen von Bischof Milan Šašik

Milan Šašik CM ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 17. September 1952 in Lehota, Tschechoslowakei; † 14. Juli 2020 in Uschhorod, Ukraine<ref>Ukrainischer Hierarch Milan Sasik verstorben. In: katholisch.de. 17. Juli 2020, abgerufen am 19. Juli 2020.</ref>) war ein Geistlicher der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche und von 2010 bis zu seinem Tod Diözesanbischof der Eparchie Mukatschewo in Transkarpatien in der Ukraine.<ref>European Bishops’ Conferences: Byzantines’ Greek-Catholic Eparchy of Mukachevo. In: eurocathinfo.eu. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Februar 2019; abgerufen am 19. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben

Datei:Byzantinische Göttliche Liturgie in St. Peter Basilika.jpg
Byzantinische Liturgie im Petersdom; in der Mitte Bischof Milan Šašik

Šášik trat 1971 trat im Geheimen der Ordensgemeinschaft der Lazaristen (Vinzentiner) in der Slowakei bei und studierte Katholische Theologie und Philosophie am Priesterseminar in Bratislava.<ref>Мілан (Шашік). In: risu.org.ua. РІСУ – Релігійно-інформаційна служба України, 5. August 2010, abgerufen am 28. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Priesterweihe empfing er am 6. Juni 1976 in der Kathedrale des hl. Martin in Bratislava vom Bischof der römisch-katholischen Diözese von Trnava, Julius Gábriš.

Milan Šašik war zunächst in der Seelsorge in der Slowakei und im Orden tätig. Von 1990 bis 1992 studierte er an der Päpstlichen Fakultät Teresianum in Rom. Im Juni 1992 erhielt er nach Abschluss seines Studiums ein Lizentiat der Theologie. Anfang Januar 1991 besuchte er zum ersten Mal die Ukraine und dort auch Transkarpatien. Im Sommer 1991 sammelte er zehn Wochen Missionserfahrung in Ecuador. Im Winter 1992 besuchte er in Russland die Städte Moskau, Wolgograd, Kamyschin und Engels.

Von 1992 bis 1998 war er für die neu gegründete Apostolische Nuntiatur in der Ukraine als Dolmetscher und Attaché bei Nuntius Antonio Franco in Kiew tätig. Am 9. Oktober 1998 wurde Milan Šašik mit dem Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice ausgezeichnet.

Im 1998 kehrte er in die Slowakei zurück, wo er zum Rektor der Vinzentinischen Gemeinschaft in Banská Bystrica ernannt wurde. 2000 wurde er Regens der Novizenausbildung der Lazaristen in der Slowakei, später betreute er die Gläubigen des lateinischen und byzantinischen Ritus in Peretschyn an der ukrainisch-slowakischen Grenze,<ref name="mukachevo.net">Alexander Gawrosch (Олександр Гаврош): Владика Мілан: 35 фактів із життя очільника Мукачівської греко-католицької єпархії (фото). In: mukachevo.net (Мукачево.net). 15. Juli 2020, abgerufen am 29. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> da er Biritualismus bzw. die Erlaubnis des Heiligen Stuhls hatte in beiden Riten die Heilige Messe bzw. Göttliche Liturgie zu feiern und Sakramente zu spenden.

Am 12. November 2002<ref>Natalija: Ukraine: Trauer um Oberhaupt von ruthenischer Kirche. Abgerufen am 12. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, den Gedenktag des Heiligen Josaphat Kunzewitsch wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Bononia und zum Apostolischen Administrator „ad nutum Sanctae Sedis“ der ruthenischen griechisch-katholischen Diözese Mukatschewo im äußersten Westen der Ukraine ernannt. Das Amt des Diözesanbischofs war durch den Rücktritt Iwan Semedis vakant. Die Bischofsweihe spendete ihm Johannes Paul II. persönlich am 6. Januar 2003 im Petersdom, Rom.<ref>Papst weiht 12 Bischöfe und bittet sie, Licht für eine Welt in Finsternis zu sein – ZENIT – Portugues. Abgerufen am 12. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Mitkonsekratoren waren Erzbischof Leonardo Sandri, Substitut im Staatssekretariat, und Erzbischof Antonio Maria Vegliò, Sekretär an der Kongregation für Orientalische Kirchen.

Im Juni 2003 überführte Šášik zusammen mit Sondergesandten des Papstes, Roger Kardinal Etchegaray, die Reliquien des seligen Bischofs Theodor Romscha in die Kathedrale von Uschhorod.<ref>Досьє: Владика Мілан (Шашік). In: PMG.ua – новини Мукачева та Закарпаття. 29. Mai 2015, abgerufen am 19. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Juni 2004 weihte er zusammen mit Josef Kardinal Tomko das neue Gebäude der theologischen Akademie und des Priesterseminars Seliger Theodor Romscha in Uschhorod ein.<ref>Парафія Перенесення мощів Блаженного Священномученика Теодора Ромжі, с. Минай. In: mgce.uz.ua. 11. Mai 2020, abgerufen am 19. Juli 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2009 nahm Šášik die ukrainische Staatsbürgerschaft an.<ref name="mukachevo.net" />

Am 17. März 2010 erhob ihn Papst Benedikt XVI. zum Diözesanbischof der Eparchie Mukatschewo mit Sitz in Uschhorod, der Hauptstadt der Oblast Transkarpatien.<ref>David M. Cheney: Bishop Milan Šašik, C.M. †. In: Catholic-Hierarchy. 15. Juli 2020, abgerufen am 28. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Damit war er das Oberhaupt der Ruthenischen griechisch-katholischen Kirche, die eine autonome Kirche eigenen Rechts innerhalb der Römisch-Katholischen Kirche bildet. Ab 2011 war Milan Šašik Mitglied im Rat der europäischen Bischofskonferenzen.

Anlässlich des 30. Jahrestages der offiziellen Anerkennung der Diözese Mukatschewo nach dem Zusammenbruch des Kommunismus besuchten rund 1.000 Pilger und etwa 50 Priester aus der Ukraine unter der Leitung von Bischof Šašik und Weihbischof Nil Jurij Luschtschak den Vatikan, um für 30 Jahre der Freiheit zu danken. Vor der Generalaudienz empfing Papst Franziskus diese Gruppe persönlich.<ref>Lisa Röhlke: Papst erinnert an verfolgte Ukrainer des Sowjetregimes. In: Vatican News. 11. Dezember 2019, abgerufen am 5. Januar 2020 (auch als mp3-Audio, 3 MB; 3:19 Minuten).
Papst Franziskus: To a Pilgrimage from the Eparchy of Mukachevo of the Byzantine Rite (Ukraine). In: vatican.va. 11. Dezember 2019, abgerufen am 5. Januar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Milan Šašik sprach neben seiner Muttersprache Slowakisch, Ukrainisch, Italienisch, Tschechisch, Russisch und Polnisch.

Am 14. Juli 2020 im Alter von 68 Jahren starb er überraschend auf Grund einer Beinthrombose. Die Beisetzung fand am 20. Juli in der Kreuzerhöhungskathedrale in Uschhorod statt.<ref>Michael Fetko: Bischof Milan Šašik verstorben: Brückenbauer in der Ukraine. In: Domradio. 17. Juli 2020, abgerufen am 13. November 2020.</ref> Die Exequien leitete Erzbischof und Metropolit der griechisch-katholischen Kirche in der Slowakei Ján Babjak in Konzelebration mit Großerzbischof und Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche Swjatoslaw Schewtschuk, Erzbischof und Metropolit der griechisch-katholischen Kirche in Ungarn Fülöp Kocsis, Weihbischof Nil (Jurij) Luschtschak, sowie anderen hochrangigen Geistlichen von der römisch-katholischen und griechisch-katholischen Kirchen aus der Ukraine, Slowakei, Ungarn und Rumänien. Die Predigt hielt Erzbischof Ján Babjak. Zum Abschluss der Feier wurde der Sarg in die Bischofsgruft unter der Kathedrale hinabgelassen, wo Milan Šašik gemäß seinem Testament in einer Nische neben dem sel. Theodor Romscha beigesetzt wurde. Papst Franziskus ernannte gleich am 20. Juli Weihbischof Nil (Jurij) Luschtschak zum Apostolischen Administrator ad nutum Sanctae Sedis der Diözese Mukatschewo.<ref>Renuncias y nombramientos. In: vatican.va. 20. Juli 2020, abgerufen am 13. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach fast vier Jahren Sedisvakanz ernannte Papst Franziskus am 8. Mai 2024 Pater Teodor Mazapula als Nachfolger von Bischof Šášik zum neuen Diözesanbischof von Mukatschewo.<ref>Vatican, Bulletin: Appointment of bishop of the eparchy of Mukachevo of Byzantine Rite, Ukraine. Vatican, Pressestelle, 8. Mai 2024, abgerufen am 8. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Milan Šašik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

VorgängerAmtNachfolger
Iwan SemediBischof von Mukatschewe
2010–2020
Teodor Mazapula

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