Miguel Ángel Estrella
Miguel Ángel Estrella (* 4. Juli 1940 in San Miguel de Tucumán; † 7. April 2022 in Paris) war ein argentinischer klassischer Pianist.
Leben
Miguel Ángel Estrella wurde am 4. Juli 1940 in der Provinz Tucumán im Norden Argentiniens geboren und wuchs im Dorf Vinará auf. Er begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Klavierspiel. Mit achtzehn Jahren wurde er am Nationalkonservatorium in Buenos Aires aufgenommen, wo er u. a. von Erwin Leuchter unterrichtet wurde. Ab 1965 studierte er in London und Paris, wo er u. a. Schüler von Vlado Perlemuter, Yvonne Loriod, Marguerite Long und Nadia Boulanger war.<ref name="musica-esperanza"> Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Presentación.] Federación Música Esperanza, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 20. September 2008 (spanisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref> Zurück in Argentinien betätigte er sich in der peronistischen Bewegung und gab unbezahlte Lehrstunden und Konzerte für Arme und Unterprivilegierte. Nach dem Militärputsch von 1976 und seiner Aufnahme in eine schwarze Liste floh er 1977 nach Uruguay, wo er am 15. Dezember 1977 als eines der Opfer der Operation Condor von zivil gekleideten Militärs entführt, gefangengehalten und gefoltert wurde.<ref> Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Miguel Angel Estrella v. Uruguay, Communication No. 74/1980, U.N. Doc. Supp. No. 40 (A/38/40) at 150 (1983).] University of Minnesota Human Rights Library, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Februar 2009 (englisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref> Nach einer internationalen Kampagne vor allem von weltbekannten Künstlern und Intellektuellen, angeführt von Yehudi Menuhin und unterstützt durch Menschenrechtsorganisationen, die UNO, die UNESCO und den Vatikan, wurde er zuerst in ein offizielles Gefängnis verlegt und schließlich am 13. Februar 1980 freigelassen.<ref> Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The case of Miguel Angel Estrella.] Freedom of Musical Expression, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Februar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref> Er konnte nach Frankreich ausreisen, wo ihm politisches Asyl und die französische Staatsbürgerschaft gewährt wurden. Seitdem setzte er sich für die Menschenrechte und die Verbreitung der Musik als Mittel zur Verteidigung der Menschenwürde ein. Zu diesem Zweck gründete er am 10. Dezember 1982, dem Tag der Menschenrechte, die internationale Organisation Música Esperanza, zu Deutsch Musik der Hoffnung.<ref name="musica-esperanza" /> Sie soll allen Menschen, insbesondere den Ärmsten, einen besseren Zugang zu Musik verschaffen. Anfang 2000 gründete er das Orchester für den Frieden, ein Ensemble aus Musikern israelischer und arabischer Herkunft, welches erstmals 2002 auftrat.<ref> Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Orquesta para la Paz.] Federación Música Esperanza, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 15. Februar 2009 (spanisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref> Ab 1981 hielt er Lehrveranstaltungen über Musikanalyse, Performanz, Kammermusik und die Evolution der musikalischen Sprache von Bach bis Fauré ab. Miguel Ángel Estrella starb 81-jährig im April 2022 in Paris.<ref>Murió en Francia el gran pianista argentino Miguel Ángel Estrella, exembajador en la Unesco. In: com.ar. La Nacion, 7. April 2022, abgerufen am 7. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ehrenämter und Auszeichnungen
- Ritter der Ehrenlegion (1985)
- UNESCO-Sonderbotschafter für Kultur des Friedens und Toleranz durch Musik seit 1989
- Komtur des Ordre des Arts et des Lettres (1990)
- Nansen-Flüchtlingspreis (2000)
- Argentinischer Nationalkulturpreis (Premio Cultura Nación) (2007)<ref>
Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Premios Cultura Nación.] Secretaría de Cultura, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 5. Dezember 2009 (spanisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung </ref>
Werke
- mit Jean Lacouture: Música para la esperanza. Ediciones de la Flor, Buenos Aires 1985, ISBN 9505159226.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Musica Esperanza ( vom 2. September 2004 im Internet Archive) (französisch, englisch, spanisch)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Miguel Angel Estrella – UNESCO Celebrity Advocates ( vom 6. Oktober 2007 im Internet Archive) (englisch)
- Orchester für den Frieden (französisch, englisch)
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Diskografie und Auszeichnungen ( vom 2. September 2004 im Internet Archive) (englisch)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Estrella, Miguel Ángel |
| KURZBESCHREIBUNG | argentinischer Pianist |
| GEBURTSDATUM | 4. Juli 1940 |
| GEBURTSORT | San Miguel de Tucumán, Argentinien |
| STERBEDATUM | 7. April 2022 |
| STERBEORT | Paris, Frankreich |
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