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MigrationWatch UK

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

MigrationWatch UK ist eine nach eigenen Angaben gemeinnützige, überparteiliche<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Who we are (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. April 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.migrationwatchuk.org, Offizielle Webseite</ref> Denkfabrik, die eine Beschränkung der Einwanderung nach Großbritannien fordert, um die Bevölkerungszahl des Landes zu stabilisieren.<ref>MigrationWatch UK: What Can Be Done?, 9. Mai 2013</ref> Der Verein untersucht die Einwanderungsströme in das Land seit der Regierung Blair und stellt zu diesem Zweck demographische Daten zur Verfügung. Sein Wirken wird unterschiedlich bewertet: während konservative Meinungsträger dem Verein eine Verbesserung der Qualität der öffentlichen Debatte zuschreiben,<ref name=Aitken/><ref name="Godson"/> bezweifeln liberale Medien die Neutralität seiner Arbeit.<ref name="The Guardian"/> Während einige Wissenschaftler MigrationWatch UK als Interessensvertretung gegen Einwanderung ansehen,<ref>James Hampshire: Disembedding liberalism? Immigration politics and security in Britain since 9/11, in Givens, Terri E.; Freeman, Gary P.; Leal, David L. Immigration Policy and Security: US, European, and Commonwealth Perspectives, S. 119, Routledge, London. ISBN 0-415-99083-1.</ref> rechnen andere der Organisation an, wertvolle Informationen zur Einwanderungsfrage zur Verfügung zu stellen.<ref>Gavin Drewry: United Kingdom. The administrative History of Population Migration, 1800 to the Present: Uk Report, S. 168–185 (183), in: Peri E. Arnold: National Approaches to the Administration of International Migration, International Institute of Administrative Sciences monographs, Band 31, 2010, ISBN 978-1-60750-598-3</ref>

Arbeit

MigrationWatch UK wurde 2002 mit dem Ziel gegründet, das Thema Migration wieder stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken.<ref>How forecasts by Migrationwatch stirred up a political hornets' nest, Daily Telegraph, 8. März 2007</ref> MigrationWatch UK legt einen Schwerpunkt auf die Beobachtung und Analyse von Migration, Integration und Demographie im Vereinigten Königreich. Zu diesem Zweck werden u. a. so genannte Briefing Papers (Kurzstudien) zu verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen verfasst und veröffentlicht, auf welche die Einwanderung sich auswirkt.

Organisatorisches

Vorsitzender der Organisation ist Andrew Green, früherer britischer Botschafter in Saudi-Arabien und ehemaliger Berater der konservativen Tory-Minister Leon Brittan und William Waldegrave. Daneben unterhält die Organisation ein sogenanntes Advisory Council (Beratergremium), dem zahlreiche Wissenschaftler aus den Fachrichtungen Demographie, Soziologie, Politik- und Wirtschaftswissenschaften angehören.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Profile Advisory Council (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Mai 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.migrationwatchuk.org, Offizielle Webseite</ref>

Positionen

Laut MigrationWatch UK sind seit 1997 über drei Millionen Einwanderer in das Vereinigte Königreich gekommen. In einem Jahr wie 2010 seien mehr Immigranten nach Großbritannien gelangt als zwischen der normannischen Eroberung Englands 1066 und 1950. Die Nettoeinwanderung 2012 betrug 163.000 Personen. Dem stehe entgegen, dass bereits heute England neben den Niederlanden das bevölkerungsdichteste Flächenland Europas ist. MigrationWatch UK prognostiziert, dass die Bevölkerung Großbritanniens bis 2018 um mehr als 7 Millionen Menschen anwachsen werde, davon alleine 5 Millionen Einwanderer. Angesichts dieses Bevölkerungswachstums spricht sich die Organisation für eine reduzierte Einwanderungsquote von 40.000 Menschen pro Jahr aus, so dass die Bevölkerung bis 2050 unter der anvisierten Marke von 70 Millionen bleiben würde.<ref>MigrationWatch UK, April 2013, abgerufen am 1. Juni 2013</ref>

Nach dem Brexit-Referendum sprach sich MigrationWatch UK für einen „harten Brexit“ aus,<ref>Harriet Agerholm: Migration Watch report criticised for 'risking British livelihoods'. In: The Independent. 29. Dezember 2016, abgerufen am 27. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> für eine freie Ein- und Ausreise von Besuchern, Geschäftsreisenden und Touristen aus der EU und für eine begrenzte, nach beruflichen Kategorien unterschiedene Arbeitsmigration aus der EU.<ref>EU-UK movement should be largely unhindered post-Brexit, says Migration Watch UK. In: Business Reporter. 25. Oktober 2017, abgerufen am 27. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Rezeption

MigrationWatch UK ist nach Ansicht des Guardian 2002 umstritten, weil es die Behauptung eines überbevölkerten Großbritanniens aufstellt.<ref name="The Guardian">Onward march of lobby against immigration, The Guardian, 1. Dezember 2002</ref> Laut dem konservativen Politiker Jonathan Aitken 2005 hat MigrationWatch die Qualität der britischen Debatte über Immigration verbessert: „MigrationWatch hat die administrativen Tätigkeiten der Behörden und die Politik der großen Parteien bei Asylanten, Arbeitsgenehmigungen und den Einwanderergesamtzahlen geändert. Es hat Integrität und Genauigkeit in die bislang irreführende Regierungsstatistiken über Einwanderung gebracht. Das Verständnis des Themas in allen seriösen Zeitungen und Funkanstalten sei verbessert worden.“<ref name=Aitken>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Dean Godson der Mitte-rechts-Denkfabrik<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: The Daily Telegraph, 2. Oktober 2007. Abgerufen am 6. Januar 2010 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Policy Exchange äußerte sich im Juni 2006 in The Times: „Der dramatische Wechsel bei der Einwanderungsdebatte in den letzten Monaten ist hauptsächlich auf die Entschlossenheit und den Mut einer einzigen Person, dem Gründer und Vorsitzenden von MigrationWatch UK Andrew Green zurückzuführen.“<ref name="Godson">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: The Times, 10. Juni 2006. Abgerufen am 6. Januar 2010 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Quellen

<references />

Weblinks