Zum Inhalt springen

Mezzenile

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien

Mezzenile (piemontesisch und französisch Mesnil, frankoprovenzalisch Misinì) ist eine Gemeinde in der italienischen Metropolitanstadt Turin (TO), Region Piemont.

Lage und Einwohner

Mezzenile liegt 45 km nordwestlich von Turin im Valli di Lanzo, oberhalb des Stura di Lanzo, der im Tal fließt. Die Gemeinde gehört der Bergkommune Comunità Montana Valli di Lanzo an. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 28 km² und hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD). Zur Gemeinde zählen die kleinen Dörfer und Weiler (Frazioni) Bertin, Bogliano, Catelli, Conce, Cugnetto, Goletto, Lazetta, Monti, Murasse, Prot, Pugnetto, Rangiroldo, Sabbione, Villa Inferiore und Villa Superiore.

Die Nachbargemeinden sind Ceres, Ala di Stura, Pessinetto, Traves, Viù und Lemie.

Datei:Mezzenile dalle alture di Pessinetto.jpg
Panorama

Bevölkerungsentwicklung

<timeline> Colors=

 id:lightgrey value:gray(0.9)
 id:darkgrey  value:gray(0.8)
 id:sfondo value:rgb(1,1,1)
 id:barra value:rgb(0.6,0.7,0.8)

ImageSize = width:640 height:300 PlotArea = left:50 bottom:50 top:30 right:30 DateFormat = x.y Period = from:0 till:3000 TimeAxis = orientation:vertical AlignBars = late ScaleMajor = gridcolor:darkgrey increment:500 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:125 start:0 BackgroundColors = canvas:sfondo

BarData=

 bar:1861 text:1861
 bar:1871 text:1871
 bar:1881 text:1881
 bar:1901 text:1901
 bar:1911 text:1911
 bar:1921 text:1921
 bar:1931 text:1931
 bar:1936 text:1936
 bar:1951 text:1951
 bar:1961 text:1961
 bar:1971 text:1971
 bar:1981 text:1981
 bar:1991 text:1991
 bar:2001 text:2001
 bar:2011 text:2011
 bar:2021 text:2021

PlotData=

 color:barra width:24 align:left
 bar:1861 from: 0 till:2314
 bar:1871 from: 0 till:2477
 bar:1881 from: 0 till:2596
 bar:1901 from: 0 till:2706
 bar:1911 from: 0 till:2606
 bar:1921 from: 0 till:2560
 bar:1931 from: 0 till:2340
 bar:1936 from: 0 till:1885
 bar:1951 from: 0 till:1540
 bar:1961 from: 0 till:1309
 bar:1971 from: 0 till:1195
 bar:1981 from: 0 till:1018
 bar:1991 from: 0 till:917
 bar:2001 from: 0 till:900
 bar:2011 from: 0 till:834
 bar:2021 from: 0 till:736

PlotData=

 bar:1861 at:2314  fontsize:S text: 2.314  shift:(-12,5)
 bar:1871 at:2477  fontsize:S text: 2.477  shift:(-12,5)
 bar:1881 at:2596  fontsize:S text: 2.496  shift:(-12,5)
 bar:1901 at:2706  fontsize:S text: 2.706  shift:(-12,5)
 bar:1911 at:2606  fontsize:S text: 2.606  shift:(-12,5)
 bar:1921 at:2560  fontsize:S text: 2.560  shift:(-12,5)
 bar:1931 at:2340  fontsize:S text: 2.340  shift:(-12,5)
 bar:1936 at:1885  fontsize:S text: 1.885  shift:(-13,5)
 bar:1951 at:1540  fontsize:S text: 1.540  shift:(-13,5)
 bar:1961 at:1309  fontsize:S text: 1.309  shift:(-13,5)
 bar:1971 at:1195  fontsize:S text: 1.195  shift:(-13,5)
 bar:1981 at:1018  fontsize:S text: 1.018  shift:(-13,5)
 bar:1991 at:917  fontsize:S text: 917  shift:(-8,5)
 bar:2001 at:900  fontsize:S text: 900  shift:(-8,5)
 bar:2011 at:834  fontsize:S text: 834  shift:(-8,5)
 bar:2021 at:736  fontsize:S text: 736  shift:(-8,5)

TextData=

 fontsize:S pos:(30,30)
 text:Quelle = Istituto Nazionale di Statistica ISTAT

</timeline>

Geschichte

Der Name leitet sich vom spätmittelalterlichen lateinischen mansionile (Bauernhof mit Grundstück) ab und könnte auf eine frühmittelalterliche Besiedlung hinweisen. Im 11. Jahrhundert gehörte Mezzenile zum Besitz der Benediktinermönche, die der Abtei San Mauro di Pulcherada unterstanden. Viele dieser Städte wurden von den Mönchen selbst gebaut oder wieder aufgebaut. Das älteste Dokument über das Gebiet von Mezzenile, zu dem damals auch die Gemeinde Pessinetto gehörte, ist die Konzession aus dem Jahr 1289 für die Ausbeutung der örtlichen Minen.

Damals entwickelte sich Mezzenile bereits zu einem wichtigen bewohnten Zentrum mit einer Pfarrkirche und der Heimat handwerklicher Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Bergbauproduktion, beispielsweise der Herstellung von Nägeln. Tatsächlich war Mezzenile mit Pessinetto und Traves in den vergangenen Jahrhunderten ein wichtiges Zentrum für die Herstellung von Nägeln. Dies belegen die zahlreichen Schmieden im gesamten Gebiet. Dies wird auch im Wappen dargestellt. Im Weiler Forneri gibt es heute ein Nagelmacher-Museum.

Im 14. Jahrhundert übernahm das Haus Savoyen die Nachfolge des Klosters Santa Maria di Pulcherada.<ref>Geschichte</ref> Im Jahr 1724 wurde es dem Senator Guglielmo Beltramo von Monasterolo belehnt. Nach dessen Tod im Jahr 1791, ohne dass Erben ermittelt werden konnten, ging das Lehen 1793 gegen Zahlung einer Summe von 14.000 Lire an Michele Antonio Francesetti, Graf von Hautecourt, über.

Pugnetto Höhlen

Die Pugnetto-Höhlen sind die längsten Höhlen Italiens, die in Kalkstein münden. Der längste Zweig reicht 765 Meter tief in den Berg hinein. Auch ein kleiner Bach fließt in der Höhle. Seit dem 19. Jahrhundert ist diese Höhle bei Zoologen bekannt. In den 1920er Jahren wurde die Flora und Fauna ausführlich erforscht. Es handelt sich um ein von der Europäischen Union im Rahmen des Natura 2000-Netzwerks geschütztes Gebiet für endemische unterirdische Fauna. Eine touristische Nutzung wurde nicht weiter verfolgt, es sind aber Führungen unter Anmeldung möglich.<ref>Pugnetto Höhle</ref>

Im Inneren der Höhle findet man die typische Fauna unterirdischer Umgebungen. Besonders bedeutsam ist die Anwesenheit von Fledermäusen, zu deren Schutz ein Metalltor am Eingang der Höhle installiert wurde. Zwischen Anfang November und Ende März ist der Zutritt verboten, um den Winterschlaf der Fledermäuse nicht zu stören. Das Erwachen der Tiere in der kalten Jahreszeit beschleunigt ihren Stoffwechsel und verbraucht die von Fledermäusen angesammelten Kalorienreserven, um den Winterschlaf zu überwinden. Wiederholtes Erwachen kann das Überleben der Fledermäuse gefährden, die im Winter offenbar nicht in der Lage sind, den Kalorienverlust durch den Insektenfang auszugleichen.

Zu den weiteren besonders seltenen Arten gehören Dellabeffaella roccai, ein Käfer, der im von Fledermäusen abgelagerten Guano lebt, und das Krebstier Trichoniscus feneriensis caprai. Letzterer galt einst als eigenständige Art und wurde Alpioniscus caprai genannt.

Bildergalerie

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Metropolitanstadt Turin