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Metzdorf (Leubsdorf)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Metzdorf
Gemeinde Leubsdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(129)&title=Metzdorf 50° 49′ N, 13° 8′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(129) 50° 49′ 25″ N, 13° 8′ 13″ O
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Einwohner: 129 (9. Mai 2011)<ref>Kleinräumiges Gemeindeblatt für Leubsdorf. (PDF; 0,23 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, abgerufen am 29. Januar 2015.</ref>
Eingemeindung: 1. Februar 1922
Eingemeindet nach: Hohenfichte
Lage von Metzdorf in Sachsen

Metzdorf ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde Leubsdorf im Landkreis Mittelsachsen.

Geografie

Lage

Metzdorf liegt etwa drei Kilometer östlich von Augustusburg im Erzgebirge. Der Ort liegt zwischen Flöha und großer Lößnitz, bis auf wenige Häuser liegt die Ansiedlung jedoch am rechten Flöhaufer. Die Eingemeindung nach Hohenfichte erfolgte am 1. Februar 1922, seit 1. März 1994 gehört Metzdorf zur Landgemeinde Leubsdorf.

Durch den Ort verläuft eine Verbindungsstraße von Hohenfichte zur Staatsstraße 237 FalkenauEppendorf im Tal der großen Lößnitz.

Nachbarorte

Grünberg Hetzdorf Breitenau
Hohenfichte Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Lößnitztal
Schellenberg Leubsdorf

Geschichte

Datei:Metzdorf Christliches Erholungsheim.jpg
Metzdorf, Christliches Erholungsheim
Datei:Hohenfichte Hp.jpg
Ehemaliger Haltepunkt Hohenfichte Hp (vormals Metzdorf), Bahnwärterwohnhaus

Die erste urkundliche Erwähnung von Meczelstorf erfolgt 1378. Bereits im 8. Jahrhundert ist der altdeutsche Personenname Mazzo, Koseform Mazzilo, und später mittelhochdeutsch Metzel überliefert. Der Name kommt demnach höchstwahrscheinlich von einer Namensübertragung der Siedler.

Die Metzdorfer Flur breitet sich auf einem niedrig gelegenen Riedel zwischen Flöha und großer Lößnitz vor deren nördlich gelegenen Zusammenfluss aus. Die ursprünglichen 6 Hufen zogen sich entweder entlang des Hangs zum Flöha- oder dem des Lößnitztals. Der Ort war lange Zeit Amtsdorf des Amtes Augustusburg (vormals Schellenberg).

1602 wurde die erste Holzbrücke über die Flöha erbaut, die bis dahin genutzte Furt durch die Flöha wurde abgelöst. 1662 und 1680 wurden ein Neubau der Brücke fällig, da die vormaligen durch Eisgang zerstört wurden. Beim Überqueren der Brücke war Geleitgeld zu zahlen, wofür 1786 ein Brückenzollhaus errichtet wurde. Die Konstruktion der heutigen, 1832 errichteten, gedeckten Holzbrücke gleicht der in Hennersdorf über die Zschopau. Sie ist 55 Meter lang und 4,6 Meter breit.

Mit dem Bau der Baumwollspinnerei im benachbarten Hohenfichte im Jahre 1833 entstanden in Metzdorf mehrere Arbeiterhäuser. 1839 wird eine Mühle (Neumühle) im Lößnitztal erwähnt. Ebenfalls im 19. Jahrhundert entstand nahe der Mündung der großen Lößnitz in die Flöha eine Parkettfabrik – zu DDR-Zeiten der „VEB Parkett-Holzwaren“. Am 1. Februar 1922 wurde Metzdorf nach Hohenfichte eingemeindet.<ref>Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943</ref><ref name="Zschopaugebiet">vgl. Das mittlere Zschopaugebiet, Band 28, S. 114</ref><ref name="chronik">Ortschronik von Metzdorf, abgerufen am 17. Oktober 2010</ref>

1893 erhielt Metzdorf mit dem gleichnamigen Haltepunkt Eisenbahnanschluss an der Schmalspurbahn Hetzdorf–Eppendorf–Großwaltersdorf im Lößnitztal. Am 4. Oktober 1925 wurde die Station in Hohenfichte Hp umbenannt.<ref>Hohenfichte Hp auf www.sachsenschiene.net</ref> Der Betrieb auf der Strecke wurde 1967 eingestellt.<ref>Eisenbahnstationen in Sachsen, abgerufen am 2. Januar 2013</ref>

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl<ref>vgl. Metzdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref>
1551 5 besessene Mann, 4 Inwohner, 6 Hufen
1764 4 besessene Mann, 10 Häusler, 6 Hufen
1834 110
Jahr Einwohnerzahl
1871 249
1890 275
1910 291

Literatur

Weblinks

Commons: Metzdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Metzdorf im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende