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Mesoxalsäure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Mesoxalsäure
Allgemeines
Name Mesoxalsäure
Andere Namen
  • Oxomalonsäure
  • Ketomalonsäure
  • Oxopropandisäure
  • Dioxymalonsäure (Hydratform)
Summenformel C3H2O5
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 207-473-4
ECHA-InfoCard 100.006.796
PubChem 10132
ChemSpider 9727
DrugBank DB03589
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 118,04 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

113–121 °C<ref name="Römpp">Eintrag zu Mesoxalsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> (Hydrat)

Löslichkeit

sehr gut löslich in Wasser, Ethanol und Diethylether<ref name="Römpp" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Mesoxalsäure ist sowohl eine Dicarbonsäure als auch eine Ketocarbonsäure und gibt leicht zwei Protonen unter Bildung des zweiwertigen Anions C3O52− ab. Mit Wasser bildet sie – als Ausnahme von der Erlenmeyer-Regel – ein stabiles, isolierbares Hydrat (2,2-Dihydroxymalonsäure).<ref>Hans Beyer, Wolfgang Walter: Lehrbuch der organischen Chemie. 18. Auflage. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1978, ISBN 3-7776-0342-2, S. 297.</ref> Gleiches gilt für ihre Derivate, wie etwa die Ester.<ref name="Römpp"/> Mesoxalsäure wirkt reduzierend, zum Beispiel bei der Tollensprobe; ihre thermische Stabilität ist gering. Beim Erhitzen zerfällt sie unter Abspaltung von Kohlenstoffdioxid (Decarboxylierung, zu Glyoxylsäure) bzw. Kohlenstoffmonoxid (Decarbonylierung, zu Oxalsäure).<ref name="Römpp"/>

Hydratationsgleichgewicht

Vorkommen

Mesoxalsäure findet sich in verschiedenen Pflanzen, so etwa der Zuckerrübe und der Luzerne.<ref name="Römpp"/>

Herstellung

Sie kann durch Oxidation von Tartronsäure (Hydroxymalonsäure) an Platin-Bismut-Katalysatoren und Luft hergestellt werden.<ref>P. Fordham, M. Besson, P. Gallezot: "Catalytic oxidation with air of tartronic acid to mesoxalic acid on bismuth-promoted platinum", in: Catal. Lett., 1997, 46 (3–4), S. 195–199; doi:10.1023/A:1019082905366.</ref> Glycerin wird bei der Titration mit wässrigem Kaliumpermanganat quantitativ zur Mesoxalsäure oxidiert (CSB-Titration durch Manganometrie), andere Oxidationsmitteln wie Kaliumdichromat oxidieren wässriges Glycerin hingegen zu Kohlenstoffdioxid.

Einzelnachweise

<references />