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Memorial da América Latina

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:MemorialAL.jpg
Das Memorial da América Latina von Oscar Niemeyer in São Paulo
Datei:Memorial da América Latina, vista geral.jpg
Veranstaltungshalle mit der Skulptur Grande Flor Tropical (dt.:'Große Tropische Blume'), von Franz Weissmann

Das Memorial da América Latina (dt.: Lateinamerika Memorial) ist ein Kultur-, Politik- und Freizeit-Komplex in São Paulo, Brasilien.

Geschichte

Es wurde von Oscar Niemeyer entworfen und am 18. März 1989 vom brasilianischen Anthropologen Darcy Ribeiro eröffnet.<ref name="Memorial - O que é"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />O que é o Memorial? (Memento vom 14. Februar 2012 im Internet Archive)</ref> Es dient der kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Integration und Emanzipation Lateinamerikas.<ref name="Memorial - Administração">@1@2Vorlage:Toter Link/www.memorial.sp.gov.brMemorial da América Latina (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>

Das Memorial ist ein Komplex, der sich aus mehreren Gebäuden mit Skulpturen und Denkmälern zusammensetzt, der um zwei Plätze angeordnet ist und eine Gesamtfläche von 84.482 m2 umfasst. Der Kulturteil wurde von dem brasilianischen Anthropologen Darcy Ribeiro entwickelt.<ref name="Nossa America"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Nossa América (Memento vom 6. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> Das Memorial ist eine öffentliche Stiftung, die finanziell und verwaltungstechnisch unabhängig ist, jedoch von der Landesregierung unterhalten wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Memorial da América Latina (Memento vom 9. Februar 2012 im Internet Archive)</ref>

Brand im November 2013

Am 30. November 2013 wurde das Lateinamerika-Memorial durch einen Brand stark beschädigt.<ref>Estadão: Incêndio destrói auditório do Memorial da América Latina e deixa 7 feridos vom 29. November 2013</ref> Das benachbarte Auditorium Simón Bolívar wurde bei dem Brand größtenteils zerstört. Bei den drei Stunden anhaltenden Löscharbeiten wurden sieben Feuerwehrmänner mit Rauchgasvergiftungen und Verbrennungen zum Teil schwer verletzt.<ref>G1: Fogo atinge auditório do Memorial da América Latina, na Zona Oeste de SP vom 29. November 2013</ref> Ein Sprecher des Memorials gab bekannt, dass der Brand vermutlich infolge eines Kurzschlusses der Lichtanlage des Auditoriums entstanden ist.<ref>The Epoch Times: Latin America Memorial Fire: Memorial da América Latina Burns in Sao Paulo vom 29. November 2013</ref>

Die einzelnen Teile des Memorial

Um zwei große Plätze sind angeordnet:

  • Tiradentes – die Veranstaltungshalle (Salão de Atos Tiradentes)
  • Die Victor Civita Lateinamerika Bibliothek, Zentrum für Lateinamerikastudien.
  • Die Marta Traba Galerie für Lateinamerikanische Kunst
  • Der Pavillon für Kreativität (Pavilhão da Criatividade)
  • Das Simón Bolívar Auditorium
  • Das Lateinamerika Parlamentsgebäude
  • Auf dem zentralen Bürgerplatz (Praça Cívica) steht eine große, ca. 16 Meter hohe Hand aus Beton (A Grande Mão), die ebenfalls von Oscar Niemeyer entworfen wurde. In der Handfläche ist der Umriss Lateinamerikas in rot eingelegt. Es symbolisiert Lateinamerikas Vergangenheit der Unterdrückung und die damit verbundenen Freiheitskämpfe, mit der roten Karte des Kontinents als Erinnerung an die dafür erlittenen Verluste an Menschenleben.

Das Memorial hat eine eigene Kunstsammlung, die innerhalb der Gebäude und außen an Gebäuden und auf den Plätzen zu besichtigen ist. Im Kreativitätspavillon (Pavilhão da Criatividade) wird eine umfangreiche Sammlung lateinamerikanischer Volkskunst gezeigt.

Die Bibliothek umfasst neben einer Musik- und Bild-Sammlung 30.000 Büchertitel.

Im Memorial werden Konferenzen abgehalten, Konzerte aufgeführt, Vorträge gehalten und Ausstellungen, Theater- und Tanzaufführungen gezeigt.

Es besteht außerdem eine Forschungsabteilung zu speziell lateinamerikanischen Themen und eine Edition mit regelmäßigen Veröffentlichungen. Von 1989 bis 2007 beherbergte das Memorial das Lateinamerika-Parlament.

Der Eintritt ist frei.

Galerie

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 23° 31′ 38,3″ S, 46° 39′ 55,2″ W

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