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Mekonsäure

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Strukturformel
Strukturformel der Mekonsäure
Allgemeines
Name Mekonsäure
Andere Namen
  • 3-Hydroxy-4-oxo-4H-pyran-2,6-dicarboxylsäure (IUPAC)
  • Acidum Meconicum
  • Poppy Acid
Summenformel C7H4O7
Kurzbeschreibung

farblose Nadeln, Blättchen oder Schuppen<ref name="Dulk1833">Friedrich Philipp Dulk: Die preußische Pharmakopöe: Einfache Mittel. Voß; 1833, S. 761 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 207-848-2
ECHA-InfoCard 100.007.136
PubChem 10347
ChemSpider 10465112
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 200,10 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

120 °C (Zersetzung)<ref name=crc>David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press / Taylor and Francis, Boca Raton FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-296.</ref>

pKS-Wert
  • pKs1 1,83<ref name=dictanalag>Alan Townshend: Dictionary of analytical reagents. Chapman & Hall / CRC Press, 1993, ISBN 0-412-35150-1, S. 595.</ref>
  • pKs2 2,11<ref name=dictanalag/>
Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Mekonsäure, auch Acidum Meconicum genannt, ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Pyrone, die in einigen Mohngewächsen (Papaveraceae), etwa in Schlafmohn (Papaver somniferum) und Arznei-Mohn (Papaver bracteatum), enthalten ist. Die Verbindung ist mit 4–6 % einer der Inhaltsstoffe des Opiums (mekón = griech. Mohnkapsel)<ref name="Römpp">Eintrag zu Mekonsäure. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> und kann dadurch zum Nachweis von Opium benutzt werden.

Datei:Papaversomniferum.jpg
Schlafmohn, Papaver somniferum, aus dessen Milch Opium gewonnen werden kann.
Datei:Opium pod cut to demonstrate fluid extraction1.jpg
Durch Anritzen unreifer Samenkapseln gewonnener Milchsaft von Papaver somniferum liefert beim Trocknen Opium.

Mekonsäure wurde irrtümlich als narkotisch wirksam beschrieben, obwohl es keine oder nur eine geringe pharmakologische Wirkung zeigt und auch nicht medizinisch verwendet wird. Das Pyron bildet mit Alkaloiden und Metallen Salze, die Mekonate. Der französische Chemiker Armand Seguin war mit seinen Experimenten bis 1804 so weit gediehen, Mekonsäure erzeugen zu können, ohne jedoch zu wissen, ob es sich dabei um eine bestimmte Säure oder um eine mit pflanzlichen Bestandteilen verunreinigte Mischung handelte.<ref> James R. Partington: A History of Chemistry, Band 3, Macmillan, London u. a. 1962 (Nachdruck 1970), S. 107.</ref> Erstmals isoliert wurde Mekonsäure schließlich 1805 von Friedrich Sertürner.<ref>Friedrich Sertuerner: Ueber das Morphium, eine neue salzfähige Grundlage, und die Mekonsäure, als Hauptbestandtheile des Opiums. Annalen der Physik, 1817, 55, S. 56–89.</ref><ref>Ryan J. Huxtable, Stephan K. W. Schwarz: The Isolation of Morphine — First Principles in Science and Ethics.</ref>

Eigenschaften

Mekonsäure zählt zu den Dicarbonsäuren; sie ist mit dem pKs1-Wert 1,83 und pKs2 von 2,11 eine starke Säure.<ref name=dictanalag/> Ihre Struktur enthält neben zwei Carboxygruppen (–COOH) eine Hydroxygruppe (–OH), die an einem Pyronring lokalisiert sind. Diese OH-Gruppe ist schwach sauer mit einem pKs-Wert von 11,3.<ref name="Römpp"/> Die Substanz ist farblos und nur wenig in Wasser und Methanol, besser in Ethanol und Benzol löslich.<ref>Acidum Meconicum (Henriette's Herbal Homepage)</ref><ref name=dictanalag/> Auskristallisieren aus wässriger Lösung führt zu einem Trihydrat,<ref name=dictanalag/> das orthorhombische Plättchen bildet.<ref name=crc/> Beim Erhitzen zersetzt sich Mekonsäure schrittweise, wobei sich bei Temperaturen ab 200 °C durch einfache Decarboxylierung Komensäure bildet.<ref>A. M. Pictet: Die Pflanzenalkalode und ihre chemische Konstitution. BiblioBazaar, 2009, ISBN 978-1-110-11341-5 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Mekonsäure zeigt – wie auch einige Phenole und Phenolsäuren – eine rote Färbung bei der Reaktion mit Eisen(III)-chlorid und wird zum titrimetrischen Nachweis von Fe(III)-Ionen eingesetzt.<ref name=dictanalag/>

Literatur

Einzelnachweise

<references />