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Meißner Buchstabenstein

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Datei:Buchstabenstein-Meißen-2011.jpg
Der Buchstabenstein in Meißen

Der Buchstabenstein in der Meißner Altstadt ist ein barockes Relief eines Monogramms<ref name="BKD">Cornelius Gurlitt: Freiheit Nr. 10 (40), Landwirtschaftliche Schule. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 39. Heft: Meißen (Stadt, Vorstädte, Afrafreiheit und Wasserburg). C. C. Meinhold, Dresden 1917, S. 447.</ref> aus dem 17. Jahrhundert.

Geschichte

Beim Meißner Buchstabenstein soll es sich um einen früheren Torschlussstein handeln, der wohl gegen 1690 geschaffen wurde.<ref name="Infotafel">Informationstafel Buchstabenstein. Stadt Meißen</ref> Er ist mittlerweile an der östlichen Futtermauer des Anwesens Freiheit 10 eingebettet.<ref name="BKD" /> Diese steht am Meißner Seelensteig, der zur Superintendentur des Kirchenbezirkes Meißens und zum Sankt Afra hinaufführt.

Das 39 mal 43 Zentimeter und aus Sandstein bestehende Relief zeigt ein barockes Monogramm der ineinander verschlungenen Anfangsbuchstaben des Alphabetes A, B, C und D.<ref name="Infotafel" /> Hierbei wird angenommen, dass der Buchstabenstein als Andenken an das für Luthers Bibelübersetzung verwendete Meißner Kanzleideutsch entstand.<ref name="SZ-2006">Bettina Klemm: Das ganze Alphabet auf einer Tafel. In: Sächsische Zeitung. DD+V, Dresden 24. Januar 2006.</ref> Alternativ werden auch die Anfangsbuchstaben der Namen der damaligen Eigentümer des Grundstückes – der kurfürstliche Beamte Johann Christoph Beyer und seine Frau Anna Elisabeth Beyer –<ref name="Infotafel" /> A, B, C und E<ref name="BKD" /> vermutet.

Die Gesamtstruktur der vier ineinander verflochtenen Buchstaben des Reliefs erlaubt wiederum das Herauslesen jedes Einzelbuchstabens des Lateinischen Alphabetes.<ref name="Infotafel" /><ref name="SZ-2006" /> Hierbei muss berücksichtigt werden, dass zur Entstehungszeit noch nicht zwischen den Buchstaben I und J unterschieden wurde.

Datei:20100221050DR DD Neumarkt 9 Replik Buchstabenstein.jpg
Replik am Dresdner Hôtel de Saxe mit Hilfe zum Finden der Buchstaben

Repliken

Eine vereinfachte Replik wurde 2006 in die Fassade des Hôtel de Saxe am Dresdner Neumarkt integriert. Die 35 mal 35 Zentimeter große Kopie wird auch als Lutherstein bezeichnet.<ref name="SZ-2006" />

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 9′ 44″ N, 13° 28′ 8″ O

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