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Meisterschule (Österreich)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Meisterschule/Meisterklasse
Schulformen
Staat Österreich
Schultyp (allgemein) postsekundäre Schulen und Kurse für diverse Berufsqualifikationen
ISCED-Ebene 5B
Klassifikation (national) Berufsbildende Schulen/Berufsbildende mittlere Schulen/Gewerbliche, technische und kunstgewerbliche Fachschulen/Sonderformen sowie Lehrgänge und Kurse (2212.x)<ref name="Systematik" />
Voraussetzung abgeschlossene Berufsausbildung/Eignungsprüfung
Dauer 1–2 Jahre
Stufen: 13./14. Schulstufe
Regelalter über 18
Schulabschluss Abschlussprüfung/Diplom
Schulformen Gewerbliche Meisterschule/-klasse, Werkmeisterschule und Bauhandwerkerschule (2212.1), Meisterschule für Bekleidungsgewerbe (2212.2), Kunstgewerbliche Meisterschule/-klasse (2212.4)<ref name="Systematik" />

Meisterschule ist im Bildungssystem in Österreich ein Sammelbegriff für verschiedene postsekundäre Schulen und Kurse für diverse Berufsqualifikationen. Diese Schulen stellen eine Sonderform der Fachschule dar.

Zu den Meisterschulen gehören:

  • Gewerbliche Meisterschulen und Meisterklassen (im engeren Sinn) für Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung:
    • Gewerbliche Meisterschulen (im engeren Sinn) für Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung
      Diese Gruppe umfasst die postsekundaren Schulen der 13. und/oder 14. Schulstufe, je nach Fach mit einer Abschlussprüfung (Berufszeugnis). Es gibt sie für die Branchen Drechsler, Kunst und Gestaltung (Bildhauerei, Keramische Formgebung, Malerei, Metallgestaltung, Kunsthandwerk und Design), Malereigewerbe, Müller, Bäcker und Konditoren, Streich- und Saiteninstrumentenerzeuger, Tischler, Tischlereitechnik und Raumgestaltung,<ref>Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Hrsg.): Schulformensystematik. Schuljahr 2011/12. S. 49.</ref>
    • Werkmeisterschulen und Bauhandwerkerschulen zur Erweiterung der Fachbildung von Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung
      Diese Gruppe umfasst die Prüfungen zum Meister und anderen Qualifikationen, wie dem Polier. Es gibt sie in zahlreichen Sparten technischer Berufe und im Baugewerbe. Sie bilden meist 3- bis 4-monatige Kurse, die auch berufsbegleitend in Abendschule oder in blockweisen Kursen absolviert werden können.<ref>Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Hrsg.): Schulformensystematik. Schuljahr 2011/12. S. 49 ff.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dokumente zum Thema Meisterprüfungsstellen und Prüfungsorganisation (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. April 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/portal.wko.at, portal.wko.at</ref>
  • Gewerbliche Meisterschulen (für Bekleidungsgewerbe) für Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung:<ref>Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Hrsg.): Schulformensystematik. Schuljahr 2011/12. S. 52.</ref> 1-jähriger Fachlehrgang Haute Couture, u. a.
  • Kunstgewerbliche Meisterschulen und Meisterklassen zur fachlichen Weiterbildung (mit Eignungsprüfung, Sonderformen der Fachschulen des Ausbildungsbereiches Kunstgewerbe), 1- bis 2-jährig, in diversen Sparten<ref>Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (Hrsg.): Schulformensystematik. Schuljahr 2011/12. S. 53.</ref>

Angeboten werden Meisterschulen sowohl an den meisten Technischen und gewerblichen höheren Schulen (wie HTLs), wie auch zahlreichen Institutionen der beruflichen Weiterbildung, wie dem Berufsförderungsinstitut (BFI) oder dem Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI).

Einzelnachweise

<references> <ref name="Systematik"> Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Abteilung V/1 – Bildungsstatistik, -dokumentation, IT-Verwaltungsapplikationen (Hrsg.): Schulformensystematik. Kennzahlenverzeichnis der Schulformen des österreichischen Schulwesens. (Link auf aktuelle Fassung bmukk.gv.at [PDF] 2002 ff.). </ref> </references>