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Meister des Peringsdörfer-Altars

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Michael Wolgemut 002.jpg
Peringsdörfer-Altar, Szenen: Die Verkündigung an Maria und Die Anbetung des Kindes

Als Meister des Peringsdörfer-Altars wird ein namentlich nicht sicher bekannter spätgotischer Maler aus Nürnberg bezeichnet. Er erhielt seinen Notnamen nach den von ihm um 1485 bis 1488 für die Nürnberger Augustiner-Eremiten-Kirche geschaffenen Bildern zu einem Passions-Altar. Dieser Wandaltar ist nach seinen Stiftern Sebald Peringsdörfer (gest. 1498) und dessen Frau Katharina geb. Harsdörffer benannt. Diese waren auch Stifter des Peringsdörffer-Epitaphs von Adam Kraft (ursprünglich ebenfalls in der Augustinerkirche, heute in der Frauenkirche).<ref>Bernhard Peter, Gernot Ramsauer, Alex Hoffmann: Galerie: Photos schöner alter Wappen Nr. 1464, Frauenkirche in Nürnberg, Peringsdörffer-Epitaph</ref>

Werk von oder aus der Schule des Michael Wolgemut

Der Meister des Peringsdörfer-Altars stammt zumindest aus der Schule des Michael Wolgemut,<ref>vgl. dazu W. v. Seidlitz.: Wolgemut, Michael. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 55, Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 118–122.</ref><ref>vgl. dazu S. Lüken: Die Verkündigung an Maria im 15. und frühen 16. Jahrhundert. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 2000, S. 180</ref> die Bilder des Peringsdörfer-Altars werden auch als Werk von Wolgemut selbst angesehen.<ref>sop z. B. H. Brinkmöller-Gandlau: WOLGEMUT, Michael. In: BBKL Herzberg 1998 Band XIV (1998) Spalten 41–43</ref> Der Stil zeigt einen Einfluss zeitgenössischer niederländischer Malerei und die Entstehung einer neuen Malrichtung in Nürnberg<ref>vgl. dazu S. Lüken: Die Verkündigung an Maria im 15. und frühen 16. Jahrhundert. Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht 2000, S. 180</ref>. Es wird vertreten, dass Sixtus Frei der Bildschnitzer gewesen sei.<ref>Rätsel um spätgotischen Altar gelöst? - Historiker erforschen Werk aus Wolgemut-Werkstatt, in: Sonntagsblatt vom 29. März 2020</ref>

Geschichte des Altars

Ursprünglich für eine Kapelle der 1486 geweihten Augustinerkirche in der Sebalder Altstadt gestiftet<ref>vgl. E. Pfeiffer: Der Augustiner Hochaltar und vier weitere Nürnberger Altäre des ausgehenden 15. Jahrhunderts. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg Bd. 52 (1963/64) S. 305–398</ref> wurde der Peringsdörfer-Altar nach Auflösung des Klosters 1564 in die Kirche Hl. Kreuz verbracht. Nach deren Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Altar in der Friedenskirche (Nürnberg) aufgestellt.

Die Bilder des Peringsdörfer-Altars

  • Geburt Mariens und Tempelgang
  • Verkündigung Mariens
  • Geburt Christi mit Anbetung der Hirten
  • Anbetung der Heiligen Drei Könige
  • Darstellung im Tempel

Weblinks

Einzelnachweise

<references />