Zum Inhalt springen

Meine Braut, ihr Vater und ich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Vorlage:Medienbox/Kopf
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2000
Länge 103 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Universal Pictures
Stab
Regie Jay Roach
Drehbuch
Produktion
Musik Randy Newman
Kamera Peter James
Schnitt
Besetzung
Synchronisation

Meine Braut, ihr Vater und ich (Originaltitel Meet the Parents) ist eine US-amerikanische Liebeskomödie unter Regie von Jay Roach. Die Hauptrollen spielen Ben Stiller als Schwiegersohn in spe und Robert De Niro als Brautvater. Es handelt sich um die Neuverfilmung von Greg Gliennas Independent-Film Meet the Parents (1992), der nur in geringem Ausmaß vertrieben und nie fürs Heimkino veröffentlicht wurde.

Meine Braut, ihr Vater und ich erschien 2000 und entwickelte sich zum Erfolg bei Kritik und Publikum. 2004 folgte daher Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich, in dem Dustin Hoffman und Barbra Streisand Gregs Eltern spielen. Beim dritten Teil Meine Frau, unsere Kinder und ich (2010) führte erstmals Paul Weitz Regie.

Handlung

Gaylord „Greg“ Focker ist ein jüdischer Krankenpfleger. Im Dialekt kann sein Nachname auch wie „Fucker“ ausgesprochen werden. Focker fährt mit seiner Freundin Pam, der er einen Heiratsantrag machen will, zu deren Eltern, um sich ihnen vorzustellen und an der Hochzeit von Pams Schwester teilzunehmen. Doch an dem Wochenende geht alles schief, was nur schiefgehen kann. Außerdem stellt sich heraus, dass Pams Vater Jack, der Greg von Beginn an misstraut, ein ehemaliger CIA-Agent ist.

Die Probleme beginnen schon, als Gregs Gepäck am Flughafen verloren geht und er ohne frische Kleidung bei seinen Schwiegereltern in spe auftaucht. Notgedrungen leiht sich Greg frische Sachen von Pams jüngerem Bruder Denny aus, darunter auch seine Jacke, ohne zu ahnen, dass sich in deren Taschen eine Marihuana-Pfeife befindet. Prompt glaubt Jack, dass diese Greg gehört, und er beginnt seinen zukünftigen Schwiegersohn kritisch zu beobachten.

Als Jack seine alten CIA-Kontakte nutzt, um Greg zu überprüfen, erhält er falsche Informationen über ihn, da er denkt, Gregs vollständiger Vorname sei „Gregory“. Dass sein tatsächlicher Vorname Gaylord ist und Greg nur sein Spitzname, erfährt er erst später.

Gregs verzweifelte Versuche, die Sympathien von Pams Familie zu gewinnen, führen von einer Katastrophe in die nächste: Bei einem Wasservolleyball-Spiel übertreibt er es und trifft mit dem Ball Pams Schwester Debbie im Gesicht, wovon sie ein blaues Auge davonträgt. Eine defekte Klospülung verursacht das Überlaufen des Abwassertanks in den Garten, und der Versuch, den geliebten Familienkater „Mr. Jinx“ vom Dach zu holen, setzt unglücklich den im Garten aufgestellten Traualtar in Brand.

Nach einer Anhäufung weiterer Fauxpas reist Greg schließlich entnervt alleine ab. Kurz davor erhält er endlich seinen Koffer wieder und über den Boten erfährt die vor dem Haus versammelte Familie seinen wirklichen Namen: „Gaylord M. Focker“, kurz „Gay Focker“. Jacks Frau Dina wirft ihrem Mann vor, dass dieser an der Abreise mitschuldig ist, da er zu hart zu ihm war und niemand für seine Tochter gut genug sei. Er solle weniger an sich denken, sondern daran, wen seine Tochter wirklich liebt. Daraufhin fährt Jack zum Flughafen und bittet Greg, zurückzukommen und seine Tochter zu heiraten, wenn er sie wirklich liebt.

So macht Greg seiner Pam am Ende den geplanten Heiratsantrag, den diese überglücklich annimmt.

Wiederkehrende Themen sind neben den vielen Missgeschicken die Unsicherheit bei der ersten Begegnung mit der Familie der Freundin sowie stereotype männliche oder eben unmännliche Eigenschaften.

Entstehung und Veröffentlichung

Jack Byrnes Robert De Niro Christian Brückner
Gaylord „Greg“ Focker Ben Stiller Oliver Rohrbeck
Pamela „Pam“ Byrnes Teri Polo Katrin Fröhlich
Dina Byrnes Blythe Danner Judy Winter
Deborah Byrnes Nicole DeHuff Diana Borgwardt
Denny Byrnes Jon Abrahams Marcel Collé
Kevin Rawley Owen Wilson Johannes Berenz
Dr. Larry Banks James Rebhorn Lothar Blumhagen
Dr. Bob Banks Tom McCarthy Uwe Büschken
Linda Banks Phyllis George Rita Engelmann

Der Film ist eine Koproduktion von Universal Pictures, DreamWorks SKG, Nancy Tenenbaum Films und Tribeca Productions. Die Kinoverleihrechte für die USA teilen sich Universal und DreamWorks, über das Gemeinschaftsunternehmen United International Pictures, vertreiben sie den Film in den Kinos anderer Länder.

Der Film wurde vom 8. November 1999 bis zum 8. Februar 2000 gedreht. Als Orte wurden im US-Bundesstaat Illinois die Städte Chicago und Winnetka, so wie im Bundesstaat New York die Städte New York City, Brooklyn, Westchester County Airport in White Plains, Harrison und auf Long Island die Orte Port Washington, Oyster Bay, Greenvale und Old Bookville genutzt.

Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Berliner Synchron. Lutz Riedel schrieb gemeinsam mit Markus Jahn das Dialogbuch und führte auch Dialogregie.<ref name="synchro">Meine Braut, ihr Vater und ich. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 15. Mai 2018.</ref>

Am 6. Oktober 2000 feierte Meine Braut, ihr Vater und ich in den USA Premiere. Beim London Film Festival wurde er am 12. November 2000 gezeigt. In Deutschland, Österreich und der deutschen Schweiz lief der Film gleichzeitig am 7. Dezember an, einen Tag später war Premiere in Israel und tags darauf in Brasilien. Am 21. August 2001 hatte der Film in Russland Videopremiere.

Der Film entwickelte sich zu einem großen Erfolg an den Kinokassen. Gegenüber einem geschätzten Budget von 55 Mio. US-Dollar spielte er bereits am Startwochenende über 28 Mio. und insgesamt mehr als 330 Mio. US-Dollar ein, davon rund die Hälfte in Nordamerika.<ref>Meine Braut, ihr Vater und ich auf Box Office Mojo</ref> Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen weltweiten Einnahmen von etwa 601 Mio. US-Dollar.

Rezeption

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="rotten tomatoes">Meine Braut, ihr Vater und ich. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Metacritic (Metascore) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)<ref name="metacritic">Meine Braut, ihr Vater und ich. In: Metacritic. Abgerufen Format invalid (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), aggregiert aus Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Kritiken).</ref>
Prädikat der FBW wertvoll<ref>Meine Braut, ihr Vater und ich auf fbw-filmbewertung.com</ref>
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref>Vorlage:AllMovie</ref>
CinemaScore A–<ref>Datenbankabfrage bei cinemascore.com</ref>
Cinema SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="cinema" />
Prisma SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol<ref name="prisma" />

Meine Braut, ihr Vater und ich erhielt ein gutes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes größtenteils freundliche Besprechungen und ordnet den Film damit als „Verbrieft Frisch“ ein.<ref name="rotten tomatoes" /> Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Grundsätzlich Wohlwollend“ aus.<ref name="metacritic" />

„Gut besetzte Komödie ohne sonderlichen Entwicklungsspielraum, die sich mit einigen Gags, wenigen hübschen Momenten und komischen Situationen begnügt. Ein sorgfältigeres Drehbuch und ein erfahrener Regisseur hätten die reizvolle Grundsituation durchaus zur Entfaltung bringen können.“

„In den USA avancierte die Lachmuskelattacke von Austin Powers-Regisseur Jay Roach zum Überraschungsblockbuster – maßgeblich dank des exzellenten Gespanns De Niro/Stiller. Ersterer zieht gewohnt ernsthaft in den Vater-Schwiegersohn-Kleinkrieg – ein herrlicher Kontrast zu dem mit Woody-Allen-gleicher Hektik agierenden Stiller.“

– <templatestyles src="Person/styles.css" />Angela Zierow: Cinema<ref name="cinema">Angela Zierow: Meine Braut, ihr Vater und ich. In: cinema. Abgerufen am 23. April 2022.</ref>

„Viele Szenen [sind] nicht mehr lustig, sondern einfach nur grottenpeinlich…. Wer allerdings deftig-überzogenen Humor mag, der könnte bei dieser Aneinanderreihung aberwitziger Fauxpas und überdrehter Slapstick nach der Holzhammermethode voll auf seine Kosten kommen.“

Prisma Online<ref name="prisma">Meine Braut, ihr Vater und ich. In: prisma. Abgerufen am 30. März 2021.</ref>

Meine Braut, ihr Vater und ich erhielt eine Reihe von Auszeichnungen. So wurde Ben Stiller mit dem American Comedy Award und einem MTV Movie Award geehrt. Der Film erhielt außerdem den People’s Choice Award. Randy Newmans A Fool in Love war bei der Oscarverleihung 2001 als Bester Song nominiert.

Belege

<references />

Weblinks

Vorlage:Filmdaten

Vorlage:Klappleiste/Anfang Zoo Radio | Austin Powers – Das Schärfste, was Ihre Majestät zu bieten hat | Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung | Mystery – New York: Ein Spiel um die Ehre | Meine Braut, ihr Vater und ich | Austin Powers in Goldständer | Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich | Earth to America | Recount | Dinner für Spinner | Game Change – Der Sarah-Palin-Effekt | Die Qual der Wahl | Trumbo | Der lange Weg | Bombshell – Das Ende des Schweigens | Die Rosenschlacht Vorlage:Klappleiste/Ende